Vortsetzung Vodafone-Betrugsfall, Vodafone ändert ohne Zusage Vertrag

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4 Antworten

Hallöchen, bin neu hier und mir ist das auch so ähnlich gegangen. Ich bekam gestern ein Brief von diesem Anwalt. In dem schreiben stand drin das ich eine Forderung von Vodafone habe. Ich rief die gleich an um zu wissen was das soll. Und in dem schreiben stand auch das, wenn ich sofort 75%, entspricht 106,09 € bezahle, würden keine weiteren Kosten auf mich zu kommen. Und die Sekretärin vom Anwalt sagte mir das es sich bei dem Betrag um eine handyrechnung von Oktober letzten Jahres handelt. Ich sagte ihr das dass nicht sein kann da Vodafone die Rechnung vom Konto automatisch abgebucht habe. Sie aber blieb bei ihrer Aussage. Darauf hin habe ich sofort Vodafone angerufen um zu erfahren was da los sei und warum ich angeblich nicht meine Rechnung bezahlt hätte. Der Kollege schaute immer wieder nach und sagte mir dann das überhaupt keine Rechnung offen ist. Er wunderte sich wie das sein kann. Er hat sogar heute morgen nochmal angerufen und gesagt das die Forderung nicht richtig ist. Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu. Oder?

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Also, Gerd hat nicht so ganz Recht.

Natürlich können Verträge mündlich geschlossen oder geändert werden. Das kann aber nur durch Berechtigte erfolgen. Allein die Paßwortnutzung durch Dritte führt nicht zu so einer Berechtigung.

Was mich interessiert, gibt es denn überhaupt einen schriftlichen Erstvertrag?

Was die erhöhten Kosten angeht, hier liegt die Beweislast bei Vodafone, d.h. Vodafone muss beweisen, dass eine entsprechende Vertragsänderung existiert. Wenn Du da Deinen schriftluchen Erstvertrag vorlegen kannst und Vodafone nicht den Beweis erbringen kann, dass eine Vertragsänderung vorliegt, werden sie nur die alten Kosten bekommen.

Im übrigen sind Inkassokosten meist nicht erstattungsfähig. Da spielt die Rechtsprechung meist nicht mit (stichwort: Schadensminderungspflicht).

Von Zahlungen unter Vorbehalt würde ich hier abraten. Besser ist es in Deinem Fall, nur die unstreitigen Kosten (also hier der Betrag nach dem alten Vertrag) zu bezahlen.

Was die Änderung des Vertrags angeht, soll Dir Vodafone unbedingt die Einzelheiten dazu zukommen lassen (Datum, Uhrzeit, Gesprächspartner pp.). Bis dahin ist es völlig ausreichend, wenn Du die Vertragsänderung bestreitest.

Gruß

R.

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Kommentar von terrorline
17.04.2014, 13:04

Hallöchen. Bin ganz neu hier. Mir ist sowas ähnliches passiert. Ich bekam gestern von den Anwälten ZDRZALEK. Und WINKLER ein Schreiben wegen forderungseinzug durch Vodafone. Ich bin seit 16 Jahren Vodafone Kunde und war bis gestern eigentlich zufrieden. In dem schreiben stand drin das Vodafone einmalig 75% entspricht 106,09€ sofort zahlen soll um weitere Kosten zu sparen. Ich rief sofort die Anwälte an um zu erfahren was das sein soll. Die sagten mir das ich letztes Jahr Oktober meine handyrechnung nicht bezahlt hätte. Ich lass seit jahren Vodafone von meinem Konto abbuchen und es gab nie Schwierigkeiten damit. Aber angeblich soll da was offen sein. Ich sagte der Dame das ich Vodafone anrufe um das zu klären. Angeblich brauch ich da nicht anrufen weil die Forderung besteht und ich eh zahlen müsste. Ich rief Vodafone trotzdem an um mich zu erkundigen was das sei was ich offen habe. Vodafone sagte mir das alles beglichen ist und alle handyrechnungen bezahlt sind und die auch keine Forderung gegen mich haben. Und was soll ich jetzt machen?

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Bei vielen Telefonanbietern ist ein Vertragsabschluss auch per Telefon üblich, so auch bei Vodafone.

Hier wird dem Kunden bei Vertragsabschlüssen ein feststehender Text vorgelesen, der alle relevanten Punkte, z.B. Vertragsumfang, Laufzeit, Kosten enthalten muss. Dem muss der Kunde explizit zustimmen. Und zur beiderseitigen Sicherheit wird das Gespräch aufgezeichnet. Wie lange dieser Mitschnitt aufbewahrt wird, kann ich dir nicht sagen. Jedoch ist der Mitschnitt spätestens nachAblauf der Widerrufsfrist wertlos, denke ich.

Weiter kann nur der einen Vertrag abschließen, der im Besitz des Kundenkennwortes ist. Wenn dies Deiner Schwester bekannt ist, kann sie sehr wohl einen Vertrag abgeschlossen haben.

Wenn ein Provider Forderungen an (ehemalige) Kunden hat, 'verkauft' er diese Forderungen an ein Inkasso-Unternehmen, damit er wenigstens einen Teil seines Geldes bekommt.

Inwieweit das Inkasso-Unternehmen mit einem Anwalt zusammenarbeitet, hat nichts mit dem Provider und der ursprünglichen Forderung zu tun.

Die ursprüngliche Forderung wird auch nur einen Bruchteil dessen ausmachen, was Du heute bezahlen sollst.

Das hättest Du z.B. vermeiden können, wenn Du erstens auf die Mahnungen oder Zahlungserinnerungen von Vodafone reagiert und unter Vorbehalt bezahlt hättest, und wenn Du zweitens auf die Schreiben des Inkasso-Unternehmens reagiert und um Stundung oder Ratenzahlung gebeten hättest. Und drittens hättest Du die Angelegenheit gleich einem Anwalt übergeben sollen, zumindest zeitnah, nachdem Du festgestellt hast, dass der Vertrag (nach Deiner Schilderung) einseitig abgeändert wurde.

So hast Du jedenfalls sehr schlechte Karten.

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Kommentar von Karotte1985
10.10.2011, 11:14

Nach dem von Vodafone Mahnungen an meine Adresse gegangen sind, habe ich sofort reagiert und Wiederspruch eingelegt. Genauso auch bei dem Inkassounternehmen. Allerdings wurde von beiden Seiten nicht reagiert.

Meine Schwester war nicht in Kenntnis über das Passwort und hätte den Vertrag nicht ändern können. Zugleich ich mir nicht vorstellen kann, dass eine Änderung rechtens wäre, wenn sie auf ihren Namen MEINEN Vertrag ändert.

Ich hoffe das Beste. Immerhin bin ich im Recht, da ich betrogen wurde. Ich hoffe nur ich kann das mit Hilfe eines Anwalts beweisen.

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Kommentar von BuddyOverstreet
10.10.2011, 11:14

Nachtrag:

Ich habe erst nachträglich Deine andere Frage zur Sache gelesen. Die Schilderung ist ja fast gleichlautend, nur, dass dies eben schon einen Monat früher war.

Ich muss Dir sagen, dass Du sehr blauäugig bist und wertvolle Zeit einfach ungenutzt verstreichen lässt. In diesem Monat hättest Du schon mal einen Anwalt einschalten können. Und weil eben auch Verzugszinsen berechnet werden, ist die gesamte Forderung durch Deine Untätigkeit nochmals in die Höhe getrieben worden.

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nur mal so: Verträge können auch mündlich und am Telefon geändert werden und bedarfen keiner Schriftform. Also gibt es keinen schriftlichen Vertrag , der Dir zugeschickt werden könnte

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Kommentar von Karotte1985
10.10.2011, 10:58

Ich bat ja auch allgemein um eine Vertragskopie. Ich war in der Hoffnung, dass Vodafone mir eine Kopie des alten Vertrags zuschickt, da es von mir aus keine Vertragsänderung gegeben hat. Ansonsten hätten sie mir ja auch mitteilen können, das der Vertrag am..so und so...geändert wurde. Jedoch stand in dem Brief nur, das ich eine Superflat habe, mein Vertrag 2005 abgeschlossen wurde. Naja, zu dem Zeitpunkt hatte Vodafone noch keine Superflats.

Ausserdem hätten sie sich dann ja auch auf eine Gesprächskopie berufen können, wenn es eine gäbe. Aber die gibt es ja nunmal nicht.

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