Vorteile von Elektroautos eine Lüge?

15 Antworten

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Mallo: Das sind berechtigte Fragen! Da hier sehr viel Falsches und Halbwissen geschrieben wird, will ich Dir gern ein korrekte Antwort geben.

„Elektroautos sollen ja so Umweltfreundlich sein.“

Stimmt!

„Das mag ja auch stimmen, sollte man nicht in Frage stellen wo die Energie herkommt!“

Richtig: das ist eine vollkommen korrekte Frage!
Die Antwort ist: das Beste ist die Nutzung von erneuerbaren Energien. Da wollen wir hin. Diejenigen die ein Haus haben können jetzt schon über einen Akku die Solarenergie in den Akku pressen. So zusagen Sonne im Tank! Wie geil ist das denn? Die anderen können aber auch jetzt schon sauberen Strom beziehen. Fakt ist auch das wir schon 36% erneuerbare im Netz haben. Deshalb macht es jetzt schon Sinn. Und selbst wenn wir reinen Kohlestrom laden würden wäre es sinnvoll. Warum? Weil ein Diesel 16% Wirkungsgrad hat und ein neues Kohlekraftwerk 45%. Zusätzlich kommt die besser Abgasreinigung im Kraftwerk und vieles mehr.

„Der Hauptteil unserer Energie kommt schließlich aus tief schwarz rauchenden Schlöten deutscher Kohlekraftwerke...na wenn das nicht gut für unseren CO2 Ausstoß ist! Ein weiterer großer Teil der Energie wird aus französischen Atomkraftwerken importiert!“

Kohle siehe oben. Atomimport: Auch hier muss man differenzieren: ja es stimmt es gibt Strom Import. Aber sehr sehr selten. Und wenn ist es meist eine Durchleitung nach Italien. Denn die haben Mangel. Wir haben kaum Mangel! Im Gegenteil Mehrheitlich liefern wir Strom, weil wir zu viel haben! Desweiteren haben wir ja nicht nur Kohlestrom sondern immerhin 36% erneuerbare im Netz. Das soll ja mehr werden. Könnte schneller gehen, aber es gibt so viele Bremser.

„Sollte die Atomkraft denn wirklich so gefördert werden, wenn sie doch so gefährlich ist?“ Natürlich nicht, machen wir auch nicht.

„Und wer denkt an den ganzen Atommüll?“
Richtig ganz viele. Deshalb ist der Ausstieg zumindest in Deutschland beschlossen. Die Anderen werden nachziehen. Einfach weil es total unwirtschaftlich ist.

„Ist es nun also nicht besser die Benziner fahren zu lassen?“

Nein ist nicht. Bisher war es okay, weil es nichts besseres gab. Die Verbrenner sind ausgereizt. Da kommt nicht mehr viel. Die neue Mobilität birgt so viel tolle neue Chancen das es nur in diese Richtung gehen wird. Die Frage ist wie schnell es geht. Nicht ob!

Bei Fragen frage gern.

Schöne, sachliche, ausführliche Antwort!
Du scheinst dich gut auszukennen! Nun eine Frage habe ich noch...wie sieht es mit Brennstoffzellen aus? Siehe Wasserstoff.
Sind diese nicht eventuell effizienter?

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Danke. Stimmt etwas kenne ich mich aus. Thema Wasserstoff und Brennstoffzellen: diese Frage kommt immer wieder. Ist auch eine tolle Technik und sauber. Aber es gibt viele Probleme. Der Wirkungsgrad ist sehr schlecht durch das viele Energie umwandeln geht viel verloren. Die Brennstoffzellen machen auf Dauer Probleme (Membrane). Brennstoffzellen haben Filter, die müssen wieder gereinigt werden. Alles in allem eine komplizierte Technik. Tankanlagen sind teuer ( ca. 6 Mio für eine Nachrüstung). Zusätzlich das gesamte Handling des Wasserstoff. Der ist flüchtig muss immer tiefgekühlt werden usw. usw. Das alles treibt die Kosten in die Höhe. Das ist auch der Grund weshalb es noch nicht stärker genutzt wird. Es ist nicht wirtschaftlich! Und dann kommt es nicht. Es gibt Vergleichsrechnungen vom Umweltbundesamt die besagen, das komplette System umgerüstet auf E-Mobilität inkl. Ausreichend Lademöglichkeiten usw. kostet 110 Milliarden Euro weniger als das System Wasserstoff. Jetzt müssen wir entscheiden wollen wir ein teureres ineffizienteres System? Experten sagen und der Meinung bin ich auch, überall dort wo man Platz für die Technik und vor allem immer Fachleute für die Wartung hat, macht es Sinn. Deshalb wird es in der Schifffahrt, bei Flugzeugen und im nicht elektrifizierteren Bahnverkehr kommen. Daran wird auch schon gearbeitet. Im individuellen PKW Verkehr macht es keinen Sinn!

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Du hast vollkommen recht: Wenn der Strom aus Kohlekraftwerken kommt, dann schwinden die Umweltvorteile von E-Autos. Nur wenn der Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommt, sind E-Autos annähernd CO2-neutral unterwegs. Und natürlich spielen auch Herstellung und vor allem die Batterien eine große Rolle.

Aber: Schon jetzt hat jedes Elektroauto auf deutschen Straßen im Hinblick auf Treibhausgase einen ökologischen Vorteil gegenüber klassischen Verbrennern. Und die Bilanz bessert sich sehr schnell, wenn die Energiewende weiter vorangetrieben wird.

Wir haben uns dem Thema eingehend gewidmet und die Ökobilanz von E-Fahrzeugen genau unter die Lupe genommen. Nachlesen kannst du das hier: https://reset.org/blog/oekobilanz-e-mobility-die-stromquelle-und-die-langfristige-nutzung-der-batterie-kommt-es-022820

Nachhaltige Grüße - die RESET-Redaktion

Lügen sind das nicht.

Es läuft einfach wie bei jedem Produkt: Die Promotoren stellen nur die Vorteile in den Vordergrund, die Kritiker die Nachteile. Ferner ist die Frage, was das Ziel der Elektromobilität ist.

Wenn Emissions- und Lärmfreiheit des Fahrzeugs wichtig ist, dann sind sie unschlagbar.

Wenn die Energie völlig erneuerbar erzeugt wird, dann ist es ein massiver Gewinn gegenüber dem Benziner oder Diesler, auch wenn man die Herstellung des Autos berücksichtigt (denn diese benötigen auch viel Energie, zudem erzeugt auch die Förderung von Erdöl und Produktion von Benzin massive Umweltschäden).

Wenn man aber normale Energie (Kohlekraft, Atomkraft) tankt, dann bringt es nichts.

Zudem wird es noch massive Probleme mit dem Betanken dieser Autos geben. Man kann elektrisch/chemisch niemals soviel Energie in so kurzer Zeit in einen Akku drücken wie mit Benzin in einen Tank. Unmöglich. Eine Schnelllade-"Tank"stelle für 20 Autos müsste dazu etwa 1 MegaWatt Leistung haben. Für die Versorgung des heutigen Fahrzeugparks wäre ein gigantischer Netzausbau nötig.

Ich bin sicher, dass es neue Techniken braucht. Bei den Akkus ist kein Durchbruch zu erwarten. Mittelfristig ist der Hybrid das beste. Und bei reinem Elektroantrieb muss es ein Akku-Tauschkonzept geben verbunden mit einem Smart-Grid, einem intelligenten Stromnetz.

ein e-fahrzeug ist 3-4 mal effizienter als ein verbrenner - also bringt es schon was

ein e-auto wird seltenst "schnell getankt" - geladen wird, wenn das fahrzeug parkt - schnelladen ist nur auf nonstop-langstrecke nötig

die rechnung ist eh falsch - echte schnellader benötigen 100-350kw und 1 mw ist auf mittelspannungsebene nicht wirklich viel (5kv)

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@dagobert68219

Blödsinn, sorry!

renault berechnet z.b. eine Miete für den Akku, diese beträgt bei Laufleistungen bis zu 12.509km/Jahr 79€/ Monat

der effektive Verbrauch lag in Tests bei 3,68€/100km

das macht 459€/ Jahr für den Verbrauch und 948€ für die Akku miete... das ergibt Gesamtkosten von 112,5€/100km

für dasselbe Geld fahre ich mit meinem Mercedes Diesel (7l/100km, 1,20€/l Schlappe 30% weiter!

aber rechnet euchvdas alles weiter schön, Europa freut sich über das billige Gebrauchtwagen -Einkaufsland Deutschland und lacht über die blöden deutschen, die alles mit sich machen lassen !

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Oh, Mann. In diesen "Energiediskussionen" wird fast genau so viel Unfug verbreitet, wie in Trumps Tweets. Aber das führt jetzt zu weit. (aber das führt jetzt zu weit = a.d.f.j.z.w.)

NEIN - Eine Lüge ist das nicht. Möglicherweise ist das eAuto nicht der Weisheit letzter Schluss, aber wir such ja noch nach guten technischen Lösungen, wie z.B. einer Möglichkeit, Strom zu speichern, a.d.f.j.z.w.

Deutschland exportiert mehr Energie, als es importiert. Zum Teil zu negativen Preisen - a.d.f.j.z.w.

Die europäischen Energieerzeuger haben ein Stromnetz geschaffen, das auf nationale Grenzen einfach keine Rücksicht nimmt und auf wechselnde Nachfrage reagieren kann - a.d.f.j.z.w.

Immerhin sollen fossile und nukleare Kraftwerke durch regenerative Systeme abgelöst werden. Aber das dauert leider noch. (Es gibt Gründe für die vielen AKW in Frankreich, die will jetzt keiner wissen - a.d.f.j.z.w.)

Trotzdem müssen dringend möglichst viele schadstoff-starke Verbrennungsmotoren weg. (Vor allem von Schiffsdieseln - s.d.f.j.z.w.)

Bei Elektroautos hängt die Umweltfreundlichkeit davon ab, wie die Strom produziert wird und welche Sauerei das Recycling von Millionen von Akkus bedeutet.

Diese Frage dürfte man erst dann beantworten können, wenn der Grossteil der Bevölkerung umgestiegen wäre.

Man darf nicht vergessen: Auch das Benzin für den "klassischen Motor" muss gefördert und hergestellt werden. Das kostet ebenfalls Energie.

Ich persönlich habe das Gefühl, dass es sich früher oder später die Waage halten würde.

Ausserdem denke ich, dass man derart viel Energie nicht mit alternativen Energieressourcen erzeugen kann. Aber ich bin kein Spezialist... Würde man weitere Wasserkraftwerke bauen, bräuchte man Stauseen. Das zerstört die Flora und Fauna. Würde man Windkraft verwenden, müsste man die Windräder hochziehen, das führt zu Lärmemmissionen beim Betreiben der Räder. Würde man AKWs verwenden, führt es zu atomarem Abfall und so weiter und so weiter. Wie man es dreht, es ist nicht recht.

Man könnte entgegenhalten: Die Energie dafür hätte man, weil man sie anderweitig sehr oft einsparen könnte. Wenn in den Staaten und anderswo jeder zweite Kühlschrank eine Eiswürfelmaschine eingebaut hat und wenn man bedenkt, wieviel Energie für das Herstellen (und vor allem für das Vernichten - wenn überhaupt) von sinnlosen Plastikbeuteln verwendet wird... Wenn man bedenkt, dass man heute auch über die Werbung immer wieder sieht, dass die neuen Autos besser, stärke rund grösser sein sollen als jemals zuvor (wer zur Hölle braucht in der Stadt einen grossen SUV!), dann muss man sich nicht unbedingt die Frage nach Pro oder Kontra Elektroautos stellen.

Wir verschleudern generell einfach alles, as wir haben. Und das im grossen Stil. Würden wir nicht derart verschwenderisch leben (global), müssten wir uns über solche Fragen noch gar keine Gedanken machen. Dann würde es für alle reichen. Jetzt zumindest noch.

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