Vorstellungsgespräch wie vorbereiten auf die Frage warum man das jetzige Unternehmen verlassen will?

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6 Antworten

Ich kenne diese Situation sehr gut. Ich habe ebenso gewechselt und kann dir empfehlen schon nicht die Wahrheit zu verdrehen. Ich habe das Unternehmen nicht genannt. Sonst fragen sie selbst bei deinem Chef noch mal nach und das wäre natürlich nicht toll für dich. 

Ich bin immer darauf eingegangen, dass ich neue Herausforderungen suche oder du kannst sagen, dass der Bereich, in dem du tätig bist, nicht deinen Vorstellungen entsprechen. Es wurde dir mehr versprochen und hast deinen Chef / Abteilungsleiter darauf angesprochen. Ich hatte sowas auch schon, mir wurden Aufgaben versprochen, was überhaupt nicht eingehalten wurde. 

Kleiner Tipp: Du solltest nicht sagen, dass du dich mit deinen Kollegen oder deinem Vorgesetzten nicht verstanden hast. Das kommt nicht gut an. Dann hinterfragen sie alles was nur geht und drängen dich damit in die Ecke. 

Ich wünsche dir viel Glück! :)

HoneyBee90 28.06.2017, 12:25

Vielen Dank für deine Antwort. So ist es auch bei mir, mir würden Dinge im Vorstellungsgespräch gesagt die jetzt komplett anders sind was mich natürlich sehr enttäuscht hat. Ich bin für eine Bürotätigkeit eingestellt worden aber mittlerweile läuft es eher auf ein Kindermädchen und Putzfrau für die Angestellten hinaus womit ich natürlich nicht zufrieden bin, weil wozu macht man eine Ausbildung und ich komme aus einem Immobilienbüro ursprünglich da bin ich sowas nicht gewöhnt das man so ich sage jetzt mal so missbraucht wird. :-/

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albedi92 28.06.2017, 12:35
@HoneyBee90

Genau so war es bei mir auch. Dann kannst du sagen, dass du dafür keine Ausbildung gemacht hast. Natürlich gehören solche Aufgaben auch mal dazu, aber dass sich sowas schon als Hauptaufgabe zeigt, ist für dich enttäuschend und demotivierend. Sowas kannst du sagen. Du brauchst auch Herausforderungen, Aufgaben, die vielleicht nur deine sind, damit du ein bisschen Verantwortung hast. Du darfst es halt nicht hinstellen als wenn du dir zu fein dafür bist. Deswegen sage einfach, dass sowas auch gemacht werden muss, wo du kein Problem hast, aber nur solche Tätigkeiten demotivierend sind und du es auch mehrmals angesprochen hast und leider darauf nicht reagiert wurde.

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Also ich würde dann so etwas sagen wie, dass du keine Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen siehst. Ich finde das wirkt immer positiv und signalisiert die eigene Lernbereitschaft.
Das ist auch nicht böse gegenüber deinem alten AG, sondern eben eine Tatsache. :)

bergquelle72 28.06.2017, 11:38

aber nur, wenn es wirklich eine Tatsache ist.

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SunnyLaSun 28.06.2017, 12:02

naja, wenn du nicht gerade in einem Großkonzern arbeitest, den jeder kennt, kann man das schon sagen. Außerdem ist es eine persönliche Ansichtssache. Es klingt definitiv positiver als zu sagen, dass einem der Chef nicht passt oder was auch immer.

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Ich würde auch etwas in die Richtung sagen, dass du nach neuen Herausforderungen suchst. Du kannst ja auch sagen, dass du im Laufe der drei Monate leider festgestellt hast, dass die Stelle doch nicht zu hundert Prozent zu dir gepasst hat. 

Da solltest Du so ehrlich wie möglich sein, Lügen und ausgedachte Sachen erkennen die Leute von der Personalabteilung sehr schnell - da sind die geschult.

Aber auf keinen Fall über die neue Firma herziehen oder über Kollegen, Chef usw. - das kommt ganz schlecht an. Erstens kommen dabei Interna zur Sprache und Du bist gehalten Interne Informationen deiner Firma vertraulich zu behandeln und zweitens mag niemand Klatsch und Tratsch.

Du kannst durchaus sagen, daß die Firma, die Stelle, die Arbeit nicht Deinen Erwartungen entsprochen hat, daß Du Dich da getäuscht hast. Du kannst auch ein oder zwei Beispiele nennen, wenn sie sich allgemein formulieren lassen ohne auf betriebliche Internas der jetzigen Firma einzugehen.

Du kannst auch erzählen welche Aufgaben Du erwartet hattest und was abweichend war oder wenn man Dich nicht mit den Aufgaben/Verantwortungen betraut hat, die im Vorstellungsgespräch besprochen waren.

Du solltest auch erklären können, warum Du so schnell reagierst und warum es nicht sinnvoll ist die Sache sich noch entwickeln zu lassen.

Du solltest auf alle Fälle verhindern, daß man Dich als sprunghaft ansieht. Niemand stellet jemanden ein, von dem er befürchten muß, daß er in 3 Monaten wieder weg ist.

Ich glaube, dass ich es ehrlich sagen würde, was mich bei der letzten Arbeitsstelle gestört hat. 

"Es ist mir noch nie passiert, aber in diesem speziellen Fall stimmt einfach die Chemie nicht."

Das ist menschlich, versteht jeder. Und wenn Dir das nur einmal passiert, ist es auch ok.

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