Vorstellung von Erlösung ?

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Hallo JuliusCaesar500,

Hierbei geht es im Grunde um die Zentrallehre des christlichen Glaubens: Die Lehre vom Lösegeld. Um diese jedoch richtig verstehen zu können, ist es notwendig, zuerst einmal an den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückzukehren.

Nachdem Gott den Menschen erschaffen hatte, bestand zwischen Ihnen und Gott völlige Harmonie. Dann geschah etwas, was eine tiefe Kluft entstehen ließ: Die ersten Menschen, Adam und Eva, lehnten sich gegen Gott auf, indem sie willentlich ein Gebot Gottes übertraten und somit war die Sünde in die Welt gekommen. Das hatte weitreichende Auswirkungen auf sie selbst und auf alle ihre Nachkommen. Ihre Sünde gegen Gott bewirkte, dass ihre ursprüngliche Vollkommenheit an Körper und Geist verlorenging und damit auch ihre Aussicht auf ein endloses Leben.

 Die Bibel sagt darüber folgendes: "Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten" (Römer 5:12). Dadurch, dass die ersten Menschen zu Sündern geworden waren, gaben sie zwangsläufig diese Sünde auch an alle ihre Nachkommen und damit letztendlich auch an uns, weiter. Die Sünde ist es also, die bis heute eine Trennung zwischen Gott und den Menschen herbeiführt.

Da Gott jedoch barmherzig ist, wollte er nicht, dass all die Nachkommen Adams und Evas, die ja ohne ihr Hinzutun die Sünde geerbt hatten, für immer verloren sind. Unmittelbar nachdem Adam und Eva gesündigt hatten, ersann er einen Weg, um die Menschheit von Sünde und Tod zu befreien. Hierbei mag die Frage auftauchen, ob es nicht viel einfacher gewesen wäre, allen in Sünde geborenen Nachkommen Adams und Evas einfach zu vergeben und so die entstandene "Kluft" zu schließen. Das konnte Gott jedoch nicht, ohne gegen seine eigenen Rechtsgrundsätze zu verstoßen. Einer dieser Grundsätze lautet, dass Sünde zum Tod führt. Hätte Gott diesen Grundsatz einfach ignoriert und sich darüber hinweggesetzt, dann hätte man ihn selbst des Unrechts bezichtigen können. Deswegen musste er einen anderen Weg gehen.

Die Lösung lag in der Beschaffung eines Lösegeldes, das die Menschen von Sünde und Tod freikaufen könnte. Hier kommt ein anderer Rechtsgrundsatz Gottes zum Tragen, der da lautet: "Seele wird für Seele sein" (5. Mose 19:21). In der Anwendung auf die Menschheit heißt das folgendes: Der erste Mensch, Adam, hatte sein vollkommenes Leben eingebüßt, das für sich und seinen Nachkommen endloses Leben bedeutet hätte. Durch die Sünde büßte Adam jedoch dieses vollkommene Leben ein. Es gab nur einen einzigen Weg: Ein vollkommenes menschliches Leben musste gegeben werden, um einen Ausgleich zu dem von Adam verwirkten Leben zu schaffen oder anders ausgedrückt: ein Lösegeld musste gezahlt werden.

Da jedoch sämtliche Nachkommen des ersten Menschen nur ein unvollkommenes Leben besaßen, das keinen entsprechenden Gegenwert zu dem vollkommenen Leben Adams besaß, war auch niemand seiner Nachkommen in der Lage, diese Lösegeld zu beschaffen. Die Menschheit wäre somit, was ewiges Leben betrifft, für immer verloren gewesen. Doch hier kommt die große Liebe und Barmherzigkeit Gottes gegenüber den Menschen zum Tragen. Gott baute sozusagen eine "Brücke" zwischen sich und der Menschheit, indem er seien eigenen Sohn sandte, der bereit war, sein vollkommenes Leben zu opfern. Dieses Opfer schaffte den entscheidenden Ausgleich und befreite so die Menschheit von Sünde und Tod. Die Bibel sagt darüber: "Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld" (Römer 3:23,24).

Dieses Lösegeld, das also die Kluft zwischen Gott und den Menschen schließt, bildet somit die Grundlage für die Vergebung von Sünden. Voraussetzung für die Sündenvergebung ist jedoch der Glaube an diese Lösegeldvorkehrung sowie eine reuevolle Einstellung des Sünders.

Die Bibel sagt über diesen wunderbaren Akt der Befreiung seitens Gottes folgendes: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe" (Johannes 3:16). Dieser Text zeigt zum einen das Ausmaß der Liebe, die Gott gegenüber den Menschen empfindet und zum anderen auch, was eine weitere Auswirkung des Lösegeldes ist: ewiges Leben. Es liegt nun an jedem einzelnen, ob er diese liebevolle Rettungsvorkehrung annehmen möchte oder nicht. Dabei genügt es jedoch nicht, Gott einfach nur zu sagen "Ja, ich will", sondern wie obiger Text zeigt, müssen diejenigen, die aus dem Lösegeld Nutzen ziehen möchten, "Glauben an ihn ausüben". Das schließt, wie die Bibel deutlich zeigt, weitaus mehr ein, als einen passiven Glauben zu besitzen.

LG Philipp

Im Hinduismus und in anderen Religionen bedeutet Erlösung die endgültige Befreiung aus einer Kette von Wiedergeburten. Auch wenn Götter verehrt werden, bleibt es Aufgabe und schwere Last des einzelnen Menschen, den Weg zur Erlösung allein zu gehen. Es handelt sich um Selbsterlösung.

Der Islam kennt weder die Möglichkeit der Erlösung durch einen Erlöser, noch die Möglichkeit der Selbsterlösung. Es bleibt alleinige Entscheidung Allahs, ob jemand zu den Geretteten zählt oder nicht. (Ausnahme: demjenigen, der im Heiligen Krieg einen Ungläubigen tötet, ist die Erlösung zugesagt).

Für Christen ist die Frage der Erlösung untrennbar mit der Gestalt des Erlösers verknüpft. Er ist die Erfüllung der Offenbarung Gottes an die Menschen.  Wer an Jesus Christus als Erlöser glaubt und seine Botschaft vom Reich Gottes annimmt, ist schon aus dem Zwang zur  Selbsterlösung herausgenommen, er ist schon gerettet.Gemäss dem christlichen Glauben ist der Mensch nicht fähig, aus eigener Kraft die Sünde dauerhaft zu überwinden. Nur durch die Kraft Dessen, der Sünde und Tod überwunden hat, dürfen die Menschen ihre eigene Mühe vor Gott bringen und auf das Geschenk der Erlösung vertrauen. Sie sind jedoch zur Mitwirkung an der Gnade Gottes angehalten, indem sie nach der Botschaft Jesu zu leben versuchen, dies vor allem durch die leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit.

Kurz gesagt: Wer an Jesus Christus als Gott und Erlöser glaubt und danach zu leben versucht, bleibt mit ihm verbunden und darf sicher sein, nach dem irdischen  Tod in den Himmel = ewige Gemeinschaft mit Gott zu kommen - und dies ganz ohne Wiedergeburten.

Das beantwortet Paulus in Kolosses 1:20 sehr einfach:

und durch ihn alle [anderen] Dinge+ wieder mit sich zu versöhnen,+ indem Frieden+ gemacht wurde durch das Blut,+ [das er] am Marterpfahl* [vergoß],+ es seien* die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln.

Versöhnung mit Gott durch das vergossene Blut Jesu Christi.

Folgen dieser Versöhnung: Vergebung der Sünden für Lebende, Auferstehung von den Toten, ewiges leben ohne Leid und Tod.

Siehe dazu Offenbarung 21.1-4........ cheerio

red dead redemption ÜBERSETZUNG?!

rot tot Erlösung ?? macht irgendwie wenig sinn... was heißt es im zusammenhang ?

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