Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung oder gerichtlich bestellter Betreuer

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5 Antworten

oooooooh...mein Gott....manchmal sollte man einfach mal ein bissel googlen, bevor man antwortet.... also...mal kurz geantwort: die Vergütung eines, vom Betreuungsgericht eingesetzten, Berufsbetreuers richtet sich nach dem "Vormünder- und Betreuervergütungsgesetz " ...und da bekommt ein Berufsbetreuer je nach Qualifikation bis zu 44€/Stunde..am Anfang 8,5 Stunden pro Monat macht also ca. 375€ pro Monat... (--> soviel zum Thema "kleine Aufwandsentschädigung" @ fairBerater)..

wie richtig dargestellt, geht das zuerst vom Konto des zu Betreuenden...falls da nix zu holen ist vom Konto des Ehepartners....und dann zahlt ERSTMAL!!!!!!!!!! das Sozialamt...aber (wie immer!!!) als "Kredit"...das holen die sich dann ganz selbstverständlich von den Kindern des zu Betreuenden zurück....und das im Notfall bis zu 30 Jahre rückwirkend.... hier gilt also: "Kinder haften für ihre Eltern!" :-)

Deshalb: Unbedingt zeitig genug informieren und entsprechend gegensteuern!!!!

creatio 20.10.2010, 20:30

Wenn, dann sollte man das richtig darstellen. Die 8,5 Stunden werden nur die ersten 3 Monate bezahlt, wenn der Betreute noch zu hause wohnt und vermögend ist. Das heißt mehr Geld auf dem Sparbuch hat als das Sozialamt tolerieren würde. Dann muss er auch selber zahlen. Die bezahlten Stunden bei einem Vermögenden sinken dann im Laufe eines Jahres in 3-Monatsschritten ab. Ab dem 2. Jahr werden dann nur noch 4,5 Stunden bezahlt. Wenn der Vermögende im Heim ist gibt es von Anfang an nur 5,5 Stunden, die dann bis zum 2. Jahr auf 2,5 Stunden sinken. Wie gesagt, selber bezahlen muss man nur, wenn man nicht auf Sozialleistungen angewiesen ist.

Bei Sozialleistungensempfängern liegt die Stundenzahl am Anfang bei entweder 7 (wenn zuhause) oder 4,5 Stunden (wenn im Heim) und sinkt dann ab bis 3,5 bzw. 2 Stunden. Das zahlt die Staatskasse. Das Sozialamt zahlt überhaupt nie für den Betreuer sondern die Landesoberkasse im Auftrag der Betreuungsgerichte. Das Gericht kann sich auch höchstens aus dem Erbe eines verstorbenen Betreuten bedienen, wenn dieser nicht eh selber zahlen musste. Das sollte nun wirklich nicht mit der Sozialhilfe verwechselt werden.

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Wenn es eine Betreuungsverfügung gibt, dann ist der Betreuer aus dem Vermögen des Betreuten zu bezahlen.
Wenn das mangels Masse nicht geht, dann setzt die Betreuungsbehörde einen Ehrenamtler ein, der durchaus der in der Betreuungsverfügung Genannte sein kann.
Wenn auch das nicht geht, wird ein Berufsbetreuer eingesetzt, der eine pauschalierte Bezahlung erhält.

sobald der betreute kein vermögen mehr hat, zahlt der staat

das finanziert der Staat, damit jedem diese Hilfe zu stehen kann

Der gerichtlich bestellte Betreuer bekommt seine kleine Aufwandsentschädigung dann aus der Gerichtskasse.

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