Vorsorge... Rente, Lebensversicherung etc.?

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9 Antworten

Vorsorge ist wichtig, es muss aber passen.

Welche Risiken sollen abgesichert werden?

Hast du eine BU Absicherung? BU=Berufsunfähigkeit. So eine BU sichert im Fall von längerer (ab 6 Monaten Arbeitsunfähigkeit) bis zur dauerhaften Berufsunfähigkeit das Einkommen. Die zahlen Lebenslänglich.

Für den Fall des frühen Todes wäre eine Risikolebensversicherung ein Segen für die Kinder und den Partner oder die Partnerin. Damit zum emotionalen Verlust nicht auch die finanzielle Katastrophe kommt.

Alles andere (Kapital Lebensversicherung, Riester, Fondssparen, Bauspar-Scheixxxe, Anlage bla bla bla) ist gegen die beiden genannten Luxus, Schnick-Schnack und überflüssig. Dein Geld kannst du alleine viel besser verbrennen.

Bankberater sind Verkäufer. Sie müssen dir das anbieten,was ihr Arbeitgeber ihnen vorschreibt.In schlimmen Fällen wurden von einer großen deutschen bank gar schon Invests den Kunden angedreht, welche die Bank abstoßen wollte. Schlimmer gehts wohl nicht.

Wenn du dein Geld wirklich gut an der Börse anlegen willst, kommst du nicht um eigene Recherchen und Erfahrungen herum. Gute Literatur hierzu gibts genug - Bücher und Fachzeitschriften. Unbedingt die Grundregeln beachten, nicht auf angeblich heiße Tipps aus dem Umkreis hören und striktes Risikomanagement einhalten.

Für nähere Infos kannst du mich gerne anschreiben. Da wäre ein mündliches erklärendes Gespräch besser als seitenlange Dialoge. Eigene Interessen verfolge ich hierbei nicht. Viel Erfolg.

Vielen dank für das Angebot, ich habe darüber schon einbishen in einigen Foren geblättert, man stößt sehr oft auf Leute, die mit Aktien fasst alles Verloren haben. Geht natürlich mit sicherheit auch anders rum, aber um an der Börse tätig sein zu können braucht man Ahnung, Zeit und ständigen Zugang zu der Börse. Ich bin mir nicht sicher, ob soetwas für so jemanden wie mich ist?!

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@Wladjka

Das kann ich dir auch nicht beantworten. Es gibrt aber gewisse Regeln. Wer die beachtet, wird mit Sicherheit nicht "alles verlieren".

Schau dir allein die Charts der Indizes an und du siehst, wie die Kurse sich über längere Zeiträume entwickelten.

Wer dagegen sein Geld den Banken leiht, sprich Sparbuch, verliert mit Sicherheit. Zumal bei null und Minuszinsen.

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wie sinnvoll ist es heutzutage sich privat abzusichern?

Es ist sinnvoll immer vorzusorgen, es sei denn

  • Man ist schon fortgeschrittenen Alters und kann keine Vermögenssteigerung erzielen, die ein Vesorgungsniveau über GruSi ermöglicht
  • Man ist bereits Nettovermögensmillionär oder zumindest so finanziell aufgestellt, dass man sämtliche laufenden Kosten zu mind. 100% aus passivem Einkommen tragen kann
  • Man weiß heute definitiv, dass man nicht alt werden wird, z.B. aufgrund bereits bestehender schwerer Erkrankung

Machen private Absicherungen heutzutage überhaupt Sinn oder sollte ich
das überschüssige Geld eher in das Haus stecken oder gar überlegen mehr
Immobilien zu kaufen???

Du hast in deinem Beitrag Lebens- und Rentenversicherungen angesprochen und später dann in deiner Frage Immobilien.

Hier möchte ich einwerfen, dass alles irgendwo seine Daseinsberechtigung hat, die Rentenversicherung ebenso wie die fremdgenutzte Immobilie. Was nun für dich am sinnvollsten ist wird sich ohne Bedarfsanalyse nur schwerlich sagen lassen.

Bei der Investition in Immobilien gibt es viele Dinge zu beachten. Wer hier im Vorfeld schlampig oder nachlässig ist hat oft mit Sachen wie Leerständen, Mietnomaden oder ähnlichem zu tun.

Du machst zwar Angaben zu deinem Alter und deiner Lebensituation, nennst aber keine Zahlen und auch nichts was auf dein Risikoprofil schließen lässt.

Daher kann mein Rat nur sein suche einen Maklerkollegen in deiner Nähe auf, der sich damit auskennt und der mehr kann als nur eine Versicherung zu vermitteln. Altersvorsorge und Vermögensaufbau sind sehr individuell.

Beispiel: Ich bin ein 32-jähriger selbständiger Unternehmer mit 6-stelligem Jahresnettoeinkommen. Ich habe keinen Partner und keine Kinder. Ich bin seit Jahren in der Finanzdienstleistung und an der Börse aktiv und habe ein gegen 0 tendierendes Sicherheitsbedürfnis. Daher sind etwa 80% meiner Vermögenswerte in Aktien etc. angelegt. Wertschwankungen sind mir egal.

Bei dir kann das aber ganz anders aussehen und du würdest mit meiner Aufstellung vielleicht nicht glücklich werden, oder ich mit deiner.

Zu fremdgenutzten Immobilien steh ich genauso im momment, hängt viel Risiko dran und das ist der Grund weshalb ich hier schreibe.

"Zahlen" sind bei mir sehr Variabel und ich hoffe, dass sich da auch in Zukunft was ins Positive ändert und stabilisiert. Ich bin Handwerksmeister, muss manchmal auf der Baustelle mitmachen und hatte auch bereits einige Unfälle (soviel zu meinem Risikoprofil)

Sich von jemandem Beraten zu lassen ist schwer, Berater = Verkäufer, einen neutralen Berater zu finden eher unwahrscheinlich... Wo fängt man an?

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@Wladjka

Du kannst dich gegen Honorar beraten lassen, dann sei aber bitte bereit eine 4-stellige Summe auf den Tisch zu legen, denn Gesamtkonzept aus Vermögensaufbau, Altersvorsorge und ggf. Risikoabsicherung ist sehr arbeitsintensiv.

Die Alternative wäre der Makler, rechtlich ebenfalls auf deiner Seite, wie der Honorarberater. Dieser kostet dich direkt nichts, erhält aber eine Courtage von dem Unternehmen bei dem letztendlich ein Vertrag zustande kommt.

Die dritte Alterantive ist eine Ausbildung oder ein Studium mit dem Schwerpunkt Versicherungen, Immobilien und Finanzen. Dann kannst du in 3-4 Jahren, in ggf. verändertem Marktumfeld das ganze ohne fremde Hilfe angehen und dich selbst managen.

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Hallo Wladjka!

Eine gute Frage!
Ob es Sinn macht vorzusorgen, diese Frage kannst Du dir selbst am besten beantworten. Wenn Du später die Dinge oder was Dich eben dann interessiert weiter machen möchtest, wirst Du nicht drumherum kommen etwas für später zu tun.
Du wirst sehr wahrscheinlich später genau so viel Geld benötigen, (wenn Du nicht vorsorgst aber nicht haben) wie jetzt, nur teilt es sich wahrscheinlich anders auf. Dann möchtest Du vielleicht mal das Kino für Deine Enkel bezahlen oder so ;-)
Wenn Du vorsrogen möchtest, stecke bitte nicht das ganze Geld in eure selbstbewohnte Eigentumswohnung, eine eigengenutzte Immobilie ist keine wirkliche Altersvorsorge (ich weiß, dass glauben viele nicht, ist aber so) Es ist etwas schönes emotionales. Bedenke aber Dein Vermieter ist erst einmal die Bank. Dann ist die Wohnung iwann bezahlt, dann muss sie wieder saniert werden. Dann fallen Kosten am Haus selbst an (Heizung, Fassade, Dach usw.) Du siehst eine eigengenutzte Immobilie kostet aucgh viel Geld, nur vielleicht nihct eine monatliche Fixgröße, wenn sie bezahlt ist, dafür brauchst Du größere Summen auf einmal.
Mit Rentenversicherungen, Lebensversicherungen oder deratigen Verträgen kannst Du auch keine wirkliche Vorsorge mehr aufbauen, da die Verzinsung viel zu schlecht ist, die Beiträge damit etwas ordentliches an Rente oder Kapital vorhanden ist, viel zu hoch. Glaub mir ich weiß wovon ich rede, das ist mein Job, Mandanten in diesen Breichen zu beraten.
Aus meiner Sicht, das mache ich persönlich genau so, gibt es derzeit für "Normalbürger" also nicht Millionäre im wesentlichen nur zwei interessante Wege (Diese gehen im übrigen auch die meisten Millionäre, nur haben die noch etwas mehr Möglichkeiten). Zum einen der etwas "leichtere" nur auf die Umsetzung bezogen, Weg. Du investierst in einen Fondssparplan (nur Fonds ohne Augabenaufschlag!!!) Monatlicher Betrag und Risiko muss in einer Beratung ermittelt werden. Der zweite Weg, Du kaufst eine Immobilie (z. B. kleine Wohnung) als Kapitalanlage. Vorteil Immobilie, die Inflation arbeitet FÜR Dich, Du schaffst Vermögenswerte und ein Dritter (Mieter) bezahlt Dir Deine Altersvorsorge ;-) Wenn man mit Kopf und Verstand an die Sache rangeht, sich selbst informiert, dann braucht man auch keine Angst haben, bzgl. Mietnomaden und was sonst noch so alles kursiert. Wichtig ist, DU musst Dich um Dein Geld kümmern! Als letztes noch, unbedingt falls noch nicht vorhanden eine Risikolebenversicherung für Deine Familie machen, sonst ist die Wohnung wenn Dir etwas passiert vielleicht wieder schnell weg :-(

Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen!
VG Michael

RisikoLB habe ich mir auch schon gedacht, Problem: Ich bin Handwerksmeister mit überwiegender Tätigkeit im Büro und Verkauf, falls aber Leute ausfallen und das passiert sehr oft, muss ich einspringen und ab hier wird es sehr teuer!

Immobilien sind im Moment für mich das Sinnvollste (denke ich) besonders was Renovierung der Wohnung angeht, bekomme ich im kompletten Handwerksbereich sehr gute Preise für Material. Was passiert aber wenn man die Wohnung nicht losbekommt. Mietnomaden, Schäden und schlimmsten Falls Deflation.

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@Wladjka

Hallo Wladjaka, eine reine Risiko-LV (ich sprach jetzt nicht von einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder so) ist auch mit Deinem Beruf nicht wirklich teuer. Schau einfach mal im Netz, da wirst Du günstige Tarife finden (wenn Du nichts passendes findest, kannst auch gerne mich fragen ;-). Nachdem was Du schreibst, bist Du ja geradezu perfekt für eine eigene Immobilie als Kapitalanlage geeignet. Sicher gibt es immer wieder Risiken, viele kann man aber auch kalkulieren. Ohne jegliches Risiko geht es heute einfach nicht mehr, wenn man etwas auf die Beine stellen möchte. Wenn Du eine Immobilie (Wohnung) findest, mit einer guten Lage, darauf achtest das die Wohnung vernünftig versichert ist (Schäden) Du dir von den Mietern eine Schufaauskunft einholst, vom Vorvermieter eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Mieter geben lässt, dann hast Du das Risiko schon deutlich minimiert. Gegen das Risiko des Mietnomaden, kann man sich für relativ wenig Geld sogar versichern. Ich kann Dir nur empfehlen Dich auch mit der Materie Immobilie als Vermögensanlage zu beschäftigen. Eine Immobilie in guter Lage bekommst Du über kurz oder lang immer verkauft. Also Du siehst es gibt für fast alles eine Lösung. Vor allem, das ist wesentlich besser als nichts tun, dann hast Du später nämlich garantiert nichts ;-) Also "TUN" das ist meistens der schwierigste Schritt :-)

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Gekaufte Wohnung. Und die Bank hat dir keine Risikolebensversicherung verkauft? Fände ich notwendig, mit fallender Versicherungssumme, angepasst an die Kredithöhe.

Wohin mit dem überschüssigen Geld? Gute Frage. Sollte es wirklich ein Fonds deiner Hausbank werden, dann pass auf, daß du eine schriftliche Beitragsgarantie hast. Bekommt man wenigstens seine eingezahlten Beiträge zurück. Je höher die versprochene (wird niemals garantiert) Rendite, um so höher ist auch das Risiko. Ich bin eher der Typ sichere Seite. Nicht so gierig sein und wenn das Geld reicht, wird die nächste Eigentumswohnung gekauft.

Noch ein Tipp von mir, aber auch nur in dieser Form, weil ihr euch nicht an die Börse rantraut.

Dann legt bitte einen Teil eurer Spargroschen (normal nimmt man 10-20%, in eurem Fall rate ich aber zu mehr) in Gold, Silber und Platin an.

Der größte Fehler wäre, es mittels Sparbuch Banken zu leihen.

Ihr müsst es auch nicht im Garten vergraben oder in einem Bankschließfach verstecken, wo es in einem durchaus nicht auszuschließenden schlimmen Fall des Goldverbots auch keinesfalls sicher wäre. War z.B. In USA unter Roosevelt der Fall.

Aufbewahrung in einem Schweizer Zollfreilager ist sicher, kostet nicht die Welt und hat zudem den Vorteil, dass für Silber erst die deutsche Mehrwertsteuer anfällt, wenn ihr es euch nach Deutschland ausliefern lassen möchtet. Was jederzeit problemlos möglich ist.

Bitte kein Papiergold an der Comex kaufen, wo auf eine physisch dort vorhandene Unze tatsächlich hunderte "glückliche" Besitzer kommen. Wehe, ein paar davon verlangen mal die Auslieferung. Wäre allerdings super für den Goldpreis.

Vielen Dank, ich schau mir mal dein Tipp genauer an! 

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Wer kann schon so genau sagen, was in 37 Jahren sein wird, wenn du in Rente gehst!

Ich denke, dass eine gute Aktienberatung immer noch Sinn macht.

Wo bekommt man eine "gute" Aktienberatung? Das wäre auch mal interessant, bloß im momment habe ich keine Ahnung davon.

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@Wladjka

Mich hat meine Hausbank wirklich gut beraten.Hol dir bei deiner einen Termin und dann noch bei einer anderen, damit du vergleichen kannst!

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@Zumverzweifeln

Die Hausbank bietet nur ihre eigenen Fonds/Produkte an. Mit genügend Ausgabeaufschlag. Schön, daß du damit zufrieden bist.

Hast du einen Vergleich ?

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@BenniXYZ

Ja, sicher. Ich habe lange recherchiert und am Ende war dann doch meine Bank die günstigste. Übrigens auch von Stiftung Warentest bestätigt.

Deshalb habe ich ja auch zum Vergleich geraten!

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Solltest Du eine Ahnung haben, welche Aktie ihren Kurs in den nächsten 20 Jahren vervielfachen wird wie in den letzten 20 Jahren Amazon und Apple, dann könntest Du die Zukunft Deines Kindes mit der Investition von einigen 1000 € sehr erleichtern. ;-)

Zügig den Immokredit abzahlen. Das ist das sinnvollste.

Wäre eine Möglichkeit... ich könnte Theoretisch den Kredit innerhalb von ca 10-12 Jahren tilgen. Bedeutet aber, dass man 12 Jahre auf die spaßigen Seiten seines Lebens verzichten muss und das wollte ich eigentlich umgehen. Ich würde ungern Arbeiten gehen nur um so schnell wie möglich die Bude abzubezahlen.

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