Vorsicht Unwissen von Tierärzte, habt ihr Erfahrungen?

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18 Antworten

Ja, ich habe meinen Anteil an Tierärzten die einach mal etwas komplett falsch einschätzen.
Das ist jetzt gute 15 Jahre her, mein Welpe wurde in der Spielgruppe von einem erwachsenen Hund gebissen ("der mag keine Welpen aber ich will einen kaufen also soll er das schonmal lernen" -.-). Durch die Schädeldecke wie sich später herausstellte und so das letzten Endes auch das Gehirn was abbekommen hat.

Nach diesem Angriff hab ich meinen umhertaumelnden Welpen ("die hat sich nur erschreckt, ist doch gar nichts!") ins Auto gepackt und bin zu meinem TA gefahren, unterwegs hat sie sich die Seele rauskekotzt, Gehirnerschötterung hab ich mir so gedacht. Der TA meinte das es wohl nur ein Schreck war und vielleicht die Halswirbelsäule ein bisschen verdreht. Nichts dramatisches.

Dem Würmchen ging es in den nächsten Tagen immer schlechter, sie bekam Fieber und versuchte sich zu verstecken wenn man an ihren Kopf wollte. Wieder zum TA, diesmal meinte er sie hätte wohl was gefressen das sie nicht verträgt und wär im Zahnwechsel. Mit 13 Wochen schon?

Also zu einem anderen TA. die Sitoation geschildert, der Hund wurde geröntgt und ein Bruch in der Schädeldecke festgestellt der angefangen hatte sich zu entzünden. Der Hund hatte mittlerweile hohes Fieber und war sehr wackelig unterwegs, mir wurde nahegelegt sie einschläfern zu lassen, das würde nichts mehr wenn der Knochen nach den 4 Wochen noch immer nicht geheilt wäre würde er das auch nicht mehr.

Total bedröppelt bin ich zu meinem Hausarzt, ich hatte beim kochen ganz geschickt das messer durch die Finger gezogen - war eben etwas durch den Wind. Während er die Flosse verbunden hat hab ich dann von meinem Hund erzählt, er meinte das ich sie doch einfach mal veorbeibringen sollte, seinen Dackel würde er schließlich auch selber behandeln.
Erste Überraschung: Er hat die Haut auf dem Kopf angeritzt, den ganzen angesammelten Eiter rausgespühlt und alles schön verbunden, das sollte ich jetzt jeden Tag neumachen bis es nichtmehr saut. Dann hat er mir ein pflanzliches Mittel mitgegeben das seinem Hund super geholfen hat nachdem er meinte Autos jagen zu müssen und die Hüfte gebrochen hatte. 3 Wochen später war der Hund wieder soweit fit, kein Fieber mehr, keine Entzündung und laut dem Röntgenbild bei einem erneuten Besuch beim TA war der Bruch fast ganz verheilt.

der Hund wurde 12 Jahre und starb an Krebs, sie behielt ein leichtes Schielen und eine Sehschwäche zurück und war etwas dusselig alber trotzdem ein ganz toller Hund.

richboss 04.07.2017, 18:05

welches Mittel dein Arzt den empfohlen?

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Achwasweissich 04.07.2017, 18:21
@richboss

Wenn ich das mal noch wüsste. Ich hab überlegt wie bekloppt als sich meine Oma mit ihrer schweren Osteoporose die Rippen gebrochen hatte aber da wusste ich es schon nicht mehr, was mit "R" vorne mein ich.

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Hallo, 

kann dich da gut verstehen. Habe auch negative Erfahrungen machen müssen, wo ich jedoch nicht ganz unschuldig bin. Bei meinen Hunden damals zum Glück nicht. Aber Pferd und Kaninchen.

Ähnlich wie bei dir - 3 Tierärzte und 3 verschiedene Diagnosen. Bis letztlich ein Orthopäde Halswirbelarthrose diagnsotizierte. Mein Wallach war, dadurch das er noch andere Gelenksprobleme hatte, schon längst nicht mehr reitbar, was die Tierärzte vorher aber auch anders gesehen haben. Liegt wahrscheinlich aber auch daran, dass Pferdefachtierärzte es gewohnt sind bis zum geht nicht mehr ein Pferd zu reiten.

Eines meiner Kaninchen hatte nach einfachen Zahnbehandlung plötzlich noch mehr Probleme mit seinen Zähnen als vorher + Zahnwurzelentzündung. Er verlor nach und nach sogar Zähne. Bis ich dahinter gekommen bin, dass man Zähne unter keinen Umständen knipsen darf, sondern schleifen muss. Leider nicht für alle Tierärzte selbstverständlich. Für einen Tierarzt, der auf Zahnheilkunde spezialisiert ist jedoch schon.

Diese beiden Fälle haben mir gezeigt, dass ich mich einfach gleich an einen Fachmann wende. Ich habe zwar eine gute Haustierärztin, aber künftig wenn eines meiner Tiere humpelt/lahmt, dann gehe ich gleich zum Orthopäden. Oder wenn es ein Herzgeräusch/Lungenödem was auf Herzprobleme zurückzuführen ist, dann geh ich auch gleich zu einem Kardiologen. Ebenso lasse ich größere OP´s auch nur noch in der Klinik machen. Das würde ich jedem Tierhalter auch so empfehlen. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Ich habe nun schon seit 39 Jahren eigene Tiere, bei denen die Verantwortung, einen TA zu besuchen, dann bei mir lag.

Wahrscheinlich habe ich bei meinen Tieren oder meinen diversen Tierärzten total Glück gehabt.

Ich kann mich in dieser ganzen Zeit eigentlich nur an einen TA erinnern, bei dem ich mir bis heute nicht sicher bin, ob der Tod meiner Hündin durch seine falsche Diagnose und Behandlung verursacht wurde.

Es ist aber schon gut 30 Jahre her, dass eine meiner Whippethündinnen im Wald gegen einen Baum geknallt ist (im vollen Lauf). Sie fiel bewusstlos um, blutete aus dem Maul. Es war ein Rosenmontag, also ab zum Nottierarzt.

Sie ist einige Stunden später verstorben, ob dem TA die Problematik des extrem empfindlichen Herz-Kreislaufsystems eines Windhundes nicht bewusst war - oder ob die Schädelverletzung so schwer war - ich weiß es nicht. Damals war ich auch viel zu geschockt, um die Angelegenheit später noch zu verfolgen.

Aber ansonsten habe ich niemals - auch nicht bei unseren diversen Würfen - einen inkompetenten TA erlebt. Oft habe ich meinen TA auch nicht gewechselt, nur einmal, weil er aus Altersgründen die Praxis aufgegeben hat, ein anderes Mal durch einen Umzug.

Aber auch die diversen Notfall-TA, die man im Laufe eines Hundelebens kennenlernt (denn grundsätzlich passiert ja etwas außerhalb der normalen TA-Zeiten), gaben nie einen Anlass zur Klage.

Auf jeden Fall ist es immer sehr wichtig, als Hundebesitzer erstens einen TA zu haben, dem man wirklich voll vertraut und zweitens, sollte man immer auch ein wenig mitdenken. Und nicht - um z.B. Geld zu sparen - erst viel zu spät einen TA aufsuchen.

Alles Gute für alle Hunde

Daniela

Für Vogelhalter gibt es die Seite Vogeldoktor über vogelkundige Tierärzte (inklusive Bewertungen). 

Keine Ahnung, ob es eine ähnliche Seite für TÄ mit besonderen Schwerpunkten bei Hunden gibt. 

Ich würde heutzutage in so einem Fall nach der ersten Fehldiagnose in einem großen Hundeforum bzw. Hundeforum mit Schwerpunkt Gesundheit/ Behandlung etc. nach einem Tipp für einen Tierarzt in meiner Nähe fragen. Meist gibt es da schon gute Empfehlungen von Haltern mit ähnlichen Erfahrungen/ Krankheiten ihrer Hunde.

Ein guter Tipp meines Tierarztes war es, Symptome aufzunehmen (je nachdem audio oder Video). So kann man genau beschreiben, was man meinte. Mein Wellensittich hatte z.B. Atemprobleme und es fiel mir sehr schwer, die verschiedenen Geräusche zu beschreiben, die er natürlich in der Praxis dann nicht machte. Ein anderer Wellensittich hatte einen hängenden Flügel, den der TA auch in der Praxis nicht sehen konnte, aber auf dem Handybild.

Bei den Atembeschwerden war es z.B. so, dass anfangs alles Mögliche unterrsucht wurde, aber nichts gefunden (auch zweimal auf Verdacht behandelt, mit meinem Einverständnis). Mein Tierarzt redet unheimlich gern, er erzählt alles Mögliche, was er schon mit den Symptomen erlebt hat, wie er was behandelt hat, was er aus der Forschung gelesen hat etc. Und am Ende des langen Gespräches erwähnte er, dass er mal größere Papageien gehabt hätte mit diesem Symptom, die etwas in der Luftröhre hatte. Wir vermuten jetzt, dass es mit meinem Vogel ähnlich ist, weil der mal längere Zeit versucht hat, ein Korn/ eine Spelze wieder loszuwerden - evlt. steckt da eine Speöze in der Luftröhre. Hätte der Arzt nicht so lange geredet, wäre mir dieser Vorfall in dem Zusammenhang gar nicht mehr eingefallen (ich war schon mehrfach ergebnislos aufgrund der sich wiederholenden Symptome biem TA und konnte nie einen gemeinsamen Nenner finde bzw. trotz Behandlung kamen die Symptome immer wieder).

In einem anderen Fall war ich mit einem Vogel da, der keine Symptome beim Arzt zeigte, Röntgenbild okay und aufgrund meiner Beschreibung konnte dann eine Flügelverrenkung (Fachbegriff ist mir entfallen, etwas mit L...) festgestellt werden. Auch nur von einem von zwei anwesenden Tierärzten, weil die wohl schwer zu ertasten war.

Also, ja, man muss suchen und dran bleiben und leider auch Glück haben. Man steigert das Glück, indem man in Foren nach passenden Tierärzten fragt, Halter mit Tieren sucht, die ähnliche Probleme hatten (oft findet man Tipps, die schon mal helfen) und die Symptome möglichst genau beschreibt/ aufzeichnet und auch alles erwähnt, was man selbst vielleicht gar nicht als Symptom einordnet.

Mit meinem TA habe ich Glück, weil der selbst sehr intensiv nachforscht und auch versucht, dem Tier zu helfen, wenn die Diagnose nicht eindeutig feststeht bzw. oft nach Diagnosefindung noch dies und jenes untersuchen will, um gang sicher zu gehen (das ist keine Geldmacherei). Ein anderer TA wollte mir für 2 Vögel mit gegenteiligen Symptomen ein Medikament verschreiben, dass beide ihr Leben lang nehmen sollten. Beim Rausgehen hörte ich dann, die Katze eines anderen Kunden hätte eine Krankheit, gegen die sie ihr Leben lang ein Medikament einnehmen müsse - natürlich erhältlich bei dem TA! Einer der Vögel verstarb dann während der Betreuung in der Praxis. Ich habe den von einem anderen TA obduzieren lassen und den zweiten dort auch vorgestellt - da war von der Diagnose des ersten TAs nichts mehr zu sehen und die Todesursache war nicht diese zuerst diagnostizierte Krankheit. Also manchmal lohnt sich eine zweite Meinung, wenn man skeptisch ist.

Es gibt aber auch Bereiche, in denen Tierärzte uneinig sind. Bei mir ist das die Ernährung, da bekomme ich von jeder Seite andere Tipps, mal nur Körner, mal vor allem Gemüse, mal Hülsenfrüchte, mal keinesfalls Hülsenfrüchte etc.

Deamonia 17.08.2017, 10:48

"Keine Ahnung, ob es eine ähnliche Seite für TÄ mit besonderen Schwerpunkten bei Hunden gibt."

Bei Hunden keine Ahnung, aber für Frettchen gibt's das definitiv.

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Wenn du schon einen "Tierorthopäden" an der Hand hattest, von dem du überzeugt bist, warum bist du mit deinem Hund denn dann nicht gleich zu dem gegangen? Hätte dir sämtliche Kosten für den "restlichen Unsinn mit Psychiater etc." erspart.

Für die Probleme die du hast, dass du zum Psychiater gehen musst, kann ja der Tierarzt nicht wirklich was dafür. 

Ich hätte garnicht so lange gewartet, läuft der Hund komisch gleich zum Fachmann. Gangbildanalyse machen und auf ein Röntgenbild des Bewegungsapparats BESTEHEN. Du alt Halter kannst doch das am besten beurteilen. Zumal du ja einen Fachmann hattest. 

Achtet mal darauf daß ihr beim Tierarzt eine Diagnose bekommt...  Und nicht nur "auf Verdacht" Antibiotika etc.  Häufig ist es so - der TA weiß zwar auch was genau dem Hund fehlt - aber es wird rumprobiert.  Erst gibt es Antibiotika - wenn das nicht hilft gibts Cortison.  Und wenn das auch nicht hilft....

Es ist erschreckend wieviele Tierbesitzer sich mit einer "Spritze und ein paar Tabletten" abfertigen lassen ohne zu hinterfragen. Wenn man die Leute dann fragt was der Hund denn jetzt genau hat können sie es einem nicht sagen.

Tiere werden eingeschläfert und die Besitzer wissen nicht mal genau welche Krankheit das Tier denn nun eigentlich hatte.

Bei Tierärzten gilt genau wie bei der Fütterung etc. - kritisch sein, hinterfragen, Wissen aneignen. Ich weiß daß die meisten Tierärzte es hassen wenn man Fragen stellt.  Und natürlich meine ich jetzt nicht daß man mit Halbwissen aus dem Internet prahlen sollte. Aber Interesse und Nachfragen muß erlaubt sein.

Deamonia 17.08.2017, 10:49

Volle Zustimmung. Ich hab bei einem meiner Frettchen auch schon mal mehrere Hundert Euro für die Diagnose ausgegeben, weil ich mich geweigert habe "auf Verdacht" zu behandeln...

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Hallo,

es ist erschreckend, was Du schreibst. Das gleich drei Tierärzte versagt haben, das ist wirklich für Dich sehr ärgerlich und Dein Hund musste unnötig Schmerzen aushalten.

Irgendwann denkt man sich wohl, wie Du schon geschrieben hast, dass man eine falsche Wahrnehmung hat. Ich kann gut verstehen, dass Du über den ganzen Hergang schreiben wolltest. Rückgängig kann es natürlich niemand machen und jetzt wird Deinem Hund endlich geholfen.

Alles Gute für Euch beide und l.G. Susanne 

SusanneV 04.07.2017, 15:49

Danke fürs Kompliment.

Ich kann Dich, was das Zweifeln an Deiner Psyche, deshalb so gut verstehen, weil mir mal was ähnliches passiert ist. Zwar gings da um meine Gesundheit, aber mich haben auch mehrere Ärzte untersucht.

Vor zwei Jahren musste ich mich ständig übergeben, hatte einen Blähbauch und  Durchfall. Magendarmspiegelung war ohne Befund und auch zehn Tage Krankenhausaufenthalt haben nichts gebracht. Ich nahm nur noch ab und mir wurde gesagt, dass das psychisch bedingt sei. Da ich aber keine Probleme hatte, wollte ich mich damit nicht abfinden. Das Ende vom Lied war, ich habe Laktoseintoleranz .....

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kuechentiger 04.07.2017, 16:41
@SusanneV

Tja, solche Geschichten gibts bei Humanmedizinern glaub ich öfter, als bei Tierärzten. Ich hab da auch so meine üblen Erfahrungen.

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VanyVeggie 04.07.2017, 19:06
@kuechentiger

Ich auch. ._. Und die waren wirklich schlimmer als bei unseren Tierärzten.

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Du schreibst u.a.folgendes:

"und einfach nur mit dem Leid des Tieres Geld machen wollten". 

Wenn diese Tierärzte mit dem Leid des Hundes hätten Geld machen wollen, dann hätten sie ihn durchgeröntgt, in die Röhre geschoben, operiert und und und da gäbe es viele viele Möglichkeiten.....

Ein Tierarzt bot ja eine OP an, dabei hätte man gemerkt, dass es sich um einen Kreuzbandriss handelt:  wenn der Hund in Narkose liegt, wird er nochmals gründlich untersucht und erst dann kann man den Schubladentest korrekt ausführen!

Aber es wurde dir vermutlich auch gesagt, dass man den Hund mal in Narkose legen müsste?  Das Gangbild eines derartigen Mischlings,  krumme Gliedmaßen des JR + kurze Pinscherbeine, zu beurteilen ist wirklich nicht einfach, zumal diese Hunde sich häufig sehr widerspenstig oder sehr  zappelig zeigen bei Untersuchungen....

Was erwartest du jetzt hier auf einer  Frageplattform für einen Rat?

Sprich mit den von dir konsultierten Tierärzten in diese Sache, nur die wären jetzt deine Ansprechpartner!

Nun - ich denke man muß sich mal klarmachen was "normale" Tierärzte sind. Sie sind "Allgemeinmediziner".  Sie müssen Ahnung haben von Hunden, Katzen, Kaninchen, Mäusen, Ratten, Hamstern, Vögeln etc. etc.  Und alle diese Tiere haben spezielle Krankheiten. Da hat es ein Humanmediziner wesentlich leichter.

Ein normaler Tierarzt in einer normalen Praxis kann nicht alles wissen. Die wissen nur von allem ein bisschen was.  Und sie bieten üblicherweise das an was sie in der Praxis als Untersuchungsmöglichkeit haben.  Nicht alle haben ein Röntgengerät - und viele können keine Röntgenbilder lesen. Nicht alle haben ein Ultraschallgerät - und wenn - heißt das noch lange nicht daß sie damit umgehen können etc.

Eine normale Tierarztpraxis lebt vom Impfen, Entwurmen, Futter verkaufen und kleinere Verletzungen behandeln.  Wenn es komplizierter wird, sind viele überfordert.

Und jetzt kommt der Unterschied:   EIn guter Tierarzt kennt seine Grenzen und schickt seine Patienten im Zweifelsfall in eine gute Klinik oder eben zum Spezialisten.  Ein schlechter Tierarzt wird nicht zugeben daß er keine Ahnung hat was dem Tier fehlt und es immer weiter mit irgendwelchen Medikamenten behandeln.

Ich hab die gleiche Geschichte durch wie Du. Meine Hündin lief fast ein Jahr mit einem Kreuzbandanriss rum weil ich dem Tierarzt geglaubt habe (die Aussage war - das Knie ist bombenfest, das kann kein Kreuzbandriss sein). 3 Monate wurde auf Zerrung behandelt, danach war es angeblich Spondylose oder die Bandscheiben etc. etc.  Auf dem Röntgen war nichts zu sehen. Selbst die Physiotherapeutin hat Kreuzband ausgeschlossen.

Bis das Band dann endlich gerissen ist - dann war es klar.  Die OP wurde verpfuscht, nach 4 Wochen ist das Kreuzband am anderen Bein auch noch gerissen und danach noch der Meniskus.  Ungefähr 7000 Euro später hatte ich einen Hund der den Rest seines Lebens nicht mehr richtig gelaufen ist.

Diese Geschichte war mir eine Lehre.  Sollte jemals nochmal einer meiner Hunde aus ungeklärter Ursache humpeln kommt er sofort in die Klinik und ins CT.

Vor vielen Jahren hat mal ein Tierarzt bei meinem damaligen Hund Knochenkrebs anhand eines Röntgenbildes diagnostiziert und mir empfohlen den 2 Jahre alten Hund einzuschläfern.

Ich hab das Röntgenbild genommen und bin in die Klinik gefahren. Der Orthopäde dort hat sich das Bild lange angesehen - dann hat er sich umgedreht und zu mir gesagt "Ich seh hier keinen Knochenkrebs - ich sehe nur ein schlecht belichtetes Röntgenbild".  Der Hund war kerngesund......




Meiner Tante ist letztes Jahr eine junge Katze zugelaufen. Als es dann beim Tierarzt drum ging, welches Geschlecht die Katze hat, hieß es "männlich". Nachdem die Kastration bei diesem TA teuer war, ist meine Tante zu einem anderen (zu gegebener Zeit). Dort hieß es dann, der TA findet nix, evtl. wurde der Kater schon kastriert oder die Hoden sind nach innen verlagert, sie solle noch bis zum Frühjahr warten. Irgendwann wurde der Kater dann immer dicker, bis klar war, dass es kein Kater war. Sehr ärgerlich, da man ja auch nicht unnötig Kätzchen in die Welt setzen wollte.

Ich verstehe deinen ganzen Text und deine Fragen nicht. Inhaltlich schon, aber wenn du einen guten Arzt an der Hand hast warum rennst du erst zu drei anderen? Ich kenne solche Probleme nicht. Ich habe auch bis jetzt den Rat meines Tierarztes nicht infrage gestellt.

Der Tierarzt hat die nötigen medizinische Kompetenzen um einem Tier zu helfen,was wir als Besitzer nicht haben und dem  Fachmann vertrauen. Wenn er dann nicht in der Lage ist Schritt für Schritt Untersuchungen einzuleiten, die nötig sind ( röntgen etc) fragt man sich wirklich ob es nicht Fließband Abfertigung ist. Dann muss man sich einen neuen suchen.

Fragt euch alle doch auch mal wie oft ihr selber zum impfen geht....

Manche Tierärzte holen die Besitzer jährlich zur komplett Impfung,was jedoch nicht immer nötig ist ( http://www.agtiere.de/haustier-impfungen/impfung-hunde/) bis auf eine Ausnahme: lepto

Einen guten Tierarzt zu finden kann sehr schwer sein,wenn man sich jedoch vorab etwas informiert und Hintergrund wissen hat,findet man jemanden der einen aufklärt und berät etc

Pauliwauly 04.07.2017, 13:54

In dem Fall ja war anscheinend der "Fachmann", der letztlich geholfen hat, ja auch schon von einer früheren Behandlung bekannt. Da frage ich mich schon, warum ich nicht gleich zu dem Arzt gehe, in dessen Fachgebiet die von mir vermutete Krankheit fällt. Bei Tieren fällt ja der ganze Unsinn mit Überweisungen zum Facharzt etc. ja weg. 

Ich finde auch, dass man es sich sehr einfach macht, wenn man auf die unfähigen Tierärzte schimpft, wenn man doch eigentlich genügend Auswahl hat. Es mag durchaus welche geben, wo man sich nicht gut beraten fühlt, aber in der Regel - und gerade als langjährigerer Tierhalter - hat man die recht schnell "ausgesiebt". Die Realität sieht ja aber oftmals anders aus, man gibt sich mit solchen zufrieden, und erst, wenn was nicht passt, wird plötzlich an der Qualifikation oder der Motivation gezweifelt.

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Mitchel94 04.07.2017, 15:00
@Pauliwauly

Ich muss sagen, bisher war ich immer mit dem Hautierarzt vollkommen zu frieden. Der hat bereits mehrere Tiere von mir wegen Tumor etc. operiert. Seit der seine zweite Gemeinschaftspraxis eröffnete. Zieht der nur noch das Geld aus der Tasche und versteht sein Werk nicht mehr. 

Bei dem Orthopäden einen Termin zu bekommen ist sehr schwierig da dieser auch ständig im Ausland agiert. Und der verlangt bei einem einfachen besuch gleich seine ca. 400 Euro nur zum nachschauen, wo mir einige Tierärzte fälschlicherweise gesagt haben mein Hund hat nichts und ich wäre mit nichts zu dem Arzt gegangen, dann wären 400 Euro weg, und der hätte mich gefragt ob ich noch alle Tassen im Schrank habe. 

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Pauliwauly 04.07.2017, 15:55
@Mitchel94

Jetzt widersprichst du dir aber selber.... 

In deiner "Frage" schreibst du, du bist am "nächsten Tag" zu der Praxis gegangen, wo der Orthopäde tätig ist. Scheint also doch recht kurzfristig ein Termin möglich gewesen zu sein. 

Und weiter schreibst du in deiner "Frage" "wenn nötig gibt etwas mehr Geld aus für einen echten Facharzt als für einen Haustierarzt" - hättest also - selbst wenn der Hund nichts gehabt hätte - doch das Geld gespart, was du für die anderen - ja im Endeffekt auch überflüssigen TA-Besuche - bezahlt hast. Und ich habe noch nie erlebt, dass einen ein TA gefragt hat, "ob man noch alle Tassen im Schrank hat", weil man ihn in der Annahme, sein Tier wäre krank, konsultiert hat, obwohl das Tier gesund war. 

Wir lassen seit Jahren unsere Pferde regelmäßig von einem Chiropraktiker durchchecken, der hat uns noch nie blöd angeredet, wenn er mal wieder umsonst zu einem der Check-Termine kam, weil mit den Pferden alles in Ordnung war. Das ist ihr Geschäft. 

Und wenn ich das Gefühl habe, dass ein TA einem nur das Geld aus der Tasche ziehen möchte, dann geh ich da halt nicht mehr hin. 

Ich kann verstehen, dass du ärgerlich über diese Situation bist, aber ich finde, man sollte auch seinen eigenen Anteil an der Misere nicht ignorieren und die Schuld dann nur bei den Tierärzten suchen. 

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Wenn ich Zweifel an einer Diagnose habe, steht es mir jederzeit frei, einen anderen Tierarzt aufzusuchen. Auch Tierärzte sind Menschen, die sich irren können.

Das du bei solchen alltäglichen Problemen sofort zum Psychologen rennst, ist dein Privatvergnügen. Dafür kann der Tierarzt nichts!

Danke,daß du das mal beschrieben hast.Ich habe einige ähnliche Erfahrungen hinter mir.Eine meiner Katzen bekam Narkose um den Zahnstein zu entfernen,nach 30 Stunden war sie wieder wach,aber die Nieren waren kaputt,Behandlung bei anderem T.A. und nach 2 Wochen eingeschläfert.

adventuredog 04.07.2017, 14:47

Die Katze wird vorher schon CNI oder ein anderes Problem gehabt haben, denn vom Narkosemittel bekommt eine Katze keinen Nierenschaden, zumal bei ZahnsteinEx nur eine leichte Kurznarkose gegeben wird. 

Es war wohl eher so, dass die Katze VORHER nicht gründlich genug gecheckt wurde? Normalerweise nimmt man auch Blut und  kontrolliert Leber, Nieren usw,  um eben dieses Problem auszuschließen. Aber aus Kostengründen wird da leider immer wieder drauf verzichtet. "Is' ja nur 'ne Zahnreinigung"..... 

Aber natürlich gibt es auch traurige Fälle, da wird alles getan und das Tier hat trotzdem einen Narkosezwischenfall. 

Tierärzte haben für bestimmte Fälle Versicherungen. Wurde der erste behandelnde Tierarzt informiert? die Katze hätte obduziert werden können um die genaue Todesursache festzustellen. Dem Tierarzt gegenüber wäre das fairer gewesen, als hinterher zu schimpfen....


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lisfi 04.07.2017, 16:15
@adventuredog

Ich schimpfe nicht,ich weiß wovon ich rede!Sie war gesund und hat keine Kurznarkose gehabt,sondern ein Mittel,das man längst nicht mehr nimmt.Hier auf dem Dorf haben wir nicht die Riesenauswahl an Tierärzten.Weißt du was,ich hab sie heulend begraben und hätte sie nicht noch zur Obduktion geschleppt.

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Nichts neues, Menschen sind ja auch nur Ärzte und davon gibt es nun mal gute und schlechte, egal ob normaler Arzt oder ein Tierarzt.

Ich habe sehr schlechte Erfahrungen gemacht, mit zwei Kliniken und beide Hunde sind gestorben.

Es war schrecklich was da gelaufen ist, ich traue keinem mehr was auch schlecht ist.

schön, dass du deinem ärger jetzt luft gemacht hast.

es steht jedem frei, den TA zu wechseln, wenn er nicht zufrieden ist

auch TA sind nur menschen.. und "wer frei von fehlern ist....

Mitchel94 04.07.2017, 12:00

Wenn es ein Tierarzt gewesen wäre okay, Aber gleich so viele die Flasch lagen und einfach nur mit dem Leid des Tieres Geld machen wollten. 

Habe mich mal informiert und zwar, Geht ein Mensch zum Hausarzt, Dieser nichts findet, Muss er den Patienten an einen Facharzt überweisen, Sonst kann er im Falle des Falles dafür belangt werden, Tierärzte müssen das nicht, auch bei falschen Behandlungen werden die Tierärzte nicht vor Gericht so belangt wie normale Ärzte. Das denke jäh führt da dazu ich mal mal was jäh schneit mal was auf, Mach wieder zu und schreibe eine ordentliche Rechnung.

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