Vorm Haus auf Gehweg Salz streuen, warum eigentlich?

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Niemand käme zu seinem Haus/ Wohnung, wenn es keine Straße gäbe. Andersrum, nur weil es kommunale Straßen gibt, ermöglicht es den urbanen Verkehr nicht nur für Fahrzeuge sondern auch für Fußgänger. Das kommunale Eigentum gehört also allen und ist für alle gedacht. Die Pflege und der Unterhalt dessen obliegt ja auch der Kommune und diese wiederum erhebt dafür Gebühren und Steuern. Die Straßenreinigung, z.b. Bei Laubfall, wird davon bezahlt. Weil jedoch bei Schnee und Eis größere Gefahren drohen und keine Stadtreinigung es je schaffen könnte überall in den Kommunen für die Sicherheit zu sorgen, haben so gut wie in allen Staaten der Erde, welche mit Schnee zu tun haben, die Pflicht zur Sicherung der Gehwege auf den Eigentümer des Anwesens auferlegt um die Sicherheit und den Fortlauf des urbanen Lebens der jeweiligen Kommune aufrecht zu erhalten. Natürlich könnte eine Kommune die Schneeräumung auf den Gehwegen vornehmen, aber das käme dann den Anlieger deutlich teurer als es jetzt schon ist. Und niemand dürfte vorher das Haus verlassen, bevor die Stadt ihrer Pflicht nachgekommen wäre, denn es gibt ja einen versicherungszwang. Wer dann hinfällt, hat halt Pech gehabt. Ein Bürgermeister/Statdrat etc muss ja auch abwägen, was sinnvoller ist und was bezahlbar ist. Und darum gibt es die Streu- und Schipppflicht für die Anlieger.

Woher ich das weiß:
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  • Grundsätzlich sind Städte und Gemeinden für die Sicherheit der Gehwege verantwortlich.
  • Durch Satzung oder Verordnung haben allerdings die meisten Kommunen die Winterpflichten für die Gehwege auf die Hauseigentümer übertragen.
  • Der Schnee der Gehwege darf dabei NICHT auf die Straße geschippt werden. In andere Gärten (ohne Zerstörung der Pflanzen dort) ist es vom Nachbarn hinzunehmen.
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Ich verstehe das nicht, ich bin ja nicht der Eigentümer des Gehwegs.

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@mulano

... und dann muss das der Eigentümer erledigen, kann es einem Mieter in den Mietvertrag schreiben oder alternativ einen Hausmeister/Räumdienst beauftragen und die Kosten umlegen.

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@mulano

Der Hauseigentümer ist durch die Kommune und durch die Gesetzeslage Verpflichtet .

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@Silberfan

Welche Gesetzeslage ist das? Würde mich interessieren. Ich kenne nur Gemeindesatzungen.

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Wenn ich ein Haus/Wohnung kaufe/miete, dann kaufe/miete ich doch nicht den Gehweg der davor liegt. Dann könnte ich da auch verbieten diesen zu nutzen, wenn er mein Eigentum wäre, dann würde ich Schilder aufstellen mit der Aufschrift "Benutzung auf eigene Gefahr".

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@mulano

Tja, warum bzw. wofür wir unsere Steuern zahlen, ist nicht immer klar.

In der Praxis ist es aber für die Kommunen schlichtweg nicht möglich, bei Schneefall alle Straßen (Bundes-, Land-, Kreis- und Gemeindestraße) zu räumen und dann auch noch jeden Fußweg. Deswegen wird das den angrenzenden Eigentümern auferlegt.

Da der Haubesitzer privatrechtlich auch den Weg zu seiner Haustür / Briefkasten in sicherer Zuwegung halten muss, ist das Bisschen Gehweg auch keine große Mehrarbeit mehr. Nur die Positionierung - wie geschrieben - ist mitunter eine Herausforderung.

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wurde eben so festgelegt

UND ALS TIERLIEBHABERIN SOLLTEST DU WISSEN, DASS MAN NIEMALS SALZ STREUEN DARF!

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Ich bin ein Mann und ich selber streue auch kein Salz, aber eigentlich müsste man es, gibt doch die Streupflicht?

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ne, man streut mit speziellem Streugranulat, Sand oder Sägespähnen

Salz ist schädlich für Tiere: für die Pfoten und es ist schlecht, falls die Tiere es essen

OK, du bist ein Mann (sorry, deiner Art nach dachte ich, dass du ein pubertäres Mädchen seist)

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@Schrumpfer

Sägespähne sind nicht zu empfehlen, da diese durchfeuchtet den Untergrund glitschig werden lassen, wenn es taut.

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Sand löst das Eis nicht auf, es macht halt den Untergrund griffiger.

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