Vorkaufsrecht bei Teilungsversteigerung

2 Antworten

Ich denke, dass das Vorverkaufsrecht ausgeübt werden muss, bevor es zu einer Teilungsversteigerung kommt. Genau wird das aber nur ein Notar sagen können.

Das geht nicht, da kein konkreter Verkaufsfall vorliegt. Es wird zur Teilungsversteigerung kommen.

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Hallo RobinHood2000 (oder schreibst Du dich bewusst falsch mit doppel „bb“, um Dich von dem richtigen Robin Hood zu unterscheiden?),

Deine Frage ist leider nicht ganz eindeutig, weil nicht ganz klar wird, was wirklich im Grundbuch steht.

Ich gehe aber mal davon aus, dass Ihr beide als Bruchteilseigentümer (zu je ½ ?) eingetragen seid, also keine Erbengemeinschaft seid, sondern dass dieses Grundstück von den späteren Erblassern noch zu deren Lebzeiten auf Euch übertragen wurde. Und dann ist wohl jeder Bruchteil mit einem Vorkaufsrecht zugunsten des jeweils anderen belastet.

Wenn es sich so verhält wie vermutet, dann käme es darauf an, wer Antragsteller der Versteigerung ist. Wenn Dein Bruder es allein ist, dann würde das auf seinem Anteil lastende Vorkaufsrecht (also das zu Deinen Gunsten) bestehen bleiben, das auf Deinem Anteil lastende Vorkaufsrecht aber durch die Versteigerung untergehen und aus dem Erlös abgefunden werden.

Weitergehende Informationen findest Du unter www.teilungsversteigerung.net.

Und wenn es nun Dein Bruder ersteigern sollte, so kannst Du das Vorkaufsrecht nicht geltend machen, weil Dein Bruder ja kein „Dritter“ ist. Aber das Vorkaufsrecht wäre nach wie vor da, und es gilt ja für alle Verkaufsfälle. Wenn Dein Bruder dann also das Grundstück später irgendwann weiterverkaufen will (und wenn es erst in hundert Jahren wäre), dann könntest Du (bzw. Deine Erben) dieses Vorkaufsrecht wieder geltend machen. Aber es bezieht sich ja wohl nur auf den Teil Deines Bruders. Du könntest dann also nur die ehemalige Hälfte Deines Bruders herausverlangen.

Viele Grüße

Klaus Dreyer

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