Vorheriger Vertrag als selbstständige escort dame?

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7 Antworten

Grundsätzlich können seit der Gesetzesnovelle 2002 auch Sexdienstleistungen grundsätzlich eingeklagt werden, da sie seitdem nicht mehr als "sittenwidrig" gelten. Dich als "selbständig melden" (also eine Gewerbeanmeldung) ist nicht Voraussetzung für die Gültigkeit irgendwelcher Verträge. Überhaupt ist es meines Wissens schwer ein Gewerbe als Prostituierte anzumelden. Daher firmieren die meisten Girls auch eher als "Masseurin" oder "Tänzerin"... .

Allerdings gilt seit 1.7.2017, dass sich Prostituierte (auch Gelegenheitsprostituierte) amtlich registrieren und beraten lassen müssen und dafür dann eine entsprechende Bescheinigung erhalten (im Volksmund "Hurenausweis" genannt). Für bisher in der Branche tätige Prostituierte gibt es eine Übergangsfrist bis 31.12.17, wer die Tätigkeit neu aufnimmt, muss auch umgehend diese Prozedur hinter sich bringen. Eine enge Zusammenarbeit der Gewerbe- und Finanzämter soll sicherstellen, dass Vater Staat seinen Anteil am Hurenlohn nicht entgeht... .

Bei den meisten Geschäftsmodellen des Paysex ist Vorkasse üblich, nur bei Stammkunden oder in Sauna- und FKK-Clubs zahlt man üblicherweise erst NACH dem Sex. Für den Kunden angenehm, für die Sexworkerin ggf. eine Zitterpartie. Lass Dir das Geld am besten BAR geben, ihr könnt ggf. auch 50% vorher und 50% nachher abmachen - dann hast Du eine Menge Sorgen los. Eine Alternative wäre eine Überweisung vorher, von der Du Dir einen Beleg oder Kontoauszug zeigen lässt. Das Finanzamt findet es praktischer, wenn das Geld über Dein Konto läuft - das Bankgeheimnis ist ohnehin Geschichte... .

Es soll ja auch schon vorgekommen sein, dass auf einer Rechnung etwas ganz anderes stand, als tatsächlich geliefert wurde... ;-)

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Verträge können nicht rechtskräftig sein. Sie sind wirksam oder eben nicht.

Dienstleistungsverträge sind i.d.R. wirksam wenn sie nicht gegen die guten Sitten verstoßen oder eine Seite unangemessen benachteiligen.

Vorkasse ist in der Branche aber die übliche Bezahlung, also sehe ich nicht so ganz wo finanziell dein Risiko liegen sollte.

Wenn du dies wiederkehrend machst, hast du dafür ein Gewerbe anzumelden. Geld verdienen und Hobby passen nicht zusammen.

Wenn du auf Dauer und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig bist, musst du ferner Rentenversicherungsbeiträge zahlen.

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er würde das Geld danach auf mein Konto überweisen

Er soll vorher überweisen, dann bist du auf der sicheren Seite.

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Der Vertrag wäre nicht gültig. Lass dir das Geld vorher in bar geben. Lässt er sich nicht darauf ein, hätte er es auch nicht überwiesen.

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PatrickLassan 11.07.2017, 19:58

Doch, wäre er zumindest grundsätzlich. Sogar Prostituierte können seit ein paar Jahren ihr Entgelt einklagen.

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Verträge in dieser Richtung sind sittenwidrig und somit ungültig. Also würde dir das nichts bringen. Aber soweit ich durch Kino und Internet richtig informiert bin erfolgt die Zahlung vorher. Solltest du auch drauf bestehen...

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PatrickLassan 11.07.2017, 20:02

Das war einmal. Seit 2002 ist die Rechtslage anders.

§ 1 des Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten (Prostitutionsgesetz - ProstG):

Sind sexuelle Handlungen gegen ein vorher vereinbartes Entgelt
vorgenommen worden, so begründet diese Vereinbarung eine rechtswirksame Forderung.

https://www.gesetze-im-internet.de/prostg/__1.html

4

In diesem Gewerbe ist Vorkasse üblich!

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Hallo.

Träum weiter.

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