Vorherbestimmung, Real?

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6 Antworten

Vorherbestimmung gibt es nicht, weil sich freier Wille und Vorherbestimmung ausschließen und die Menschen nunmal einen freien Willen haben.

Hätten sie nämlich keinen, würde dies dass ganze System der Vorherbestimmung sinnlos machen.

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Kommentar von Eskel3777
29.07.2016, 21:07

Ja, aber wenn egal wie wir uns entscheiden das Resultat vorgegeben ist, es durch die Aktionen der Umwelt so ergeben werden wie es sein muss?

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Kommentar von AaronMose3
29.07.2016, 21:32

und die Menschen nunmal einen freien Willen haben.

Das wurde mittlerweile widerlegt. Wie besitzen diesen freien Willen nicht wirklich. Unser Gehirn entscheidet Dinge schon hundertstel Sekunden bevor wir es bewusst tun. 

Somit frage ich mich, ob man das wirklich derart lösen kann.

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Hallo Eskel3777,

wenn es eine Vorherbestimmung oder eine Schicksal geben soll, dann muss es auch einen Lenker des Schicksals geben, nicht wahr? Viele bringen daher Gott mit dem Schicksal in Verbindung.

Es stimmt, Gott hat schon oft künftige Entwicklungen vorausgesagt, das heißt aber nicht, dass er sie auch bestimmt hat. Denke dabei einmal an einen Meterologen; auch wenn seine Wetterprognose zutrifft, bedeutet das natürlich nicht, dass er das Wetter so beeinflussen konnte, dass seine Vorhersage eintrifft. In ähnlicher Weise hat Gott manchmal Dinge lange im Voraus bekanntgegeben, deren Eintreffen er jedoch nicht bestimmt hat. Andererseits hat Gott in bestimmten Situationen sehr wohl in das Weltgeschehen eingegriffen und sogar den Lauf der Geschichte beeinflusst. Das hat er jedoch meistens nur dann getan, wenn es um sein eigenes Vorhaben ging, nicht um eine einzelne Person. In der Bibel gibt es jedoch keinen Anhaltspunkt dafür, dass Gott das Leben jedes einzelnen Menschen vorherbestimmt.

Wäre es jedoch zutreffend, dass Gott der Lenker des Schicksals jedes Einzelnen wäre, dann müsste man sich fragen, welch ein grausamer und ungerechter Gott wohl dahinter steht. Denn die einen wachsen in großem Wohlstand auf, während viele andere in eine Welt voller Armut hineingeboren werden. Die einen führen ein Leben in relativer Sorglosigkeit, während die anderen von der einen in die nächste Katastrophe geraten. Die einen werden steinalt, ohne jemals ernsthaft krank zu sein, während viele Kinder bereits sterben, bevor sie das Erwachsenenalter erreichen. Wie ungerecht und grausam müsste Gott sein, wenn er die unterschiedlichen Geschicke der Menschen bestimmen würde!

Du siehst also, der Glaube an ein Schicksal lässt sich wohl kaum mit einem liebevollen und gerechten Gott in Einklang bringen. Über Gott heißt es jedoch in der Bibel: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4). Warum aber passieren dann so viele schlimme Dinge?

Wenn jemand in einen schweren Unfall verwickelt wird oder eine lebensbedrohliche Krankheit bekommt, mag er denken: "Warum gerade ich?" Manche Dinge geschehen einfach, weil sich jemand zur falschen Zeit am falschen Ort befindet oder weil gewisse Umstände zu bestimmten Ereignissen führen. Die Bibel sagt: "Denn Zeit und unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle" (Prediger 9:11). Wenn jemand schwer krank wird, dann kann das teilweise auf seinen eigenen Lebensstil, bestimmte Umwelteinflüsse oder genetische Veranlagungen zurückzuführen sein. Und ein großer Teil des Leides der Menschheit geht auf die Böswilligkeit und Ungerechtigkeit derer zurück, die Macht und Einfluss haben.

Gott hat jedoch beschlossen, all das Böse und Schlechte nur für eine gewisse Zeit zuzulassen. In der Bibel finden wir Erklärungen dazu, welche Gründe Gott dafür hat. Doch schon bald wird Gott dafür sorgen, dass es weder Ungerechtigkeit noch irgendwelche Schlechtigkeit mehr geben wird. Über die herrliche Zeit, die dann anbrechen wird, heißt es in der Bibel: "Die ganze Erde ist zur Ruhe gekommen, ist frei geworden von Ruhestörung. Die Menschen sind fröhlich geworden mit Jubelrufen" (Jesaja 14:7). Und in den Psalmen steht mit Blick auf die gleiche Zeit: "Du öffnest deine Hand und sättigst das Begehren alles Lebenden" (Psalm 145:16).

Wenn auch Gott nicht das Leben jedes Einzelnen vorherbestimmt, so wird es doch letztendlich dafür sorgen, dass es eines Tages allen Menschen gut geht und niemand mehr leiden muss. Wer das erleben möchte, der sollte keine Zeit verlieren, Gott und seine Wege kennenzulernen.

LG Philipp

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Zumindest in der Bibel steht einiges über Menschen mit einer Vorherbestimmung. Nehmen wir beispielsweise Johannes, den Täufer, oder Jesus Christus. Im weitesten Sinne sind auch die Nachkommen Jakobs im Alten Testament entsprechend der Verheißung der 12 Stämme Israels entsprechend dem Bund zwischen Abraham als auch Jakob und JHWH gewissermaßen vorherbestimmt gewesen, und damit auch die Nachkommen Jakobs.

Zudem glaube ich, sofern etwas an den geistigen Gaben die kurz im 1. Korintherbrief Kapitel 12 zusammengefasst sind dran ist, dass im Sinne einer Vorherbestimmung das entsprechende Wissen mit ins irdische Dasein mitbekommen hat, um entsprechend der eigenen Bestimmung handeln zu können, sofern man nicht nur das Wissen, sondern auch das notwendige Vertrauen erlangt hat, diese im Sinne der damit verbundenen Bestimmung nutzbar machen zu können.

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also könnt mal schreiben was ihr zur Vorherbestimmung denkt.

Sie ist im bekannten Sinne nicht real. Aber ich denke durchaus, das Ereignisse, würde man Sie zurückspulen und noch einmal abspielen, immer wieder auf die selbe Art und Weise gesehen würden aufgrund des fehlenden freien Willens. Der bereits wissenschaftlich bestätigt wurde. 

Wenn ich z.B die Straße entlang laufe und stolpere und wir das nun zurückspulen und noch einmal abspielen, gäbe es keinen Faktor der dafür sprechen würde, das ich mich auf einmal entscheide stehen zu bleiben, oder etwas anderes zu tun. 

Ich würde wieder hinfallen.

Friedrich Nietzsche ging sogar soweit zu sagen:

„Die Lehre von der Freiheit des Willens ist eine Erfindung herrschender Stände.“

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Wenn du mit Vorherbestimmung das Schicksal meinst, dann glaube ich nicht an sowas. Du allein bestimmst darüber, ob bewusst oder nicht.

Ich habe einen in der Klasse, der meint, dass alles von einem Gott vorhergesehen ist und niemand sein Schicksal ändern kann. Ich glaube er nutzt diese "Theorie", um Misserfolge und schlechten Erlebnisse wie z.B. schlechten Noten besser verarbeiten zu können. Das macht für ihn alles um ein vielfaches einfacher. Schließlich kann er nichts dafür, dass er nicht für die Mathearbeit gelernt hat. Gott hat es so für ihn gewollt.

Totaler Quatsch

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Kommentar von Eskel3777
29.07.2016, 21:12

Wusstest du das Leute eher Gläubig sind wen es ihnen schlecht geht und sobald es ihnen wieder gut geht sie aussteigen aus der Kirche? Deswegen verliert die Kirche so viele Anhänger heute.

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Vorsehung im Christentum

Die Vorsehung (lat. providentia) kommt dem allmächtigen und allwissenden Gott
zu, insofern er den Verlauf des Welt- und Heilsgeschehens ordnet und
schon im Voraus weiß. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen: gemäß
den Naturgesetzen, durch Wunder, durch zuvorkommende Gnade, durch
Mitwirkung mit dem freien Willen vernunftbegabter Geschöpfe oder durch
Zulassung der Sünde, die aber jedes Mitwirken ausschließt. Insoweit von
der Vorsehung vorgesehen ist, welche Menschen das ewige Leben erreichen,
spricht man von Vorherbestimmung oder Prädestination.[1]
Vor allem wo die Vorsehung in einen Bezug auf Ereignisse gebracht wird,
die man als Übel erlebt, obwohl man sich Gott darin doch unterwirft,
ist der geradezu volkstümliche[2] Begriff vom unerforschlichen Ratschluss gebräuchlich, zum Beispiel was die Zulassung der Sünde, die conditio humana,
oder Unglücks- bzw. Todesfälle betrifft. Als eher im katholischen Raum
gebräuchliche Vokabel gehörte das Wort auch dem Wortschatz Adolf Hitlers an, der sich für ein Werkzeug der Vorsehung hielt. Andere Naziführer sprachen eher vom Schicksal; in der Form des Schicksalsglaubens fand diese Vorstellung eine förmliche lehramtliche Verurteilung der katholischen Kirche,[3] wobei über die Vorsehung festgestellt wird, dass sie „‚kraftvoll und gütig von einem Ende der Welt zum anderen waltet‘ (Weish 8,1 EU) und alles zum guten Ende leitet.“

Vorsehung in der antik-römischen Mythologie

In der römischen Mythologie war Providentia die Göttin der Vorsehung, die über dem Kaiser und damit allen Bürgern waltete.

Vorsehung im Islam

Die göttliche Vorsehung ist einer der sechs Glaubensartikel im Islam.

Das arabische Wort Qadar wird normalerweise mit den Wörtern Schicksal oder Bestimmung
übersetzt. Trotzdem hat der Mensch nach Ansicht der Mehrheit der
Gelehrten einen freien Willen. Er kann frei wählen, ob er sich für oder
gegen ein Leben mit Gott entscheidet. Diese Entscheidung hat jedoch im Jenseits Konsequenzen.

Gott ist laut islamischer Auffassung allmächtig. Er ist völlig unabhängig (vgl. Koran
112:2). Damit hat er auch die Möglichkeit, in die Zukunft zu sehen. Er
weiß bereits, dass ein Ereignis eintreten wird, bevor es überhaupt
passiert. Als die Schöpfung des Menschen begann, wurden alle zukünftigen
Geschehnisse bereits in einem Buch niedergeschrieben. So heißt es im
Koran:

„Kein Unglück trifft ein auf der Erde oder bei euch selbst, ohne dass es in einem Buch stünde, bevor Wir es erschaffen.“

Koran

: Sure 57, Vers 22.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Mensch keinen freien Willen besitzt. Würde er nicht frei über sein Schicksal entscheiden können, hätte ein gerechter Gott keine Möglichkeit über ihn zu richten.

Trotzdem muss es auch Ereignisse gegeben haben, welche von Gott
vorherbestimmt waren. Ein Beispiel für ein solches Ereignis ist die
Verbannung des Menschen aus dem Paradies. So heißt es bei Muslim:

„Abu Huraira berichtete, dass Gottes Gesandter sagte: Es gab einst
einen Streit zwischen Adam und Moses. Moses sagte zu Adam: Du bist unser
Vater. Du hast uns Schaden zugefügt und warst der Grund für unsere
Verbannung aus dem Paradies. Darauf sagte ihm Adam: Du bist Moses. Gott
erwählte dich und schrieb für dich mit Seiner eigenen Hand das Buch (Torah). Trotzdem gibst du mir die Schuld für eine Tat, die Gott bereits 40 Jahre vor meiner Schöpfung bestimmt hat.“

Sahīh Muslim

: Die Vorherbestimmung, Buch 33, Überlieferung 6409.

Dies zeigt, dass nach islamischem Glauben wichtige Ereignisse in der
Menschheitsgeschichte bereits vorherbestimmt sind. Zusammenfassend soll
hier noch von einer Allegorie Alis,
dem Sohn des Abu Talib, berichtet werden. Er verglich den menschlichen
Lebensweg mit der Reise eines Schiffs. Dieses Schiff fährt von einem Ort
zum anderen, der Mensch hat darauf keinen Einfluss. Dies ist die
göttliche Vorherbestimmung. Jedoch kann sich der Mensch in dem Schiff
frei bewegen, hat somit freien Willen.

Siehe auch

Freier Wille

Prädestination

Schicksal

Zufall

Literatur

Einführung

Hermann Deuser, Johann Maier:

Vorsehung I. Systematisch-theologisch II. Judentum

. In: Theologische Realenzyklopädie 35 (2003), S. 302-327

Quellen und historische Überblicke

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Lucius Annaeus Seneca:

De providentia = Über die Vorsehung

, in:

De otio. Lateinisch/deutsch

. Reclam, Stuttgart 1996

Ursel Wicke-Reuter:

Göttliche Providenz und menschliche Verantwortung bei Ben Sira und in der frühen Stoa

. Beihefte zur Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft 298. de Gruyter, Berlin u.a. 2000 ISBN 3-11-016863-4

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Aktuelle philosophische und theologische Diskussion

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Der Glaube an die göttliche Vorsehung. Eine
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Herausgeforderter Vorsehungsglaube. Die Lehre von der Vorsehung im Horizont der gegenwärtigen Theologie

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Was heißt „Handeln Gottes“? Eine Rekonstruktion der Lehre von der Vorsehung

. Gütersloher Verlagshaus Kaiser, Gütersloh 1999 ISBN 3-579-00403-4

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Gottes Handeln in Welt und Geschichte. Eine trinitarische Theologie der Vorsehung

. Münchener theologische Studien 2/63. EOS-Verl., St. Ottilien 2003 ISBN 3-8306-7175-X

Lehner, Ulrich L., Kants Vorsehungskonzept auf dem Hintergrund der

deutschen Schulphilosophie und -theologie (Leiden: 2007) (Kant's Concept

of Providence and its background in German School Philosophy &

Theology) 18

Kempf, Larsen: Schicksal, Vorsehung und Kontingenz als politische Motive, in: Zeitschrift für Politik Nr. 1/2012, München 2012

Allgemeinverständlich

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Wer bestimmt unser Leben? Schicksal - Zufall - Fügung

. Quell-Verlag, Stuttgart 2002 ISBN 3-579-03311-5

Weblinks

Hugh J. McCann: 

Divine Providence.

. In: Edward N. Zalta (Hrsg.):

Stanford Encyclopedia of Philosophy

Linda Zagzebski: 

Foreknowledge and Free Will.

. In: Edward N. Zalta (Hrsg.):

Stanford Encyclopedia of Philosophy

Einzelnachweise

Zum Verhältnis von Vorherbestimmung und Vorsehung nach heutigem calvinistischen Verständnis siehe Website des Calvinistischen Bundes.

„Der unerforschliche Ratschluß, ihr wißts es scho“ im Brandner Kaspar

Mit brennender Sorge

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Kommentar von Eskel3777
29.07.2016, 21:04

Das hat nichts damit zutun was du denkst aber dennoch Witzig ;P

gut kopiert :D

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