Vorhautverengung, muss man sich beschneiden lassen?

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11 Antworten

Nein. :)

Es gibt genug andere Möglichkeiten, um eine Beschneidung zu umgehen - eine Salbentherapie mit Kortisonsalbe, eine erweiternde Operation, wo die Vorhaut erhalten bleibt und nichts entfernt wird - und schließlich eine Dehntherapie, die du allein zuhause machen kannst.

Von einer Beschneidung rate ich dir ab. Studien haben bewiesen, dass eine Beschneidung einen großen Teil von der Empfindlichkeit entfernt:

http://www.menshealth.de/love/penis-im-einsatz/beschneidung-mindert-spass-am-sex.27457.htm

Ich würde dir zur Dehntherapie raten. Wenn du zum Arzt gehst, besteh einfach auf einer Kortisonsalbe. Dein Problem löst sich dann - vor allem weil du nur eine unvollständige Verengung hast.

Lg

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Kommentar von dawala
31.03.2012, 19:49

Ach, solche Studien gibt es doch immer mal wieder. Ich erinnere, sowas schon vor über 40 Jahren gelesen zu haben. Die Realität sieht in der Regel anders aus. Nicht nur nach meiner Erfahrung.

Natürlich hast Du recht: Kortison hat sich ja überreden lassen nicht mehr die Leber zu schädigen. Schon gar nicht bei Pubertierenden von denen wir so gut wie Nichts wissen. Allerdings hat mir noch niemand von den Subjekten, welche diese Behauptung aufstellen, den Nachweis bringen können. Es wird nur mit geringerer Dosis argumentiert. Langzeitfolgen wurden aber erst gar nicht hinterfragt. Was ja alleine schon deshalb obsolet ist da wir mittlerweile aus Island oder Finnland - verwechsle ich da immer - wissen, dass gerade Männer so manchen Einfluss auf ihre Enkel haben über die Gene.

Du hast schon recht: Männliche Eitelkeit welche von Vorurteilen geprägt ist ist in jedem Fall und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen.

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Es ist wichtig, dass du deine Vorhaut auch ohne Schmerzen und Problem zurück ziehen kannst, wenn dein Penis steif ist. Du kannst es ja erst einmal mit Dehnen deiner Vorhaut versuchen. Bei einer leichten Phimose könntest du damit Erfolg haben. Allerdings geht es auch nicht von heute auf morgen. Etwas Geduld und Ausdauer brauchst du dabei schon. Ich empfehle dir dazu Folgendes: Zieh deine Vorhaut so oft es geht zurück, zum Beispiel auch beim Pinkeln. Vor allem zieh sie soweit es geht zurück, wenn dein Penis steif ist. Mach es, wenn du im Bett liegst, da hast du Zeit und bist allein. Ich denke, wenn du es oft genug machst, gewöhnt sich dein Penis daran und auch deine Vorhaut dehnt sich dabei. Das kannst du auch noch mit speziellen Salben unterstützen. Frag danach in der Apotheke. Wenn du damit Fortschritte erzielt hast, dann versuche mal folgendes (diesen Tipp bekamen wir mal von einer Kinderärztin, weil einer unserer Söhne auch eine leichte Phimose hatte): Zieh deine Vorhaut bis hinter die Eichel zurück, wenn dein Penis nicht steif ist und dann lass sie zurück bis dein Penis steif ist. Nun wirst du feststellten, ob das problemlos und ohne Schmerzen möglich ist. Geh jetzt den umgekehrten Weg und mach sie aus dieser Situation heraus wieder nach vorne über die Eichel. Wenn das gut klappt, zieh sie nun wieder zurück usw. Gelingt dir das jetzt gut, dann hast du deine kleinen Schwierigkeiten durch Dehnung und Übung überwunden. Bei einer leichten Phimose ist das möglich, ohne dass die Eichel abgeschnürt wird. Sollte das Problem aber bleiben und du durch Dehnung keine Besserung erzielst, dann geh zum Arzt. Eine Beschneidung wäre dann das Beste und löst dein Problem im wahrsten Sinne des Wortes relativ schnell und sicherlich auch zu deiner Zufriedenheit. Eine Beschneidung hat nicht nur Nachteile. Und für einen erfahrenen Arzt ist das eine fast alltägliche Angelegenheit. Alles Gute!

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Gehe zum Urologen. Dieser Fachbereich macht ständig neue Fortschritte. Ich habe vor rund 35 Jahren noch gelernt, dann muss beschnitten werden. Was wirklich nicht schlimm ist denn es wird in Deinem Alter schon in Narkose gemacht. Natürlich wurde das damals begründet. Ich habe ja nicht bei irgendwelchen Nachplapperern oder Karrieregeilen gelernt sondern bei verantwortungsvollen Menschen. Auch damals konnte schon ein Einschnitt gemacht werden. Allerdings sagte die Erfahrung, dass im Laufe des Lebens trotzdem Probleme auftreten in der Regel. Hauptgrund ist tatsächlich die Hygiene für auftretende Probleme bei zu enger Vorhaut. Weshalb ja auch in den monoteistischen Religionen eine Beschneidung des Neugeborenen als Vertragsritual durchgeführt wird. Bei den sogenannten Christen wurde das zu Beginn auch gemacht bis die Macht dazwischen ging. Aber das ist eine andere Geschichte.

Was die Empfindlichkeit angeht so ist das schlicht gelogen. Ich bin nun schon einige Jahre alt, gehe auf die 60 zu. Ich war noch nie neugierig. Einige der Studienteilnehmer wurden bei so mancher Studie in den vergangenen Jahren bezahlt damit sie behaupten, sie seien unempfindlich. Aber wie kann das ein Mensch beurteilen der mit acht Tagen beschnitten wurde? Das kann doch nur beurteilen wer als erwachsener Mensch beschnitten wurde. Und dann ist auszuschließen, ob nicht andere Ursachen vorliegen. Wer aber als erwachsener Mensch beschnitten wird hat in der Regel andere Ursachen welche dies erforderlich machen.

Schaue auf den Arztbewertungsportalen nach welcher Urologe auf Jugendliche und Kinder spezialisiert ist und sich Zeit nimmt. Es gibt mehrere im Netz. Und dann frage bis Du Alles weißt was Du wissen willst. Danach gehe nach Hause, denke nach und entscheide erst dann.

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Kommentar von CalicoSkies
31.03.2012, 23:14

http://www.jugendmedizin.de/kinderheilkunde7.php

Ist eine operative Erweiterung der Vorhautverengung unumgänglich und ein sinnvolles Operationsalter erreicht, so erscheint mir die Teilbeschneidung, oder auch die vorhauterhaltende Triple Inzision die beste Wahl. Von erfahrenen Fachkräften durchgeführt, gewährleisten beide Methoden eine weitgehend effektive Behebung der Engstelle mit einem kosmetisch zufriedenstellenden Ergebnis.

Die Komplikationsraten sind bei den anderen Techniken meines Erachtens deutlich höher. Eine qualitativ schlecht durchgeführte totale Beschneidung kann erhebliche lebenslange Missempfindungen beim Patienten auslösen (z.B. Spannungen am Penisschaft, Überempfindlichkeit / Empfindungsverlust an der Eichel, Trockenheitsgefühl, Schmerzen beim Beischlaf, Amputationsgefühl, u.a.). Zudem können (im Gegensatz zu den anderen Methoden) nach einer Totalbeschneidung nur schwerlich Korrektureingriffe vorgenommen werden.

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Kommentar von PanAmos
30.04.2012, 01:19

Also ich denke, die Urologie würde schonmal einen Fortschritt machen, zumindest in Deutschland strenger zwischen einer physiologischen Phimose und einer behandlungsbedürftigen Phimose zu unterscheiden. D. h. generell zu akzeptieren, dass eine nichtzurückziehbare Vorhaut ein natürlicher Zustand ist, der bei manchen Jungen bis in die Pubertät bestehen bleiben kann, und solange er beschwerdefrei bleibt auch nicht behandelt werden muss.

Einige der Studienteilnehmer wurden bei so mancher Studie in den vergangenen Jahren bezahlt damit sie behaupten, sie seien unempfindlich. Aber wie kann das ein Mensch beurteilen der mit acht Tagen beschnitten wurde?

Das ist eine ganz schon merkwürdige Behauptung, die aus vielerlei Gründen falsch ist.

  1. Es gab gar nicht so viele Studien.
  2. Studien, sofern sie überhaupt relevant sind, werden gewöhnlich in anerkannten Peer-geriewten Fachzeitschriften publiziert, in denen dann auch Kritiken der Studie veröffentlicht werden. Bei keiner der in den letzten Jahrzehnten durchgeführten Beschneidungs-Sensitivitätsstudien, deren Anzahl sich in Grenzen hält, wurden solche Vorwürfe erhoben.

In der CallicoSkies angeführten Studie wurde die Sentivität mittels spezieller Messinstrumente objektiv gemessen, die Messergebnisse auf diverse Störfaktoren hin kontrolliert. Eine subjektive Beurteilung wurde somit umgangen.

Auch damals konnte schon ein Einschnitt gemacht werden. Allerdings sagte die Erfahrung, dass im Laufe des Lebens trotzdem Probleme auftreten in der Regel. Hauptgrund ist tatsächlich die Hygiene für auftretende Probleme bei zu enger Vorhaut.

Welche Erfahrung vor 35 Jahren mit Eingriffen die damals noch seltener durchgeführt wurden als heute.

Und ein Einschnitt? Die neuen Vorhauterweiterungsplastiken beruhen aber auf einem oder mehreren oberflächlichen Einschnitten, die nur auf die Buksche-Faszie reichen, und anschließend transversal verschlossen werden. "Einfach einen Einschnitt machen" hört sich nicht nach einer richtigen Operationsmethode an.

Und was hat es mit dieser „Erfahrung“ auf sich? Wessen Erfahrung ist damit gemeint? Die Erfahrung von Einzelpersonen, etwa? oder die Erfahrung kontrollierter wissenschaftlicher Studien? Diese gab es damals nicht. Die erste Studienergebnisse über eine vorhauterhaltende Operation** wurden im Jahr 2000** veröffentlicht:

http://www.cirp.org/library/treatment/phimosis/saxena1/

Hauptgrund ist tatsächlich die Hygiene für auftretende Probleme bei zu enger Vorhaut.

Hier muss man schon wieder vorsichtig sein. Der Begriff "zu enge Vorhaut" ist zu ungenau. Jeder Junge hat eine gewisse Zeit seines Lebens eine enge und darüberhinaus mit der Eichel verklebte Vorhaut, das ist normal. Und deshalb treten noch lange keine Probleme auf.

Weshalb ja auch in den monoteistischen Religionen eine Beschneidung des Neugeborenen als Vertragsritual durchgeführt wird. Bei den sogenannten Christen wurde das zu Beginn auch gemacht bis die Macht dazwischen ging. Aber das ist eine andere Geschichte.

Auch das stimmmt nicht. So schreibt der Medizinhistoriker Robert Darby dazu:

There is no evidence that customary circumcision originated as a hygiene measure. Many primitive cultures carried out a variety of mutilating procedures on different parts of the body, including the genitals of both boys and girls, but the reasons for these practices are obscure and contested.. (...) Conflicting theories have been advanced to account for the rise of ritual operations on the male and female genitals... The only point of agreement among proponents of the various theories is that promoting good health had nothing to do with it.

Und auf deutsch:

Es gibt keine Beweise dafür, dass die brauchtumsmäßige Beschneidung ursprünglich als eine Hygienemassnahme entstand. Viele primitive Kuturen führten eine Reihe Verstümmlungspraktiken an unterschiedlichen Körperteilen durch einschließlich der Genitalien sowohl von Jungen und Mädchen, doch die Ursprünge oder Beweggründe für dieser Praktiken liegen im Dunkeln und sind umstritten...

Widersprüchliche Theorien wurden hervorgebracht um das Entstehen ritueller Operationen an den männlichen und weiblichen Genitalien zu erklären Die einzige Übereinstimmung zwischen den Befürwortern der jeweiligen Theorien besteht darin, dass die Gesundheitsförderung nichts damit zu tun hatte.

Quelle: Robert J L Darby. Medical history and medical practice: persistent myths about the foreskin. Med J Aust 2003; 178(4):178-9.

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Also so wie es klingt hast Du eine starke Phimose.

Du musst auf jeden Fall zum Urologen, dass er es sich anschaut und entscheidet was sinnvollerweise gemacht wird.

Bei einer starken Phimose ist eine Dehnthearpie wharscheinlich nicht sinnvoll, da sie wahrscheinlich nicht funktionieren wird, d.h. der Arzt wird wahrscheinlich zu einer Beschneidung raten. Aus medizinischer Sicht ist dann nur eine vollständige Beschneidung sinnvoll, da Teilebschneidungen sehr oft zu Narbenphinosen führen und ander Methoden wie Dorsalschnitte optisch unbefriegigend sind.

Die Studie zur Berührungsempfindlichkeit ist zwar interessant aber irrelevant, weil Sex eben nicht um Berührung sondern um Bewegung und Reibung geht.

Meine beschnittenen Partner hatten keinerlei Empfindungsprobleme!

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Unser Sohn hatte das Problem auch. Er wurde operiert. Das kann auch bei dir nur der Arzt entscheiden. Das heisst, du musst zu einem Urologen. Sprich mit deinem Hausarzt über dein Problem - keine Bange, der verrät niemanden was........ Die OP ist ganz einfach und deine Vorhaut verlierst du auch nicht. Die wird nur ein Stück eingeschnitten und dann begradigt. DAs heisst, ein v wird so gestreckt, das die Vorhaut ganz natürlich wieder schmerzfrei ihren Dienst tut. Das wird unter Narkose gemacht - du bekommst gar nix mit. Das erste Mal Pipi machen - das tut schon ein wenig zwicken. Aber nicht so arg. Danach ist es nicht mehr schlimm. Du bekommst eine Creme und die nimmt dir alle Schmerzen. Nach nur einer Woche ist alles gut....Also Nase hoch und lass es bald machen. Denn wenn sie dir einreisst, hast du wirklich, wirklich starke Schmerzen...Ach ja, am gleichen Tag darfst du schon wieder nach Hause...

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Kommentar von eee2008
30.03.2012, 22:45

Dankeschön, für die ausführliche Antwort. Ich machen für nächste Woche ein Termin bei Urologen. Danke nochmals! :)

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Bei den von Dir beschriebenen Problemen, ja.

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Nein, ich würde es mit einer dehntherapie beheben. Hat bei mir, und auch bei vielen anderen mit ähnlichem Problem funktioniert.

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Zuerst versucht man es mit Hormonsalben, geh zum Kinderarzt oder zum Urologen, beide sind zuständig.

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Nein muss man nicht du kannst das dehnen oder auch in einer OP erweitern lassen aber bitte lass dich nicht beschneiden

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Es gibt Cremes mit Cortison... aber ob sie noch wirken weiss ich nicht...

Also frag Dein Urologen....

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