Voraussetzungen für ein Archäologiestudium?

5 Antworten

Eine der Anforderungen für jedes geisteswissenschaftliche Studium ist die Fähigkeit, sich selbst Informationen erarbeiten zu können...

Inzwischen liegt an manchen Unis auf Archäologie ein NC. Ob das an deiner Wunschuni der Fall ist, verrät dir das Internet. Dort findest du dann auch die konkreten Studienvoraussetzungen.

Ob ein Studium (egal in welchem Fach) schwer ist oder nicht, hängt davon ab, ob es einem liegt. Archäologie ist nicht wirklich mit einem Schulfach vergleichbar, das Fach beeinhaltet viele verschiedene Aspekte. Ein gutes Gedächtnis für Formen, dreidimensionales Vorstellungsvermögen und rasches Erkennen von Unterschieden und Abfolgen hilft. Völlig frei von sprachlichen Fähigkeiten sollte man nicht sein, sowohl was die Muttersprache als auch was Fremdsprachen betrifft.

Wer Archäologie nicht nur studieren, sondern hinterher auch im Fach arbeiten will, muß aber deutlich mehr mitbringen. Das Studium kann dir noch so leicht fallen, wenn du mit der Lebenswelt danach nicht klarkommst, hast du wenig davon. Wenn du Sicherheiten und feste Perspektiven im Leben brauchst, solltest du dir ein anderes Fach suchen, denn die Stellensituation an Universitäten, Museen und Ämtern ist traurig. Einigermaßen annehmbar ist der Arbeitsmarkt bei Grabungsfirmen in manchen Regionen. Das heißt allerdings: schlechte Bezahlung, draußen bei Wind und Wetter an wechselnden Orten, körperliche Belastung, ständiger Zeitdruck, nörgelnde Auftraggeber usw.. (Und genau genommen bei den meisten auch das Ende jeder Forschungstätigkeit.)

Bitte tu dir selbst den Gefallen und mach vor einer Entscheidung einen Realitätsabgleich. Mach so viele Praktika wie nur möglich. Die wenigsten haben eine realistische Vorstellung vom Fach. Besser du findest gleich heraus, daß dir das Fach und oder die Umstände nicht taugen als nach ein paar Semestern oder gar erst am Ende des Studiums.

Mein erstes Praktikum ist gleich übernächste Woche :D

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Welche Archäologie und wo?

Überraschenderweise gibt es da sehr unterschiedlichen Anforderungen. Die Anforderungen in alten Sprachen kann man während des Studiums nachholen. Oft werden aber auch Kenntnisse in modernen Sprachen gefordert, die bereits mitzubringen sind.

Der Numerus clausus (!) ändert sich, wenn vorhanden, jedes Semester. Den kann man nicht vorhersagen.

Das Studium ist nicht unbedingt leicht. Es kommt auf den Prof an, den man hat. Manche erwarten tatsächlich noch Leistung.

Ein gutes bildliches Gedächtnis, Sprachbegabung, hohe Frustrationstoleranz und ein dickes Fell sind hilfreich.

Zusätzlich zu den anderen Antworten möchte ich noch erwähnen, dass der Stellenmarkt für Archäologen nahezu nicht existent ist. Schon für eine Stelle in einem Museum, gibt es so viele Bewerber, dass man ohne Doktortitel sich gar nicht erst zu bewerben braucht. Bezahlte Promotionsstellen und Stipendien sind sehr sehr selten, wer promovieren möchte, muss also seinen Lebensunterhalt während der Promotion in der Regel irgendwie selbst finanzieren.

Danke für diesen Hinweis. Ich bin mir bewusst, dass man schwer einen Job bekommt und schlecht bezahlt wird. Allerdings finde ich diesen Beruf seit 3 Jahren faszinierend und werde an meinen Träumen festhalten

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