Vorarbeiter kündigt beim Arbeitgeber ohne mein wissen meinen minijob?

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4 Antworten

Sagen wir mal grundlegend folgendes :

So lange weder von Dir an den Arbeiteber, oder vom Arbeitgeber an Dich keine ordentliche und fristgerechte Kündigung IN SCHRIFTFORM übergeben wurde, so bist Du auch noch nicht gekündigt. Und wenn dann in Deinem Arbeitsvertrag sowohl Lage der Arbeitszeit ( feste Tage ) und Entlohnung pro Arbeitstag zu je xy Stunden klar und fest definiert waren, so muss er Dir den Lohn für diese Tage auch bezahlen. Denn Du bist aktuell NICHT gekündigt und vermutlich auch nicht "unentgeltlich freigestellt". ( was Dir gegenüber auch mitteilungspflichtig gewesen wäre )

Die zweite Sache ist die Zuverdienstgrenze / die Zuverdienstmöglichkeit bei Bezug von ALG II. Die "100 Euro" beziehen sich lediglich auf den Grund-Freibetrag, innerhalb dessen Grenzen dem ALG II - Empfänger der Verdienst nicht auf die ALG II - Leistung mindernd angerechnet werden. Was ab 100,01 - 800,00 Euro dann über den Freibetrag hinaus zuverdient wird, das wird zu 80% mindernd auf das ALG II angerechnet. Bei 400 Euro monatlich tatsächlich erzieltem Zuverdienst hätte ein ALG II - Bezieher daher 160 Euro zusätzlich für sich, und die ALG II - Leistung würde um 240 Euro gesenkt.

Man DARF daher auch mehr als 100 Euro Erwerbseinkommen haben, wenn man es der ARGE nur vorab mitteilt und anmeldet.

Gehe daher zu Deinem Chef ( nicht dem verlogenen Vorarbeiter, sondern zum "richtigen" Chef und kläre die Situation dahingehend, nie von Kündigung gesprochen zu haben und insbesondere auch nie eine SCHRIFTLICHE Kündigung übergeben zu haben. ( denn nur eine SCHRIFTLICHE Kündigung ist rechtlich wirksam )

In diesem Zuge klärst Du dann noch die Frage bezüglich der momentan ( möglicherweise ) noch ausstehenden Lohnzahlungen.

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Kommentar von karin161066
29.08.2016, 17:27

Danke schön, leider haben wir das nicht schriftlich was monatlich ausgetragen wird bei mir war es immer so das ich am Ende zwischen 110 - 150.- hatte, ich hatte meinen festen Bezirk wo ich die Magazine abgeliefert habe aber nicht schriftlich leider.Ich war ja beim chef gewesen und wir hatten ja abgemacht das ich die Magazine,Plakate usw. persönlich in der Zentralhalle abholen darf aber jetzt ist plötzlich alles anders bekomme keine Antwort auf mails und telefonisch geht keiner ran.Es ist als hätte der chef vor etwas Angst oder die beiden haben ihn in der Hand man kann ja nur spekulieren wieso und weshalb er sich plötzlich um 180 Grad gedreht hat.Ich habe jedenfalls neben meinem Hauptjob die Arbeit vom minijob immer gerne und korrekt gemacht und kann nicht verstehen wieso der Vorarbeiter und seine Frau mir praktisch das Geld weg nehmen können ohne Grund denn die haben sich ja geweigert mir das Arbeitsmaterial sprich die 30 Kartons mit den Hammer Magazinen vorbei zubringen und haben sie stattdessen selbst ausgetragen, 1 monat vorher haben sie mich ja auch um 3 std. betrogen die haben sie einfach bei sich auf den stundenzettel geschrieben das Geld hab ich auch nicht bekommen weil sie sagten das das AA ihnen das Geld abgezogen hätte.

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Hallo,

eine Kündigung bedarf der Schriftform. Damit sollte eigentlich alles gesagt sein. Das sollte dein Arbeitgeber auch selbst wissen.

LG, Chris

Edit: Weiterhin ist es ja schön, wenn andere einfach deine Arbeit machen... das Geld dafür musst du trotzdem bekommen. Wenn jemand deine Arbeit macht, ist das nicht dein Verschulden.

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Kommentar von karin161066
31.08.2016, 07:03

Danke schön für deine Antwort.Jetzt sind es ja schon 2 Monate wo ich nichts bekommen habe somit fehlen mir nun schon 270.- + die 25,50.- die sie mir geklaut haben.Bin ja mal gespannt heute ist ja der 31.8 wo die Kündigung die ich ausgesprochen hätte hier ankommen aber ich weiß immer noch nicht was ich nun tun soll denn einen Anwalt kann ich mir von meinem Halbtagsjob im Altenheim auch nicht leisten am Ende werde ich wohl den kürzeren ziehen.

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Nach § 623 BGB bedarf die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses der Schriftform. Da sie von dir nichts schriftliches bekommen haben (genauso andersherum) kann der Vertrag garnicht gekündigt sein.


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Ein Arbeitsvertrag kann nur schriftlich gekündigt werden.

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