Vor und Nachteile bei gemeinsamen Sorgerecht?

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6 Antworten

Das Sorgerecht hat nichts mit dem Umgangsrecht zu tun.

Also bei einem gemeinsamen Sorgerecht wird gemeinsam über wichtige Dinge entschieden, dazu gehört z.B. der Name, die Kita, die Schule, langgeplante OP´s. Wenn die Mutter da nicht einsichtig ist, warte noch ein paar Monate bis das neue Gesetz durch ist. http://www.vatersein.de/Forum-topic-17263-start-msg301058.html#new

Umgangsrecht hat jedes Kind zu beiden Elternteile. Und ich finde persönlich alle 14 Tage eine einzelne Stunde viel zu wenig. Gut wäre, 2-3 mal die Woche für 1-3 Stunden außerhalb des mütterlichen Haushalts, sofern eure Tochter nicht gestillt werden muss. Ich denke, du wirst wickeln können usw. Du wirst ja wohl mal das Kind in den Kinderwagen packen können und spazieren gehen können.

Überlege dir einen Umgangsplan, wie du ihn dir vorstellst und versuch ein Gespräch mit der Mutter zu führen. Sollte sie nicht einsichtig sein, kannst du es ihr nochmal schriftlich darlegen und um eine Stellungnahme in einer angemessenen Frist bitten. Sollte das nicht geschehen, bitte das Jugendamt ( das Ja am Wohnort des Kindes ist dafür zuständig) um Vermittlung. Sollte das nicht funktionieren, musst du vor Gericht das Umgangsrecht eures Kindes und dir einklagen.

Ansonsten kann ich dir nur das Forum vatersein.de empfehlen. Da wird einem immer gut geholfen.

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Mein Lebensgefährte hat mit der Mutter seines sohnes der kleine ist 3 das gemeinsame sorgerecht der kleine lebt noch bei mama. Er musste auch über den Anwalt ran, da sie nicht einsichtig war. Sie hatte ihm das Kind verwehrt. Nachdem er das Sorgerecht halb hatte, hatte er das Recht den kleinen zu holen, wenn er sich mind.1 std. vorher meldet. es sei denn sie haben eine unternehmung vor. sie ist verpflichtet genauso wie er den jeweiligen anderen Elternteil für das Kind zugänglich zu halten. Wenn weitere unternehmungen als 150 km gemacht werden muss man mit dem anderen Elternteil rücksprache halten. Er hat seither auch die möglichkeit im kiga entwicklungsgespräche mit erzieherinnen zu führen, etc. er muss sich nicht an feste regelungen halten was das abholen angeht dennoch hat er mit ihr sich auf 3 mal die woche geeinigt, alles in allem haben wir ihn nun ca, 15 Std die Woche

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Wenn ihr das gemeinsame Sorgerecht habt, müsst ihr gemeinsam die Sorge für das Kind tragen und zusammen entscheiden. Das ist ein Vorteil. Der Nachteil ist, wenn ihr Unterschriften braucht für irgendendwas oder das Kind ist krank und die Ärzte verlangen eine Entscheidung und der andere ist nicht erreichbar, kann das nervig sein und ist ein Nachteil. Du verbringst nur kurze Zeit mit deiner Tochter, das ist zu wenig. Frag mal beim Jugendamt nach, ob das erweitert werden kann.

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Bei dem gemeinsamen Sorgerecht müßt ihre zusammen entscheiden : schule, kindergarten alles wichtigen entscheidungen eben. Oder wenn sie Heiratet muß sie dich nicht fragen ob sie den NAchnamen des Kindes ändern darf. Das ist einfach für die Mutter, weil sie alles aber auch echt alles alleine entscheiden darf.

Aber du hast trotzdem ein Umgangsrecht als Vater.

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Kussy55 20.03.2013, 21:52

wie wenn sie Heiratet könnte meine Taochter den Nachnamen von dem neuen Haben, obwohl ich der Vater bin ?

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Du wirst erst mal Mitglied im Verein alleinerziehender Väter und Mütter e.V. und informierst Dich da umfassend. Das Jugendamt verstößt ganz klar gegen Dein und Deines Kindes Grundrechte. Du kommst aber nur gegen diese Vorgestrigen an wenn Du mit ausreichend Wissen bewaffnet bist. Das findest Du auf der Seite des genannten Vereins.

Im Grunde gibt es nicht mehr dazu zu schreiben. Du hast zu 50% das Fürsorge- und Erziehungsrecht und auch diese Pflicht dem Kind gegenüber. Ob das nun dem JA passt oder nicht, es ist so. Es sei denn, es kann Dir nachgewiesen werden dass Du das Kind schädigst. Und das macht dann eine anerkannte Fachkraft die das durchaus schon bei einem Kleinkind feststellen kann. Es lohnt um sein Kind zu streiten. Später ein Mal wird es nachfragen. Zum Beispiel, wie wertvoll Du ihm warst.

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Menuett 31.03.2013, 19:36

Das Jugendamt verstößt hier gegen nichts, auch wenn alle 14 Tage eine Stunde tatssächlich sehr wenig ist.

Ganz bestimmt hat der Vater nicht zu 50% das Fürsorge und Erziehungsrecht. Das liegt außerhalb des Umgangss in diesem Fall alleine bei der Mutter.

§ 1687 Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht, nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich. Der Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen Lebens. Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben. Solange sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

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dawala 31.03.2013, 22:18
@Menuett

Dem Kind einen anderen Mann als den eigenen Vater als Ersatzvater aufzwingen zu wollen ist kein Grund die alleinige Sorge der Mutter zuzusprechen alleine schon aus Grundgesetzgründen. Diese sind sicherlich neuer als das von Dir zitierte Gesetz. Gesetzgeber brechen sich absolut keinen Ast ab entsprechende nachrangige juristische Regeln anzupassen. Da kannst Du zitieren so viel Du willst.

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Wenn sie das alleinige Sorgerecht hat, kann es sein das du deine Tochter garnicht mehr besuchen darfst.

"Zur Zeit darf ich meine Tochter alle 14 Tage für eine Stunde bei ihr und ihrer neuen Familie sehen und mich mit ihr beschäftigen"

Dies ist scheinbar der mutter zu viel zeit zu sein, daher will sie das alleinige sorgerecht. Die mutter möchte wahrscheinlich das die tochter ihren stiefvater als "vater".

Ich würde an deiner stelle auf keinen fall auf das gemeinsame sorgerecht verzichten. Du kannst deine Tochter auch mit gemeinsamen sorgerecht nicht mehr besuchen und die erziehung der mutter überlassen. Aber wenn du auf das verzichtest, verzichtest du auch auf die möglichkeit bei der erziehung mitzureden.

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