Vor Neubezug neuer Herd versprochen - jetzt will Vermieter 40jahre altern dreckigen Herd reparieren.

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7 Antworten

Wenn nichts Schriftliches vorliegt, entscheidet der Vermieter ob repariert wird oder Ersatz zu stellen ist. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein so alter Herd (Gas- oder E-Herd??) nicht mehr reparabel ist bzw. nicht mehr den Sicherheitsvorschriften entspricht. Bei Gas hätte auch der Schornsteinfeger ein Wort mitzureden. Warte zunächst ab, was die Fachleute meinen. Möglicherweise ist ja der Herd nicht mehr reparabel. Wenn doch, muss er voll funktionsfähig und sicherheitstechnisch in Ordnung sein.

Wenn man keine schriftliche Zusage des Vermieters hat, muss man den Zustand so akzeptieren wie er ist. Ich persönlich würde mir selbst behelfen und einen eigenen Herd kaufen und den in der Wohnung in den Keller stellen. Irgendwann im Leben braucht/will man seine eigenen Geräte.

Kaufe Dir einen neuen Herd und Stelle den Herd vom Vermieter solange in den Keller.

Oder spreche nochmal in Ruhe mit dem Vermieter.

Ohne Beweise kann man nichts machen.

Beim nächsten Mal Vereinbarungen schriftlich festhalten.

Ich bin tatsächlich mehr wegen des Verhaltens der Verwaltung aufgebracht, als über den blöden Herd. Wer legt solchen Menschen eigentlcih mal das Handwerk?! Alles nur noch schriftlich? Aber lieben Dank für Deine Message. ;-)

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@antjesiemund

Es gibt sowohl bei Vermietern als auch bei Mietern immer welche die aus der Reihe tanzen.

Vielleicht hat der Vermieter vergessen die Hausverwaltung zu informieren, daher würde ich versuchen mit dem Vermieter zu reden und ihn an die Vereinbarung zu errinnern.

Letztendlich entscheidet der und nicht die Hausverwaltung.

MfG

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Der Vermieter schuldet zur Wohnung lediglich eine Ausstattung, wie sie im Zeitpunkt erster Vermietung (streng genommen bei Errichtung des Gebäudes) üblicher Standard war. Wo käme er auch hin, wollte er jedwede technische Neuerung in seiner Wohnung umsetzen?! Der Mieter einigt sich nun im Zeitpunkt des Einzugs auf den hier vorgefgundenen Zustand bzw. die Ausstattung der Wohnung. Gefällt hier dem Mieter etwas nicht oder sollte es noch verändert werden bis zum Einzug, so sollte dies (rein vorsichtshalber) im Übergangeprotokoll zum Besichtigungs-/Einigungstermin festgehalten werden. Hat man sich ohne ein solches Protokoll geeinigt, so steht - wie hier - Aussage gegen Aussage und man würde für den Fall einer Auseinandersetzung schwerlich stichhaltig Beweis antreten können. Da hilft auch nichts, wenn man selbst bei diesem Gespräch jemand dabei hatte. Mal ganz unter uns: wohin sollte das auch führen, wenn Mieter im Nachgang alle nur möglichen mündlichen Abreden noch ins Feld führen würden? Deshalb steht im Mietvertrag regelmäßig am Schluß: alle Änderung zu diesem Vertrag bedürfen der Schriftform. (Mündliche Abreden wurde nicht getroffen.) Wenn nämlich auch nur irgend etwas von Belang noch offen wäre, also hierneben noch nachzuholen wäre, so stünde es im Mietvertrag unter: "besondere Vereinbarungen", wäre hiermit so genannte Individualklausel und ginge somit anderem Mietrecht noch vor. Der Mieter hat jedoch Anspruch auf eine zweckentsprechende Nutzung seiner Wohnung. Dazu gehört, daß Einrichtungsgegenstände (Herd, Spüle, Badeinrichtung) funktionieren und nicht entzweit sind. Ohnehin ist es ein heutzutage zunehmend seltener anzutreffender Zustand, daß in der Küche noch Herd und Spüle vom Vermieter gestellt werden. Dies hat sich (klammheimlich) verabschiedet mit dem Trend, daß Neu-Mieter moderne Küchen einstellen wollen und solche über passende Einbau-Elemente verfügen. Wer schlau ist (sich die betreffenden Rechtsbezüge mühsam anliest), findet noch die passenden Rechtsgründe, den Vermieter auch zu diesen (aussterbenen) Ausstattungsmerkmalen noch mit ins Boot zu nehmen.

Wenn der Vermieter Ihnen diese Zusage mündlich gemacht hat, können Sie vergessen. Außerdem bedeutet die Stellung eines neuen Herdes nicht, dass ein nagelneuer Herd hingestellt wird. Es ist nur ein anderer als der alte Herd. Sollte es so sein, dass die Verwaltung diesbezüglich gar nichts gemacht hat, also ein nicht funktionsfähiger Herd in der Wohnung steht, dann muss dies Verwaltung zunächst eine Handwerksfirma beauftragen. Diese wird dann entweder diesen Herd reparieren oder einen anderen hinstellen, meist einen neuen. Dieser Ablauf ist generell so. Die Verwaltung resp. der Vermieter sind stets verpflichtet, im Rahmen der kaufmännischen Wirtschaftlichkeit zunächst einen Reparaturversuch zu unternehmen.

Selbstverständlich ist die Wohnung ohne einem benutzbaren Herden nicht als Wohnung benutzbar. Denn das zur Verfügungstellen eines Heeres ist Grundvoraussetzung dafür, dass eine Wohnung als solche vermietet werden darf, genau wie beispielsweise dass Fenster drin sein müssen und Türen. Wenn Sie sich mit der Verwaltung zanken wollen, können Sie bis Zurverfügungstellung eines funktionsfähigen Herdes die Mietzahlung verweigern. Ich würde jedoch einen anderen Weg gehen: rufen Sie bei dem Handwerker an und machen Sie einen kurzfristigen Termin. Wenn der Handwerker dann, kommt erfahren Sie ist bereits vor Ort, ob und wann sie einen neuen Herd erhalten werden. Meistens haben die schon einen neuen Herd im Auto. Dann haben Sie das Problem geklärt ohne Ärger mit der Verwaltung.

Du wirst leider schwerlich beweisen können, dass dir ein neuer Herd versprochen wurde. Warum habt ihr euch das nicht schriftlich geben lassen? Ob es wirklich kostengünstiger ist einen so alten Herd zu reparieren, sei dahingestellt. Ob der Herd nun eine Schublade hat oder nicht, ist völlig egal, darauf besteht nun deinerseits kein Anspruch. Was den Brandschutzstandard betrifft, würde ich die Firma einfach kommen lassen und dann mal nachfragen. Oder frag einen Elektriker deines Vertrauens. Ich persönlich finde es auch nicht wirklich prickelnd einen versifften Herd in meiner Küche stehen zu haben. Aber ehrlich, bevor ich mich schon bei Mietbeginn mit meinem VM in die Haare kriege, würde ich mir selbst einen neuen Herd kaufen und den anderen bei Auszug wieder reinstellen. Vorausgesetzt ihr wollt dort länger wohnen bleiben. Leider machen es sich manche Vermieter ziemlich leicht......

Die große Frage ist, ob Ihr das beweisen könnt. Habt Ihr Zeugen für die Zusage oder habt Ihr es schriftlich? Dann könnt ihr es einklagen oder die Miete mindern. Falls nein, dürftet ihr schlechte Karten haben.

Vielen lieben Dank. Zeuge ist ja der Vormieter, mal schauen, ob da was zu machen ist...

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