Vor dad Arbeitsgericht gehen?

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3 Antworten

Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz kann man dem Gewerbeaufsichtsamt melden, wenn man den AG nicht selbst ansprechen und darauf hinweisen möchte. Beim Gewerbeaufsichtsamt geht das auch anonym.

Die Arbeitszeit über 10 Stunden ist hier nicht erlaubt und dass nach 9 Stunden die Pausenzeiten gesamt mindestens 45 Minuten betragen müssen ist Dir ja bekannt (§§ 3 und 4 Arbeitszeitgesetz).

Dieses "durcharbeiten" ist rechtlich erlaubt. Man kann z.B. sogar 19 Arbeitstage am Stück haben und ist rechtlich abgesichert. Hier ein Beispiel:

1. Woche Montag bis Sonntag = 7 Tage

2. Woche Montag bis Sonntag = 7 Tage

3. Woche Montag bis Freitag   = 5 Tage

Danach Samstag = Ausgleichstag für den Sonntag der ersten Woche.

Da der Ausgleichstag für Sonntagsarbeit innerhalb von zwei Wochen gewährt werden muss, ist das also rechtlich in Ordnung.

Wenn der Arbeitgeber die Ausgleichstage nicht gewährt, wäre das ein Verstoß gegen § 11 Arbeitszeitgesetz. Dort stehen auch die von Dir erwähnten 15 freien Sonntage.

Bei der Arbeitszeit die während der vielen ununterbrochenen Arbeitstage angefallen ist, muss neben der Einhaltung der täglichen Höchstarbeitszeit von 10 Stunden darauf geachtet werden, dass die durchschnittliche Arbeitszeit innerhalb von 24 Wochen oder sechs Monaten 48 Stunden im Durchschnitt nicht überschreitet.

Was die Kassendifferenz betrifft: Bekommt Deine Freundin ein "Mankogeld"? Wie ist das vertraglich geregelt? Lies z.B. mal hier:

http://www.dr-schrameyer.de/wer-haftet-fuer-kassenfehlbestaende/

Deine Freundin soll erst einmal mit dem Arbeitgeber reden und ihm ggf. die rechtliche Lage erklären (oder es zumindest versuchen).

Einen Betriebsrat wird es nach dieser Schilderung wohl nicht geben. Wenn der AG uneinsichtig ist, muss Deine Freundin dann wohl doch zum Arbeitsgericht.

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Du schreibst leider sehr wirr. Kein Mensch weiss, was in ihrem Arbeitsvertrag steht.

Sie hat nun mehr als 60 Stunden am Stück durchgearbeitet(waren glaube ich 8 oder 9 Tage

Mit solchen Äusserungen habt ihr vor keinem Gericht Erfolg.

Zum einen kann man nicht 60 Stunden am Stück arbeiten. Das wären 2,5 Tage ohne zu schlafen nur arbeiten? Ausserdem sind 60 Stunden eben keine 8 oder 9 Tage, sondern 2,5.

...mehrere Tage wo sie über 10 Stunden arbeiten musste

10 Stunden zu arbeiten ist in Ausnahmefällen erlaubt. 9 Stunden dann auch.

Wie das mit dem Geld nachzahlen aussieht ist im Arbeitsvertrag geregelt, ebenso die Arbeitszeiten. Den kennt hier Niemand, und du verrätst auch nichts darüber.

sie musste Kasse am Feierabend machen

Was ist Kasse am Feierabend?

es steht aber wahrscheinlich davon nichts in ihrem Vertrag wie dad geregelt ist

Dann würde ich aufhören zu vermuten und mir den Vertrag durchlesen.

Sie hat nun die letzten 4 oder 5 Sonntage gearbeitet.

Sonntagsarbeit ist nicht verboten.

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Kommentar von Daniel23061993
21.10.2016, 01:30

1. Ich habe geschrieben  "über 10 Stunde n" (insgesamt waren es 11 Stunden wenn ich mich richtig erinnere). Das ist nicht erlaubt. 

2. Mit 60 Stunden durcharbeiten meine ich 60 Stunden ohne freien Tag dazwischen( also 8 Tage je 7,5 Stunden zum Beispiel, das ist nämlich laut Gesetz nicht erlaubt) und wir können es beweisen.

3. Sonntag arbeit ist nicht verboten das stimmt aber auch hier steht im gesetzt das man mindestens 15 Sonntage pro Jahr frei zu bekommen hat. Und die hat sie nicht(können wir beweisen) 

4. Das mit der Kasse war ja eine "was wäre wenn frage"

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Haben wir Chancen

Habt ihr Zeugen und Beweise? Lasst ihr euch anwaltlich vertreten?

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Kommentar von Daniel23061993
21.10.2016, 01:10

Wir werden uns wahrscheinlich vertreten lassen und wir können zumindest alle Arbeitszeiten des ganzen Jahres nachweisen 

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