Vor 30 Jahren präsentierte man publikumswirksam den ersten Megabit-Speicherchip U61000 der DDR. Hatte der Chip eine realistische Chance auf Serienproduktion?

5 Antworten

Kenne einen der Entwickler und Nationalpreisträger persönlich und der meinte, die Wiedervereinigung habe die Massenproduktion verhindert, da entsprechend leistungsfähige Chips nun billig auf dem Weltmark gekauft werden konnten, sodass eine DDR-eigene Serienproduktion nicht mehr lohnend war. Ohne Wiedervereinigung wäre der Chip aufgrund der Embargos mit Sicherheit in die Produktion gegangen.

Ein sehr enger Verwandter, der in der Computerbranche der DDR tätig war, erwähnte mir gegenüber, dass die DDR zum Zeitpunkt ihres 1-Megabit-Speichers nicht einmal den 256 kBit-Speicher richtig in Serienproduktion auf die Reihe bekam. Als Erich Honecker Michail Gorbatschow einen 1-Megabit-Chip aus DDR-Produktion überreichte, witzelte er: „Da geben sie ihm ein Stück Knete mit etwas Draht dran, und sagen es sei ein 1-Megabit-Speicher.“

Diesen Aussage zur Folge wäre es noch ein langer Weg gewesen, bis dieser Megabit-Speicher in Serienproduktion hätte gehen können.

Unter anderem Namen bestimmt produziert, Devisen sind alles.

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