Vor 25 Jahren von Mutter verlassen, jetzt will SA Unterhalt!

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4 Antworten

Wenn Deine Mutter damals nicht ausreichend verdient hat, mußte sie auch keinen Unterhalt zahlen (mit genau der gleichen Begründung, mit der Du jetzt nicht zahlen willst). Außerdem muß man die damalige Gesetzeslage berücksichtigen und die Gründe für ihre "Flucht" vor der Familie.

Einfach so nicht zahlen müssen wird nicht gehen. Und ich finde es auch ein wenig fragwürdig, daß Du jetzt dieselben Argumente als "Rechtfertigung" nimmst, die Du Deiner Mutter vorhälst. Ganz davon ab finde ich es Deiner Tochter gegenüber auch nicht fair. Sie kann nichts für den Konflikt zwischen Deiner Mutter und Dir - und ein "normales" Verhältnis, wenn man sich um Geld streitet, wird niemals möglich sein.

Für dich sind Mütter wohl von vornherein immer gut? Du weißt nicht, ob sie sich in den 25 Jahren um ihre Kinder gekümmert hat. So wie die Userin schreibt habe ich nicht den Eindruck. Außerdem was hat die Tochter der Userin mit der Sache zu tun? Sie schreibt legilich das sie eine Tochter hat und damit auch für sie unterhaltspflichtig ist.

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@carsten1979

Hallo carsten1979, da hat jemand meinen Text sehr gut durchgelesen - danke dir!!

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@carsten1979

Nein, für mich sind Mütter nicht grundsätzlich von vorneherein gut - aber ich bin durchaus in der Lage zu erkennen, daß wir hier nur eine Seite zu hören kriegen (und die ist auch noch sehr zweifelhaft und widersprüchlich).

Und das, was sie ihrer Tochter damit beibringt, halte ich auch für äußerst zweifelhaft!

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Hallo ErsterSchnee, tut mir leid, daß ich nicht so ins Detail gegangen bin. Also kläre ich dich mal in Kurzform auf. Meine Mutter ist am 3 Wochen vor Weihnachten abgehauen! Hat das Haus halb leer geräumt und wir kamen von der Schule und weg war sie - wir wußten nicht wo sie war und was los war und wieso, weshalb, warum!???!!! Später hab ich dann erfahren, daß sie in der 22-jährigen Ehe mit meinem Vater unzufrieden war und erst spät eingesehen hat, daß sie hätte reden sollen!!! Es besteht kein Kontakt zu ihr! Und damit sie keinen Unterhalt an ihre 9- und 11 Jahre alten Kinder zahlen muß ging sie auch nicht arbeiten. Meistens nur auf geringfügiger Basis und dann eben noch Arbeits- und Sozialamt!! In den ganzen 25 Jahren hat sie sich noch nie zu meinem Geb gemeldet, ich habe es hingegen schon immer wieder mal mit Kontaktaufnahme zu ihr versucht - wurde aber immer wieder enttäuscht von ihr!!!

Und wie kommst du auf die Idee ich wäre nicht fair gegenüber meiner Tochter???? Sie kennt ihre "Oma" doch gar nicht!! Die Frau (sorry, aber jetzt hab ich das Wort Mutter schon oft genug benutzt - mehr geht beim besten Willen nicht!!) wohnt übrigens 500km weit entfernt. Sie hat es geschafft, daß ich seit 22 Jahren unter Depressionen und Essstörungen erkrankt bin. Und ja, ich war schon wegen ihr in Psychiatrischer Behandlung. So - und es wird nie ein "normales" Verhältnis zwischen dieser Frau und mir oder zwischen ihr und meinen 3 Brüdern geben. Ich kenne meine Pflichten! Doch was ich wissen will: Ob ich auch Rechte habe??!! Dies ist ja kein normaler Unterhaltsfall - oder kommt dies tagtäglich in Deutschland vor?? Danke schon mal im Vorraus...

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Hallo ErsterSchnee,

was hälst du nun von meiner Geschichte? Ich kann von dir gar keine Antwort mehr sehen.

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@ship12

Entschuldige bitte, daß ich nicht nonstop online bin sondern auch noch andere Sachen zu tun habe.

Ich bleibe dabei - wir kennen nur Deine Seite der Geschichte. Die Version Deiner Mutter kann und wird sich vermutlich auch ganz anders anhören - zumal Du ja über ihre Beweggründe nichts sagen kannst, wenn Du keinen Kontakt zu ihr hast...

Und nein - nicht Deine Mutter hat es geschafft, daß Du krank geworden bist und ärztliche Hilfe brauchst. Wenn Du in den ganzen Jahren nicht geschafft hast, Verantwortung für Dein eigenes Leben zu übernehmen und nicht immer die Schuld bei anderen zu suchen, sollest Du den Psychiater wechseln! (Und das meine ich jetzt wirklich nicht böse!)

So oder so willst Du jetzt trotzdem genau dasselbe machen, was Du ihr vorhälst. Das ist erstens nicht konsequent, zweitens nicht ehrlich und drittens absolut kein Vorbild für Deine Tochter. Oder willst Du ihr wirklich beibringen, daß es sinnvoll ist, gewissen Groll sein Leben lang zu behalten und zu pflegen? (Sowas macht erst recht krank!)

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@ErsterSchnee

Hallo ship12,

was hälst Du nun von meiner Antwort? Ich kann von Dir gar keine Antwort mehr sehen...

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Ich bin selber von meiner Mutter verlassen worden - im Alter von 6 Monaten. Und ich habe auch bis heute damit zu tun: 30 Jahre später. Auch sie hat sich extrem unzuverlässig gemeldet, mal zum Geburtstag was geschickt, mal nicht. Kam dann nach 27 Jahren und war beleidigt, weil ich meine Stiefmutter Mama nenne. Fühlte sich als Opfer. Sorry, aber wer, bewusst oder unbewusst, seinem Kind eine solche Packung mit auf den Weg gibt, braucht nicht auch noch eine finanzielle Belastung oben drauf legen. Du hast wirklich überhaupt keine Verpflichtung ihr gegenüber. Was ich getan habe, ich habe mich von meiner Stiefmutter adoptieren lassen, und zwar so, dass die andere Frau (ich verstehe Dich wirklich sehr gut, dass Du nicht immer Mutter sagen kannst) nicht mal mehr in der Geburtsurkunde steht. Das war nicht mal als Rache o.ä. gedacht, sondern um meine Mama zu ehren. Aber ich bin jetzt, soweit ich weiß, nicht mehr für die Exmutter verantwortlich.

Die Angaben mußt du machen, aber wie du schon selbst weißt ist euer Selbstbehalt so hoch das ihr nicht zahlen müßt. Es gibt die Möglichkeit das per Gerichtsbeschluß zu klären, allerdings ist der Ausgang ungewiss und die Befragung und Gerichtstermine dürften noch unangenehmer sein.

Das SA muß dich auffordern deine Einkünfte offen zulegen. Sie kennen nicht eure Familienverhältnisse und was vor 25 J. geschehen ist. Du hast recht, es gibt die Möglichkeit von vornherein die Angaben zu verweigern wenn das Elternteil sich entsprechend mies verhalten hat. An deiner Stelle würde ich mich bei einem Anwalt für Sozialrecht beraten lassen, inwiefern das für dich zutrifft. Sollte es zur Klage kommen, Prozesse vor dem Sozialgericht sind für die Kläger kostenfrei. Was für dich noch wichtig ist. Solltest du doch Angaben machen müssen, nur dein Einkommen zählt. Das Einkommen deines Mannes ist tabu.

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