Vor 11 Jahren Führerschein abgegeben, entzogen durch das Straßenverkehrsamt. Nun heißt es 15 Jahre warten oder MPU. Kann man das umgehen?

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6 Antworten

Bei Situationen wie dieser stellt sich mir immer eine Frage:
Man lässt sehr viel Zeit ungenutzt liegen, bemüht Rechtsanwälte die bezahlt werden müssen, riskiert es vor Neuerteilung der FE beide Prüfungen neu ablegen zu müssen - traut sich aber nicht den Weg zu gehen der die größte Wahrscheinlichkeit bietet die FE wieder zu erlangen?

Gleich vorab: An der MPU führt kein Weg vorbei wenn man nicht auf die Verjährung des Eintrages warten will.

Deiner Schilderung nach sollte es kaum Ängste vor der MPU geben, denn das Verhalten hat sich wohl grundlegend geändert. Dein Freund hätte also schon vor vielen Jahren mit der Vorbereitung auf die MPU beginnen können. Das kostet zusätzliches Geld, ist aber sinnvoll denn die Erfolgsaussichten sind dann sehr höher.

Also: Entweder sofort professionell auf die MPU vorbereiten und diese hinter sich bringen - oder weitere 4 Jahre warten.

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Die Frist beträgt immer 10 Jahre, fängt aber erst nach fünf Jahren an zu laufen. Man darf sie auch nicht als klassische Verjährung verstehen, sondern es handelt sich um eine Löschfrist, die verstreicht. Danach ist nur noch der Entzug an sich vermerkt, nicht mehr der Grund.

Und dass man bei der ersten MPU "traditionell durchfällt", ist ebenfalls ein Märchen. Wer sich wirklich mit seinem Fehlverhalten auseinandersetzt und seine Einstellung ändert, schafft es auch beim ersten Mal.

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Dein Freund sollte sich direkt an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht wenden. "Normale" Anwälte kennen sich da oft nicht so gut aus.

Die Frage ist nämlich auch.......welches Datum wird für die Löschung der Eintragung im VZR genommen? Tattag oder Tag der Mitteilung? Evtl. kann man nämlich einen Antrag auf vorzeitige Löschung stellen, da ja oft zwischen Tat und Mitteilung mehrere Monate vergehen.

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einfach einen neuen Führerschein bei der Fahrschule machen, den Rest erzählt dir der Fahrlehrer 

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Kommentar von xananara
05.01.2016, 12:00

Ist das denn in dem Fall überhaupt erlaubt ? Bzw. möglich? 

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Kommentar von Crack
05.01.2016, 12:32

einfach einen neuen Führerschein bei der Fahrschule machen, den Rest erzählt dir der Fahrlehrer

Das ist einfach nur Unsinn.

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Ich würde das einmal von einer anderen Seite beleuchten wollen.Mehr als 10 Jahre kein KFZ-geführt zu haben ( illegal ,Fahren ohne Fahrerlaubnis lasse ich außen vor) könnte zu der Situation führen,das jegliche Erfahrung mit dem Fahren von Kraftfahrzeugen verloren gegangen ist.Manche entwickeln auch Ängste und bedürfen besonderer fahrpsychologischer Behandlung.Es wäre sinnvoll gewesen,zeitnah zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis zu kommen.Hierzu wäre zwar die MPU notwendig geworden,u.U.auch eine Klage,gegen die Entscheidung des Straßenverkehrsamtes.Ich empfehle :also,entweder warten,und vorsichtig in den Fahralltag reintasten,wenn es soweit ist.Sonst ist halt das Risiko MPU unumgänglich.Hierzu gibt es aber professionelle Vorbereitungskurse,die das Bestehen im 1.Anlauf wahrscheinlicher machen.Ob ein Antrag auf Aufhebung der Sperrfrist möglich ist,würde ich bei einem Anwalt erfragen.Beste Grüße

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Kommentar von xananara
05.01.2016, 12:18

Gefahren ist er seither nicht mehr, Ängste jedoch hat er nicht.
Er will seinen Führerschein ja unbedingt wieder bekommen, daher schätze ich mal das es recht unwahrscheinlich ist das er sich da nicht ran traut ^^ 
Aber das ist zumindest mal eine sehr gute Idee mit einem Anwalt einen Antrag auf Aufhebung zu beraten.

Vielen Dank!:)

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Ich würde sagen, ihm bleibt nicht mehr übrig als noch 4 Jahre zu warten. Wenn selbst Rechtsanwälte da nicht weiter wissen, frage ich mich, was du von gf.net erwartest. Vielleicht kann er Beihilfe zur Bezahlung der MPU beantragen oder diese steuerlich absetzen, aber mehr fiele mir auch nicht ein.

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Kommentar von xananara
05.01.2016, 12:02

Ich bin in der Hoffnung das es eventuell Leute mit ähnlichen Fällen/Problemen gibt bzw. gab, die vielleicht bei ihren Rechtsbeiständen mehr Glück hatten oder eine andere Lösung kennen.

Das mit der Beihilfe habe ich noch nicht bedacht , das ist ein guter Tipp, Danke 

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Kommentar von Knochi1972
03.02.2017, 23:33

Wenn selbst Rechtsanwälte da nicht weiter wissen, frage ich mich, was du von gf.net erwartest.

Wer beruflich mit Anwälten, insbesondere Fachanwälten im Verkehrsrecht zu tun hat, weiß es. ;-)

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