Vor- und Nachteile von CETA, was haben Zölle mit sicheren Arbeitaplätzen zutun?

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5 Antworten

Hallo woogie123!

Barolo88 hat gut erklärt, welcher Gedanke hinter dem Stern-Argument steht. Man kann allerdings einiges dagegen einwenden:

1. Die Arbeitsplätze, die in Deutschland durch weniger Zollgebühren gesichert werden können, werden dann woanders eingespart. Es hat sich ja gerade an der Schuldenkrise innerhalb der EU gezeigt, dass in unseren globalisierten Verhältnissen eine Sicht, die die wirtschaftliche Situation auf nationale Bereiche verengt, nur kurzfristig sinnvoll ist, langfristig aber gar nicht funktioniert.

Man muss nämlich als erstes fragen, ob die Zollschranken nicht für beide Seiten gleich sind. Wenn nämlich die deutsche Industrie für den Export nach Kanada für ihre Waren dieselben Zölle bezahlt, wie die kanadische Industrie für den Export nach Deutschland, dann verändert sich überhaupt nichts! Vielleicht werden die Produkte etwas billiger, aber mit Arbeitsplätzen hat das gar nichts zu tun.

Die deutsche Industrie profitiert nur dann von wegfallenden Zöllen, wenn diese einseitig erhoben worden sind. In diesem Fall werden aber die Arbeitsplätze in derselben Industrie Kanadas oder der USA gefährdet. Die Handelsbilanz wird immer schlechter und irgendwann werden die deutschen Hersteller ihr Zeug nicht mehr los. Denn es werden ja nicht einfach unbegrenzt immer mehr Industrieprodukte gebraucht, bzw. sie müssen auch bezahlt werden!

2. Das Argument basiert auf der typisch sozialdemokratischen Haltung: "Geht es den Unternehmen gut, dann geht es auch den Arbeitnehmern gut." Dagegen gibt es aber folgendes einzuwenden: Je mehr Gewinn ein Unternehmen macht - und man kann natürlich einseitig wegfallende Zölle auf die Gewinnseite rechnen - desto mehr Kapital ist da, um die Arbeitsabläufe zu rationalisieren und zu automatisieren. Damit aber werden Arbeitsplätze abgebaut!

Gruß Friedemann

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Es gibt keine Vorteile weder bei Einführung von TTIP, noch von CETA, die kleinere Variante bzw. der "Ableger" von TTIP. TTIP und CETA sind quasi synonym.

Nur im Schulbetreib gibt es für Alles ein Pro und ein Kontra, damit die Schüler nur ja nicht eindeutig, ggf. gar radikal werden, deshalb sollen sie wie ein einstiger Kaufmann nur wiegen und wägen, dann die Hand ausstrecken und mit wichtiger Miene diese nach rechts und nach links kippen. (bloße Zuschauermentalität wird so gezüchtet)

Wenn TTIP und CETA durchkommt, dann wird es richtig schlimm!

Vorsorgeprinzp: noch muß ein Unternehmen in der EU beweisen, dass

sein Verfahren oder Produkt unschäflich ist, bevor eine Maektzulassung

erfolgt. Mit TTIP steht das Vorsorgerprinzip auf frm Spiel

Chemikalien: In der EU muß bisher für die Zulassung von Chemikalien

der Nachweis erbracht werden, dass sie sicher sind. In den USA gilt

eine Unverdenklichkeitsvermutung. Bis zum Nachweis des Gegenteils geht

man davon aus, dass die Stoffe unschädlich sind.

Energie und Klima: Beschränkungen und Nachhaltigkeitsstandards für

klimaschädliche Energieträger, z.B. Öl aus Teersand könnten als

Handelshemmnisse abgeschwächt werden

Textilien: es besteht die Gefahr, dass die Entgiftung von Textilien so unterlaufen wird, die Grenzwerte sich verschlechtern

Ernährung: weniger Schutz vor Pestizidrückständen, gerntechnisch

veränderten  Produkten, sowie unsicheren und unnötigen

Lebensmittelzusätzen. Diwese und andere Verschlechterungen (u.a.

Chlorhühner) sind zu befürchten

Landwirtschaft: durch TTIP massenhaft billige Lebensmittel von

billigen nordamerikanischen Industriefarmen. Hiesige kleinbäuerliche und

ökologische Betreibe geraten so unter Preisdruck und sind dadurch in

ihrer Existenz gefährdet.

Kosmetika: durch TTIP und CETA werden niedrigere Standards gesetzt,

so dass wir dann vermehrt schädliche Substanzen in den Kosmetika wieder

vorfinden, die zuvor verboten waren.

Umwelt und Artenvielfalt: durch den Atlantik überschreitenden

Verkehr, erhöhen sich die Zahl der Transporte. Die Folge: höhrerer

Treibstoffverbrauch, klimaschädliche CO2-Emissionen.

Privatsphäre: die Konzerne wollen noch mehr Daten von uns. Durch TTIP wird der persönliche Datenschutz noch mehr verringert.

Daseinsvorsorge: Bereiche der Daseinvorsorge wie Wasserversorgung,

Müll, Gesundheitswesen sowie Bildung sind meist noch in öffentlicher

Hand. Geht das Handelsabkommen durch, dann wird eine große

Privatisierungswelle einsetzen, Profitrinteressen dominieren dann

ausschließlich über öffentl. Bedürfnisse.

private Streitschlichtung: verklagt ein Investoreinen Staat nach

der Investor-Staat-Streibeilegung sollen private Schiedsgerichte aus

jeweils 3 Streitrichtern i neinem außergerichtlichen Verfahren

entscheiden. Der dann zu zahlende Schadensersatz könnte dann in

Milliardenhöhe zugusnten der Konzerne erfolgen, zu Lasten hingegen der

Steuerzahler.

Nachhaltige Entwicklungen: sie werden dann z.B. den USA nicht mehr

ratifiziert. Dies hat dann eine negative Signalwirkung für andere

Staaten.

Demokratie und Transparenz: Die Bevölkerung wird über den

Verhandlungsstand in Sachen TTIP nur unzureichend informiert. Ob die

nationalen Parlamente einen bedeutsamen Einfluß auf die Verhandlungen

nehmen können, ist mehr als zweifelhaft. Geht das Abkommen durch, wird

es ein entsprechendes Organ geben, dass außerhalb der sonst üblichen

demokratischen Strukturen entscheidet.

Arbeitsplätze und Standards: etliche Arbeitsplätze werden

verlagert. Es werden mehr Waren aus den USA kommen, dadurch gehen

Arbeitsplätze zusätzlich verloren. Der so entstehende erhöhte Wettbewerb

wird die Löhne in Europa verschlechtern, Arbeitnehmer-Rechte werden

eingeschränkt, die Arbeitssicherheit wird abgebaut.

Fazit: mit TTIPund CETA wird nur die Macht der multinationalen
Konzerne gewaltig gestärkt, die Umwelt geschädigt, das Lebensmittel
verschlechtert, sowie sonstige Nachteile für die Masse der Bürger
eingehandelt.

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Kommentar von Bitterkraut
18.10.2016, 21:54

Du hast die Frage nicht verstanden. Wie du oder sonstwer darüber denkt, war hier gar nicht gefragt.

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die Waren die deutsche ( europäische)  Unternehmen nach Kanada oder USA verkaufen unterliegen dort hohen Zollvorschriften, d.h. die Produkte die man verkaufen will sind um diesen Faktor teurer als dortige Waren, was die Konkurrenzfähigkeit stark einschränkt.  Durch den Wegfall der Zölle könnten die europäischen Unternehmen günstiger in Amerika verkaufen, dadurch mehr Umsatz und Gewinn machen,  

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Kommentar von voayager
18.10.2016, 21:46

sicher, vor allem die Konzerne erhöhen dann ihre Profite, deshalb soll ja TTIP und CETA umgesetzt werden, so der Traum auch der hiesigen Regierung, die als Sachwalter der Monopole (=Konzerne) fungiert.

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Wenn Zölle weg fallen, müssen Unternehmen für Exporte keine Gebühren mehr bezahlen. Sie sparen also Geld, im Fall von CETA geht es da um Millionen.

Und wenn die Firmen mehr Geld haben, gehen wahrscheinlich keine/wenigerArbeitsplätze verloren. 

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Kommentar von woogie123
18.10.2016, 18:14

Es heißt ja es kommen neue Arbeitsplätze dazu, aber wo genau, weil eigentlich sollten sogar welche wegfallen da man am Zoll weniger Leute braucht? Oder?

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Kommentar von voayager
18.10.2016, 21:44

so ein Unsinn, denn dann kann es leicht passieren, dass weitere Firmen aufgekauft werden können, von denen zumindest ein Teil der Arbeitsplätze verloren geht. Es kann auch passieren, dass dann Rationaliserungsinvestitionen getätigt werden, sprich noch effizientere Maschinen, die noch mehr Arbeitsplätze übverflüssig machen. Es kann auch passieren, dass dann ein verstärkter Kapitalexport weinsetzt, sprich Aufbruch zu neuen Märkten. Dann kann es auch passieren, dass bei Profitsteigerung diese in den Finanzsektor reinfließen, zwecks Spekulation. (z.B. Derivate, Hedgefonds usw.) Also, den Glauben überlass mal lieber der Kirche.

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Keine Zölle, das verbilligt die Waren im Ausland, das erhöht den Export und die Produktion im Inland, also wird auch mehr Manpower gebraucht, es werden Arbeitsplätze gesichert und geschaffen. Das ist die Theorie dahinter.

 

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Kommentar von voayager
18.10.2016, 21:48

Das mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, ist eine Illusion, siehe NAFTA, wo es u.a. in Mexiko zum Wegfall von Arbeitsplätzen kam.

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