Von zuhause abhauen ich brauche einen Ausweg?

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7 Antworten

Sobald Du einen Ausbildungsplatz weiter weg findest, den Vertrag unterschrieben hast und dort eine Wohnmöglichkeit gefunden hast bist Du weg. Punkt. 

Deine Mutter wäre dagegen? Kein Ding. Dann gehst Du zum Familiengericht vor Ort, schilderst Deine Situation und lässt Dir vom Familiengericht den neuen Vertrag bestätigen. 

Immerhin wohnt Deine Mutter ja wohl offensichtlich nicht mit Euch zusammen. Was will sie sich also einmischen?!? 

Zudem bestimmst ausschließlich Du über Deine berufliche Zukunft, Deinen Werdegang. Das garantiert Dir unser Grundgesetz. Alter spielt da keine Rolle. 

Um also den Ausbildungsplatz wechseln zu können würde ich Dir raten bei der zuständigen Kammer für Deinen Ausbildungsberuf nach einem Ausbildungspaten zu fragen. Mit diesem bespreche Deine Situation und finde mit ihm oder ihr gemeinsam einen Betrieb Deiner Wahl. 

Wir Erwachsenen leben nicht auf einem anderen Planeten. Dazu gehören auch Ausbilder. Alleine schon die Tatsache, dass Deine Mutter nicht mit Euch zusammen lebt spricht Bände. 

Grundsätzlich möchte ich Dir mit auf Deinen Lebensweg geben, dass Mutterliebe nicht angeboren ist sondern anerzogen. Das ist nicht nur bei uns Menschen so. 

Du hast nun das Glück gehabt einen liebevollen Vater gehabt zu haben. Pflege die Erinnerung in Deinem Herzen und lerne zu akzeptieren, dass aus einem leeren Gefäß Nichts zu erwarten ist. 

Ja. Das ist schwer. Mit gegenseitigen Beschuldigungen aber wird nur Energie verschwendet. Energie, die Du besser für Deine Zukunft verwendest. 

Gewöhne Dir also an, jeden abend von Hand auf Papier Tagebuch zu führen. Achte weder auf Schönschrift noch auf Verständlichkeit. Schreibe einfach. 

Und womöglich wird es Dir gut tun eine Art Trauertagebuch zu führen. Hier kannst Du alle Erinnerungen an Deinen Vater festhalten, Gespräche mit ihm führen als sei er noch da, nur eben weit weg gezogen. 

Und Deine Schwester? Würde ich nicht lange mit rumstreiten. Wenn Du sie versorgen sollst dann stelle klare Regeln auf. Hält sie sich nicht daran darf sie mit den Konsequenzen leben. 

Wenn also aufgeteilt ist, dass sie sich um ihre Wäsche selbst zu kümmern hat, es nicht tut und also keine saubere Wäsche hat

ihr Problem. Lass sie dann ruhig toben und ignoriere sie. Sicher gibt es in Deinem Leben bessere und sinnvollere Beschäftigungen als dann auf sie einzugehen. Pflege diese. Ihr Anfall wird sich um so schneller in Luft auflösen, je eher sie begreift, dass es Grenzen gibt. 

Ok. Dann soll sie eben zu ihrer Mutter gehen und sich beschweren. Was glaubst Du wohl, was ein Jugendamt davon hält, wenn Du es einschaltest, weil Du nicht mehr bereit bist Mutterrolle bei Deiner Schwester zu übernehmen, obwohl die Mutter nur wenige Kilometer weit weg ihr eigenes Leben führt? Die werden Deiner Mutter aufs Dach steigen. Das ist dann ihre Aufgabe. 

Gib mal bei Wikipedia Jugendamt in die Suchmaske und lese den Artikel genau durch. Öffne alle Links im Fließtext. Wissen ist Macht. 

Und nutze unbedingt vor diesem Beratungstermin 

https://www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendtelefon.html

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Auch wenn es hart ist: mache Deine Ausbildung mit möglichst gutem Abschluss fertig. Dann bist Du nicht nur volljährig, sondern hast auch etwas, auf dem Du aufbauen kannst.

Du kannst Dir dann eine Arbeit in einem anderen Ort oder vielleicht sogar im Ausland suchen und Dein eigenes Leben leben.

Dass Du Deine Mutter auch gleichzeitig noch als Lehrerin hast, ist nicht optimal. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, das Fach bei einem anderen Lehrer zu machen.

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Heißt Du Aschenputtel? Was soll man Dir da raten?

Deinen Frust kann man natürlich verstehen, der ist völlig ok.

Da es Deiner Familie nicht u Dich, sondern um sich selbst zu gehen scheint, wirst Du auch wenige Angriffspunkte finden.

Normalerweise geht so etwas, solange Du nicht volljährig bist nur über Kommunikation. So wie Du es schilderst ist das aber wohl auch schon durch.

Du hast nun 2 Möglichkeiten: entweder Du kämpfst weiter gegen die Situation an und bist Baum oder Du suchst den Weg im anderen Umgang mit der Situation, die in absehbarer Zeit zu Ende sein wird (Februar) und spielst Grashalm.

Du musst einen für Dich gesunden Weg suchen. Konfrontation scheint es nicht zu sein, denn damit bewirkst Du nichts mehr.

Was im Leben immer geht ist Akzeptanz und ein intelligentes Umgehen mit Situationen. Was Du immer kannst, ist Dich zu ändern. Damit meine ich nicht Deine Persönlichkeit, sondern Deinen Fokus, wie Du Dich nach außen verhältst und mit einer Situation umgehst.

Nur Du lässt zu, dass andere Dich runterziehen. Suche Dir Dinge, die Dir so viel Freude und Energie liefern, dass Du das durchstehst. Kämpfe nicht unnötig, sondern sei souverän und steh über der Sache. Das macht Dich weniger angreifbar.

Ich kann Dir nur Glück wünschen. Aber das ist eine gute Schule für Konfiktmanagement und Du wirst viel daraus lernen und profitieren. Du darfst Dich nur nicht zu weit kaputt machen lassen und ob das passiert, bestimmst Du am einfachsten über Deine Einstellung, wenn Du schon nicht fliehen kannst.

Das heißt nicht, dass man sich nicht wehren soll, sondern nur Kämpfe vermeiden sollte, die zu viel kosten und die Du (hier aus rechtlichen Gründen) kaum gewinnen kannst.

Natürlich gilt das alles nur und so verstehe ich es, als würdest Du in keiner Weise z.B. körperlich misshandelt werden. Dann wäre das Jugendamt die richtige Stelle...

Zieh es durch, mache Deine Ausbildung, denke an Deine Zukunft.

Ich wünsche Dir die Stärke, die Du brauchst.

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Geh zum Jugendamt und versuche einen Platz in einer Jugend Wohngemeinschaft zu bekommen. Dort kannst du zur Ruhe kommen und überlegen, wie dein leben weitergehen soll. Ich wünsche dir alles Gute !

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du schreibst über deine mutter "wenn sie mal da ist". wo ist sie denn ? lebt sie nicht hauptsächlich mit dir in der selben Wohnung?

wie redest du mit ihnen?

rede über dich und nicht über deine familie indem du ihnen vorwürfe machst. formuliere deine Kritik so, dass sie nicht verletzt.lass dich nicht von deinen emotionen leiten. sachlich deine kritikpunkte aufzählen....

die familie ist eine der grössten Herausforderungen für jeden heranwachsenden. kenne ich selber auch zu genüge.

aber!... wer es gelernt hat, sich mit seiner familie auseinander zu setzten, hat einen riesen meilensetin für sein späteres leben gelernt. nämlich, Kritik aus zu halten und kritik angemessen zu äussern.

ich gebe zu, das ist nicht unbedingt leicht in dem alter. ( und nicht nur in DIESEM alter :-) verusche es trotztem! und wenn du hilfe brauchst, hole dir Unterstützung bei jemanden, den du gut im formulieren findest, der gut streitgespräche führen kann, den du als vorbild nehmen könntest.

alles gute!

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Kommentar von JoyS2000
27.06.2017, 12:43

Ich wohne nicht mit meiner Mutter zusammen sie wohnt circa 25 Kilometer von uns weg.

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Gehe zum Jugendamt und lasse dich beraten. Die können dich sicher besser beraten, weil sie direkt auf deine Situation eingehen können. 

Für uns hier wird es nicht so einfach, die genau richtige Antwort zu finden, auch dann nicht, wenn sie noch so gut gemeint sind.

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Gibt doch Wohneinrichtungen für Jugendliche, wende dich mal ans Jugendamt.

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