Von wem ist dieser Spruch, sinngemäß in der Erklärung?

4 Antworten

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“Kaufe, wenn das Blut in den Straßen fließt!” lautete zu Anfang des 19. Jahrhunderts der berühmte Ausspruch Nathan Rothschilds, Sproß des britischen Zweiges der gleichnamigen Bankier-Familie. Er hat bekanntlich im Kielwasser der durch die Schlacht von Waterloo ausgelösten Börsenpanik ein Vermögen gemacht. “Kaufe, wenn das Blut in den Straßen fließt, selbst wenn es Dein eigenes ist!” soll der volle Umfang dieser Aussage gewesen sein.

http://www.investorwissen24.de/gold-silber/news/nathan-rothschild-und-der-heutige-goldmarkt/

Wenn das Blut durch die Strassen fliesse, soll Baron Rothschild gesagt haben, gelte es in die Zukunft zu investieren. Häuser und vor allem Grundstücke muss man zu Spottpreisen an Orten kaufen, wo Menschen mit hastig vollgestopften Koffern das rettende Boot über den Grenzfluss oder den letzten Flug ins Ausland besteigen .-lg.

Rothschild - wer beschimpft diese Gauner? Niemand, denn sonst biste ja ein Nazi - und dieser Spruch ist an Menschenverachtung kaum zu überbieten!

Muss ich - trotz meiner jiddischen Vorvorderen - echt mal sagen! Gesindel par excellece!

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"Kein Anteil der Menschen an der Menschheit ist so gross, wie der der Geschäftsleute am Krieg."

In Kriegszeiten kann man am besten Geschäfte machen, nicht nur mit Waffen, sondern auch Lebensmitteln, Trinkwasser, Kleidung sind knapp und die Leute bereit horrende Preise zu zahlen. Dazu kommt man zum Teil durch Beute aus Eroberungen, Raub und Plünderungen praktisch umsonst an die Ware.

Ich denke, dass das eine Fehlinterpretation des Zitats ist.

Was Herr Rothschild damit sagen wollte ist, dass erfolgreicher Handel immer antizyklisch stattfindet: Kaufen wenn alle verkaufen und verkaufen, wenn alle die Ware wieder haben wollen. Das funktioniert nicht, wenn Güter (wie im Krieg Nahrung und Waffen) bereits Mangelware SIND und der Einkauf teuer ist.

Beispiel: Immobilienkrise 2008-2010. Panisches Abstoßen von Assets ist eine typische Angst-Überreaktion durch entstehende Unsicherheit. Wer Investments emotionslos betrachtet, kann genau in den Zeiten, in denen alle anderen abstoßen wollen (also ihr Blut auf der Strasse vergießen) richtige Schnäppchen machen, da durch ein plötzlich entstehendes Überangebot die Preise verfallen. Es sollte dabei aber davon ausgegangen werden, dass es sich dabei nicht um eine langfristige Korrektur handelt, sondern um einen "Schweinezyklus".

"Schweinezyklus" heißt: Später, wenn sich der Rauch legt, wendet sich das Blatt wieder. In unserem Beispiel: Plötzlich gibt es einen Run auf Immobilien, da diese (neben Edelemtallen) als vermeintlicher Zufluchtsort vor einer drohenden Deflation, oder Hyperinflation gesehen wird. Außerdem sind Immobilien ein unelastisches Gut, was nicht substituiert werden kann.

Der Zusatz "selbst, wenn es dein eigenes ist" bedeutet, dass es sehr schmerzlich sein kann so zu investieren, da man selbst ja nicht über unendliche Kapitalreserven verfügt (passendes Zitat dazu: "Greife in kein fallendes Messer"). Wenn man ein günstiges Angebot findet, muss man also kaufen, auch wenn man sich dann mit dem Rücken zur Wand befindet.

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