Von welchen Wirtschaftsfaktoren war das Leben eigentlich in einer Großstadt wie Berlin geprägt?

3 Antworten

München brummt, Frankfurt auch, Stuttgart ebenso. Es sammelt sich Kapital und Intelligenz in den süddeutschen Metropolen. In Berlin sammeln sich dagegen Hartz IV-Empfänger, Subventionsritter und Selbstverwirklicher. Vor allem wirtschaftlich schwadroniert Berlin seit Jahrzehnten von „Boom“ und „Gründerszene“, man sieht sich als „hot spot“, Leuchtturm“, „Cluster“ und „Zukunftsmetropole“. Doch von einem Dreh- und Angelpunkt der Wirtschaft ist Berlin so weit entfernt wie die Schrippe von der Südsee. Ökonomisch ist die deutsche Hauptstadt eine langweilige Provinzposse.

Paris hingegen ist in jeder Hinsicht eine wirkliche Hauptstadt des Landes. Von den zehn größten Unternehmen Frankreichs sitzen neun in Paris. Nicht anders sieht es in England aus von den zwölf größten englischen Unternehmen haben zehn ihren Hauptsitz in London. In Madrid und Rom sind es immerhin noch fünf der zehn größten Unternehmen des Landes. Ganz anders in Deutschland: Kein einziges der größten 30 Dax-Unternehmen sitzt in Berlin. Und das bei einer Stadt, die mit 3,5 Millionen Einwohnern nicht nur eindeutig die größte Stadt Deutschlands ist, sondern auch die größte Stadt Kontinentaleuropas. Eine internationale Studie „Cities of Opportunity“, hat 30 Metropolen weltweit nach deren Wirtschaftskraft untersucht – und dabei unter anderem die Zahl der Konzernsitze, das Volumen der internationalen Investitionen und das Wirtschaftswachstum verglichen. Berlin landet hier abgeschlagen auf Platz 22. So im Umfeld von Nairobi, Jakarta oder Buenos Aires. 

Nicht einmal in der Medienbranche hat Berlin den Durchbruch geschafft. Dachte man in den Neunzigern noch, hier werde alsbald Deutschlands Fernseh- und Internetgeschichte geschrieben, so herrscht heute Funkstille. Kein einziger großer Sender ist nach Berlin gekommen, Unterföhring ist heute medial einflussreicher als die Hauptstadt. Und auch in der Internetindustrie tönt Berlin zwar lautstark vor sich hin – doch passieren die digitale Revolutionen anderswo. Weder Google (Hamburg) noch Yahoo (München), weder Microsoft (München) noch Facebook (Hamburg), weder Apple (München) noch Amazon (München) haben ihre Deutschlandzentrale in Berlin. Und wenn Huawei sein Forschungszentrum in Deutschland aufbaut – dann in München.

Berlins wirtschaftliche Unfähigkeit wird besonders bei dem Berliner Flughafenprojekt deutlich. Die für den 30. Oktober 2011 geplante Eröffnung des Flughafens wurde bis heute immer und immer wieder verschoben. Dabei wäre selbst der neue Flughafen lächerlich klein gegenüber den Flughäfen anderer Metropolen Europas. Berlin-Tegel ist gerade mal auf dem 23. Platz der größten Flughäfen Europas und landet sogar hinter der Urlaubsinsel Mallorca. Für ein wirtschaftlich so erfolgreiches Land wie Deutschland ist Berlin als Wirtschaftsstandort fast schon peinlich.

https://www.europa-stadtreisen.de/die-10-groessten-staedte-europas/

Du schreibst Berlin waere auf dem Festlandeuropa mit 3,5 Millionen Einwohner die groesste Stadt? Guck dir den Link an, da steht etwas von ferner liefen.

Siemens, da steht ein ganzer Stadtteil in Berlin, dieser Betrieb schluckte Subventionen und verfluechtigte sich dann nach Muechen, weil diese Sanktionen in Berlin wegfielen nach der Wende.

Berlin war nie eine Industriegrossstadt, dafuer hatte DE das Ruhrgebiet.

Hier Berlin runter zu machen, dann wenigstens mit mit richtigen Daten.

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@zetra

Und ich dachte, wir lebten im postfaktischen Zeitalter. ;)

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Zur Kaiserzeit siedelte sich viel Industrie in Berlin an.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war ja Berlin eine gebeutelte Stadt, da passt deine Frage schon gar nicht mehr hier rein.

Jetzt hat es Berlin schwer, denn aufgepaeppelte Laender wie Bayern, haben Betriebe aus Berlin abgeworben usw.

Der Stadt fehlen somit viele Arbeitsplaetze, da kann man nichts machen. Auch ist der Lebensbaum Berlin unguenstig, es gibt zum Vergleich zu anderen Staedten hier viele Rentner.

Abreissen, neu bauen, da hat sich Berlin so einiges erlaubt, somit braucht diese Stadt noch einige Zeit, um wieder ihre ehemalige Attraktivitaet zu erreichen.

https://www.berlin-partner.de/branchen-cluster/industrielle-produktion/

Wann? Im Mittelalter?

Um 1900

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@afgtogo

Industrielle Revolution. Seit Gründung des Kaiserreichsxwar Deutschland DAS Industrieland und der militärversessene Kaiser Wilhelm II. gab ne Menge Kohle für Rüstung aus. Aber auch ansonstenwurde mächtig investiert (Bau vonSchulen, Strassen, Eisenbahn, U-Bahnen...)

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@Mcshrek

und was waren die unangenehmen seiten?

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@afgtogo

Dass Wilhelm Zwo seine tollen neuen Waffen unbedingt ausprobieren wollte, nur leider nicht er selber. Mit seinem verkrüppelten linken Arm konnte der ja noch nicht mal ein Gewehr richtig halten.So schickte er seine Untertanen in den Krieg.

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