Von welchen Nebenkosten wird in neuem Mietvertrag ausgegangen?

6 Antworten

Das mit dem durchschnittlichen oder überdurchschnittlichen Verbrauch ist eine Erfindung des Vermieters. Danach die Kosten zu bemessen entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben und ist daher unwirksam.

Zunächst mal muss man den Vertrag anschauen, ob es sich um eine Nebenkosten Pauschale handelt oer um eine Vorauszahlung.

Bei einer Pauschale darf der Vermieter (mit Ausnahme der Heizkosten) nichts nachträglich verlangen. Der Mieter hat nichts nachzuzahlen. Es ist alles mit der Pauschale abgedeckt. Nur die Heizkosten sind abzurechnen, sofern nicht ein gesetzlich vorgesehener Ausnahmefall vorliegt.

Bei einer Vorauszahlung hat der Vermieter einmal im Jahr eine Abrechnung über die Nebenkosten zu erstellen. Aber auch hier geht es nicht nach einem Durchschnittsverbrauch, sondern der Vermieter verteilt die tatsächlich entstandenen Kosten nach einem bestimmten Verteilerschlüssel. Ist im Vertrag nichts anderes vereinbart oder gibt es keine Kaltwasserzähler, so wird nach dem Anteil der Wohnfläche verteilt.

Nach deiner Beschreibung scheint es sich um eine Pauschale zu handeln. Dabei darf der Vermieter je nach Vertrag evtl. für die Zukunft die Pauschale anpassen, aber nicht mehr rückwirkend etwas verlangen.

Dem gibt es nichts hinzuzufügen !

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Euer Vermieter hat sicherlich für die Berechnung die entsprechende Personenzahl (z.B. für Wasser/Abwasser) berücksichtigt und geht (z.B. bei den Heizkosten) von einem durchschnittlichen Verbrauch aus.

Das lässt sich aber immer nur groß schätzen, denn der eine badet zweimal am Tag, kocht und spült mehrmals täglich und wischt von morgens bis abends die Wohnung durch. Da er den ganzen Tag zu Hause ist, bollert die Heizung rund um die Uhr.

Ein anderer wäscht sich nur kurz (und duscht vielleicht auf der Arbeit), isst nur auswärts und saugt einmal im Monat die Wohnung. Wenn er die Woche über nicht da ist, reguliert er dann die Heizung runter.

Das macht sich selbstverständlich bei den Verbrauchskosten bemerkbar.

Alles Gute für dich!

Siehe Pauschalmietvertrag !

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Ich denke einfach, dass nach Berechnung des tatsächlichen Verbrauches, diese und die bereits gezahlten VORAUSZAHLUNGEN addiert und durch 12 Monate geteilt werden.

Ist dieses Ergebnis WESENTLICH höher als eure bisherigen VORAUSZAHLUNGEN, darf der Vermieter von euch die kommenden VORAUSZAHLUNGEN für Nebenkosten erhöhen.

Der Vermieter muss erstmal die Nebenkosten auslegen für euch und möchte gleichzeitig Nebenkosten von euch haben in etwaiger Grössenordnung.

Es hat NICHTS mi den Vormietern zu tun.

Hi, danke schonmal für deine Antwort! Aber so ganz verstehe ich es nicht... Also wir haben die Wohnung nur für 6 Monate bis September gemietet, wohnen also erst seit einem Monat hier. Welche Vorauszahlungen meinst du? Bzw wann kann eine solche Erhöhung stattfinden? Direkt nach dem ersten Monat wenn mehr verbraucht wurde oder kann auch einfach erst nach 6 Monaten eine Nachzahlung kommen?

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@Herzbube27

Erst nachdem das Jahr beendet ist. Dann hat er 12 Monate Zeit, die Abrechnung zu erstellen. Danach KÖNNTE er mehr verlangen.

Neben der eigentlichen Miete zahlt man doch NEBENKOSTEN-VORAUSZAHLUNGEN.

Wenn ihr INSGESAMT nur 6 Monate drin bleibt, kommt gar keine Erhöhung sondern ein neuer Mieter.

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