Welche Dinge und Ansichten bestimmten zu Martin Luthers Zeit den Alltag?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Hallo,

das hing davon ab, zu welchem Stand Du gehörtest. Ein Bauer hatte sich um seine Felder und sein Vieh zu kümmern, ein Handwerker ging seinem Beruf nach, ein Geistlicher befaßte sich mit dem Gottesdienst und der Seelsorge, ein Adliger kümmerte sich um seine Besitztümer, um gesellschaftliche Aufgaben oder die Jagd usw. Das Leben war viel stärker als heutzutage davon bestimmt, welch Standes und Berufes man war, weil es keine so vielfältigen Freizeitmöglichkeiten gab - höchstens für sehr reiche Menschen - und viele kaum eine Möglichkeit hatten, die Umstände, in denen sie lebten, zu verändern oder Reisen zu unternehmen. Allerdings kam zu Luthers Zeit schon so etwas wie Unternehmertum auf. Luthers Vater etwa, Hans Luther, besaß in Mansfeld ein kleines Kupferbergwerk. Er war schon - wenn auch nur in sehr bescheidenem Rahmen - der Vorbote einer neuen Zeit. Er war auf seinen Sohn lange Zeit nicht gut zu sprechen, weil dieser lieber Mönch geworden war, anstatt sich weiter zum Juristen ausbilden zu lassen und einmal den väterlichen Betrieb zu übernehmen. Später kam es dann aber doch zu einer Versöhnung.

Luther war übrigens ein guter Lautenspieler, mußte dieses Hobby während seiner Zeit im Kloster allerdings vernachlässigen.

Herzliche Grüße,

Willy

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Zu Luthers Zeit hatte die Mehrheit der Menschen eine antisemitische Einstellung, da Juden für die damaligen Menschen eine verachtete Minderheit waren. Das lässt sich auch in der Gesellschaftssherachie herleiten, wo Juden zu der untersten Schicht zuzählten, auf gleicher Höhe mit den Obdachlosen. Sie lebten in ihrer eignen Kultur fernab von der christlichen Gesellschaft, vielleicht kam daher mit der Abschottung  auch das allgemeine Misstrauen gegenüber Juden zu der zeit.

Luther hatte genauso die Abneigung gegen Juden übernommen

Der Einfluss der katholischen Kirche auf das Volk war ziemlich groß. Die Meinung der Kirche war absolutär, sie hatte eine uneingeschränkte Gültigkeit für alle Gläubigen, die diese nicht hinterfragen durften und auch aufgrund ihres niedrigen Bildungsniveaus auch nicht konnten. Das machte es zum Instrument für die Machenschaften der Katholischen Kirche.

Luther enthob sich aus dieser Maschinerie der katholischen Kirche, die das Volk für die eigene zwecke manipulierte. Das veranlasste ihn, die Kirche zu reformieren, die wie wir alle wissen, zur Spaltung des Christentums führte. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Damals bestimmte der Kampf ums nackte Überleben den Alltag, was heißt: Arbeit, Arbeit und nochmal Arbeit, um zumindest die Familie durchzubringen. Das zeigt sich auch in Luthers Schriften, wo er die Arbeit als Bestimmung des Menschen anpreist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gute tag🙋 Also ich denke mal die kirche hat damals den alltag bestimmt, weil alle ja sehr gläubisch waren. Lg

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?