Von Verkehrspolizist angehalten und seine Wahrnehmung als Falsch unterschrieben?

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4 Antworten

Hallo Aaicecube,

für den Verstoß sieht der bundeseinheitliche Tatbestandskatalog folgenden Bußgeldbescheid vor:

Tatbestandsnummer: 123624

Tatvorwurf: Sie benutzten als Führer des Kraftfahrzeugs verbotswidrig ein
Mobil- oder Autotelefon, indem Sie hierfür das Mobiltelefon oder den
Hörer des Autotelefons aufnahmen oder hielten.

Ordnungswidrigkeit gem. § 23 Abs. 1a, § 49 StVO; § 24 StVG; 246.1 BKat

Bußgeld: 60,00 plus 28,50 an Verwaltungsgebühren

Punkte: 1

B - Verstoß

Ein einmaliger B - Verstoß hat keine Folgen. Erst bei zwei B - Verstößen oder einem A - Verstoß:

  • verlängert sich die Probezeit um zwei Jahre und
  • es wird ein kostenpflichtiges Aufbauseminar angeordnet

Bevor der Bußgeldbescheid erlassen wird, bekommst Du von der Bußgeldstelle einen Anhörungsbogen. Du kannst dann

  • den Verstoß bestreiten oder
  • den Verstoß zugeben und
  • Dich zum Tatvorwurf mit eigenen Worten äußern.

Nach Rücksendung Deiner Einlassung entscheidet dann die Bußgeldstelle, ob sie den o.a. Bußgeldbescheid erlässt oder das Bußgeldverfahren einstellt.

Schöne Grüße
TheGrow

Also kann ich den Verstoß dann doch zugeben ohne Konsequenzen weil ich den Verstoß zuvor nicht zugegeben habe. Oder noch besser kann ich den Verstoß weiterhin nicht zugeben aber trotzdem bezahlen und die Sache ist gegessen? 

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@Aaicecube

Naja, was heißt ohne Konsequenten?

Die Konsequenz wird der o.a. Bußgeldbescheid, mit den Bußgeld von 60,00 plus den 28,50 Euro für die Verwaltungsgebühren, den einem Punkt und den Eintrag als B-Verstoß sein.

Konsequenzen im Bezug auf Deine Probezeit hat der B - Verstoß nur dann nicht, wenn kein zweiter B-Verstoß innerhalb der Probezeit erfolgt.

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Du bekommst dann zunächst ein Anhörungsbogen, oftmals bereits mit "Zahlschein" den man als Überweisungsvorlage verwenden kann und die Sache durch Zahlung zugibt.

Selbst wenn Du darauf mit einem Widerspruch reagierst, sogar wenn es bereits vor Gericht verhandelt wird, kannst Du den Widerspruch zurückziehen und die Geldbusse unter Angabe des Aktenzeichens bezahlen.

Leider scheint das immer mehr zur Mode zu werden dass Polizisten schon Geldbussen verteilen für Dinge die gar nicht gemacht wurden. Vor Dir hörte ich schon von so Einigen einfach willkürlich eine Tat vorgeworfen bekommen zu haben. Auch ich hatte kürzlich so einen Fall, wurde von dem Polizisten auch noch beleidigt und weil ich die Unverschämtheit besaß ihn darauf anzusprechen verweigerte er weiter mit mir zu sprechen (wobei ich ihm hätte erklären/zeigen können dass er sich irrt) und ich bekam diesen Tatvorwurf noch als vorsätzlich angelastet (damit sich das Bussgeld verdoppelt).

Und man wundert sich wo die Gewaltbereitschaft gegen Polizisten herkommt!

Du solltest grundsätzlich nichts unterschreiben bei der Polizei. Sag ihnen Du verweigerst die Aussage und sie sollen dir das was sie dir vorwerfen per Post zuschicken. Du bist in so einer Situation ausschließlich verpflichtet Dich auszuweisen.

Lass dann den Sachverhalt von einem Anwalt prüfen oder informiere Dich in aller Ruhe was auf dich zukommen könnte. Entscheide danach was Du tust.

Meiner Meinung nach hast du den Verstoß zugegeben mit deiner Unterschrift auf dem Protokoll.

Nein hab den Verstoß nicht zugegeben. Aber zahlen tuh ich trotzdem weil ich eh keine Chance habe. 

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