Von Notausnahme nicht ernst genommen und unfreundliches Verhalten. Wie vorgehen?

4 Antworten

Das ist eine ganz schwierige Sache, bei der ich Dir nur raten würde, so sauer Du auch bist, es ganz ruhig anzugehen.

Selbstverständlich steht es Dir frei, der Krankenkasse, der Patientenvertretung des 1. Krankenhauses oder sonst irgendeinem einen gepfefferten Brief zu schreiben, nur bewirken werdet Ihr nichts. Zum einen hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus, zum anderen hast Du vermutlich keine Photos, keine Zeugen, nichts, was einen vor Gericht weiter bringt. Der Arzt in der 1. Notaufnahme wird immer sagen, daß die Füße an dem Tag nicht so schlimm aussahen, das ist seine Einschätzung, wenn er daneben liegt, dann ist das, so schlimm das auch ist, Pech für den Patienten. Niemand ist frei von Fehlern. Um jemanden anzuzeigen, muß man ihm Absicht unterstellen, das ist hier nicht der Fall. Da hätten schon von Anfang an Gutachten erstellt werden müssen, die hieb-und stichfest sind.

Ich habe am 11.2.2012 wahnsinnige Kopfschmerzen bekommen, als Dauermigränepatient weiß ich, was Kopfschmerzen sind. Natürlich bin ich gar nicht erst zum Arzt, wer geht da schon hin, nur wegen Kopfschmerzen. 5 Tage später bin ich gestürzt und habe mir das rechte Spunggelenk gebrochen. Das wurde im Krankenhaus sofort operiert, man hat mich jeden Tag gefragt, wie es meinem Bein ging, wenn ich dann wegen meiner Kopfschmerzen gejammert habe, hat man mild gelächelt und mir im Laufe der Aufenthaltswochen sämtliche Schmerzmedikamente verabreicht, die es gibt.

Ich konnte nicht mehr lesen, nicht mehr hören, begriff nichts mehr und war völlig von der Rolle. Ende März konnte ich es nicht mehr aushalten, war dann bei meinem Hausarzt, der mir eine Überweisung zum MRT gab, mit den Worten "Ich glaube ja nicht, daß etwas ist, aber wir machen es mal vorsichtshalber". Ich bekam für den gleichen Tag noch einen Termin, wo man mir dann nur lapidar mittelte, daß ich ja sicher wüßte, daß ich eine Hirnblutung gehabt hätte. Nach über 6 Wochen war die Blutungshöhle noch so groß wie ein dickes Hühnerei. Nur die Tatsache, daß ich wegen einer anderen Erkrankung Cortison nehmen mußte, hat mir das Leben gerettet. Ich habe nur geringe Einschränkungen, für mich schlimm genug, aber man kann damit leben.

Wenn Du etwas erreichen willst, kannst Du es nur mit Hilfe der Zeitung oder über eine miserable Bewertung im Internet. Dann hast Du Deinen Frust abgebaut und hältst vielleicht den einen oder anderen Patienten davon ab, in dieses Krankenhaus zu gehen. Aber mehr wird nicht passieren. Ich habe hier ein Krankenhaus um die Ecke, das ganz schlechte Kritiken hat, wo man mir gegenüber aber super nett und kompetent geholfen hat.

Schreib einen bitterbösen Brief mit allen Details an den Direktor des Krankenhauses, Kopie an den Patientenbeauftragten, aber rechne nicht damit, daß irgendetwas passiert. Da wird ein unverbindliches Blabla-Schreiben kommen, wir bitten um Entschuldigung, daß Sie den Eindruck hatten...... und das war es. Auch über die KK und die Ärztekammer wird sich da nichts tun, wie gesagt, die Sache mit der Krähe.

Tut mir leid für Deinen Freund, ich kann verstehen, wie man sich fühlt. Er sollte vielmehr versuchen, wieder richtig auf die Beine zu kommen, denn das wird sicher eine Weile dauern. Alles Gute für ihn.

Klingt nach Bullshit.
Sofern ihr nicht irgendwo in der dritten Welt wart gibt es immer einen Arzt irgendwo.

Erfrierungen dritten Grades sind nicht zu übersehen, damit würde einen kein Krankenhaus wegschicken. Und im Übrigen tun sie auch nicht mehr weh, weil die Nerven bereits abgestorben sind.

Ihr könntet es durch den Staatsanwalt informieren.

Indem ihr Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung erstattet.

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