Von Minijob auf Teilzeit?

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3 Antworten

Wie DerHans schon richtig geantwortet hat, ist durch die Änderung der Arbeitszeit aus dem befristeten ein unbefristetes Arbeitsverhältnis entstanden; auch wenn es dazu keine schriftliche Vereinbarung gibt, ist der Nachweis aber durch die steuerlichen und versicherungsrechtlichen Änderungen und Abgaben nachweisbar.

Das Arbeitsverhältnis endet also nicht automatisch zum 16.10.2015! Wenn der Arbeitgeber allerdings darauf beharrt, bist Du zu einer Entfristungsklage beim Arbeitsgericht gezwungen, sofern Du das Arbeitsverhältnis weiterführen willst.

Denn der Arbeitgeber kann dieses unbefristete Arbeitsverhältnis auch nicht mehr kündigen, wenn ihm die Tatsache Deiner Schwangerschaft bekannt ist.

Vielleicht solltest Du Deinen Arbeitgeber erst einmal mit diesen rechtlichen Gegebenheiten konfrontieren, bevor Du einen Anwalt einschaltest; das kannst Du immer noch tun, wenn er sich "sperren" sollte.

Denn einen Anwalt brauchst Du in der 1. Instanz eines arbeitsgerichtlichen Verfahren (sollte es dazu kommen) nicht, obwohl es wohl anzuraten wäre, und Du müsstest ihn auf jeden Fall - unabhängig vom Verfahrensausgang - auch selbst bezahlen (sofern Du keine entsprechende Rechtsschutzversicherung hast). Eine Klage - sofern Du sie Dir denn selbst zutraust - reichst Du bei der Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts ein; diese nimmt die Klage auch zur Niederschrift entgegen und berät dabei kostenlos bei der Formulierung.


Vielen Dank für deine Antwort

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Da du de facto seit Januar auf 30 Stunden die Woche beschäftigt wurdest, ist das vorherige befristet Arbeitsverhältnis in ein unbefristetes umgewandelt worden. Anderslautende Willenserklärungen hätten schriftlich erfolgen müssen. Damit hat der Arbeitgeber ein Eigentor geschossen, indem er dir den schriftlichen Vertrag verweigert (oder verschlampt) hat.

Das Bestehen des Vertrages kannst du ja durch deine Entgeltzahlungen und Sozialversicherungen belegen.

Ja so ähnlich hab ich das auch gegoogelt, werde wohl damit zum Anwalt müssen.

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Nein, darauf hattest du kein Anrecht. Der Vertrag läuft befristet bis 16.10, unabhängig von der Stundenzahl.

Auch die Schwangerschaft hat keinen Einfluß darauf, daß der Vertrag verlängert werden muß. Er läuft ganz normal aus.

Jetzt habe ich leider kein Jahr voll gearbeitet, bekomm ich jetzt direkt Hartz 4?

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@siemenswilli

Durch die Vertragsänderung wurde ein unbefristetes versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis begründet. Siehe meine obige Anwort

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