von Hartz 4 zur Erwerbsminderungsrente?

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2 Antworten

Hallo Shorty24,

Sie schreiben:

von Hartz 4 zur Erwerbsminderungsrente ???<

Antwort:

Mein ausdrückliches Mitgefühl für Ihre kranke Mutter.

Diese psychischen Krankheiten sind eine schlimme Sache und für die Betroffenen selbst, aber auch für die Angehörigen, eine sehr große Belastung.

Da kommt man ohne fremde Hilfe auf keinen grünen Zweig.

Wenn Ihre Mutter, aus welchen Gründen auch immer, auf Dauer, nur noch unter 3 Stunden pro Arbeitstag inenrhalb einer 5-Tage-Woche, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt belastbar ist, entfällt in der Regel der Anspruch auf Hartz 4 und als Alternative wäre dann in der Tat volle Erwerbsminderungsrente bzw. Grundsicherung.

Schließlich ist es bei der Erwerbsminderungsrente so, daß zunächst einmal die entsprechenden Fakten, Nachweise geschaffen werden.

meine Mutter bezieht Hartz4 und im Dezember ist sie bereits 1,5 Jahre krank geschrieben.<

Antwort:

Dies ist etwas komisch, denn wenn Ihre Mutter krank geschrieben ist, dann müßte Sie in der Regel von der Krankenkasse Krankengeld erhalten.

Sind denn die 78 Wochen-Krankengeldzahlung einschließlich 6 Wochen Lohnfortzahlung seitens des Arbeitgebers bereits voll ausgeschöpft?

Sie hat paranoide Schizophrenie und daher wird sie wohl nicht wieder arbeiten können. Meine Frage ist nun.. Wie geht man jetzt vor? Wird sie jetzt Erwerbsminderungsrente beantragen müssen?Muss sie zu einem Vertrauensarzt damit dieser feststellen kann ob sie noch arbeitsfähig ist?<

Antwort:

Wenn Ihre Mutter derzeit Hartz4 bezieht, müßte früher oder später (falls noch nicht erfolgt) seitens des Job-Centers entsprechend reagiert werden.

Meist ist es dann so, daß ein Amtsarzt (Medizinischer Dienst) Ihre Mutter entsprechend untersucht oder in eine Facheinrichtung zur Untersuchung einweist.

Stellt der Amtsarzt dann in seinem Arztbericht (Gutachten) fest, daß Ihre Mutter nur noch unter 3 Stunden belastbar ist, fällt Sie aus der Hartz4 Leistung heraus und wird vom JobCenter (Agentur für Arbeit) unter Fristsetzung aufgefordert, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der Rentenversicherung einzureichen.

Das heißt aber noch lange nicht, daß sich die Rentenversicherung dem amtsärztlichen Gutachten des Medizinsichen Dienstes anschließt.

Denn:

Zunächst müßen für die Bewilligung der vollen Erwerbsmindeurngsrente die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein, sonst geht da gar nichts!

Diese versicherungsrechtlichen Voraussetzungen besagen unter anderem, daß in den letzten 5 Versicherungsjahren mindestens 36 Monate (3 Jahre) mit Pflichtbeiträgen belegt sein müßen.

Erst wenn diese versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kommt es weiterhin darauf an, ob auch die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Unter folgendem Link finden Sie die aktuelle Broschüre der Deutschen Rentenversicherung "Das Netz für alle Fälle", dort können Sie diese Einzelheiten genau nachlesen.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/30430/publicationFile/16891/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Ihren bisherigen Ausführungen ist nicht zu entnehmen, ob seitens des JobCenters bereits eine entsprechende Maßnahme in Gang ist und auch nicht, welchem Geburtsjahrgang Ihre Mutter angehört.

Für nach dem 1.1.1961 Geborene gibt es nämlich keinen Vertrauensschutz mehr bei Berufsunfähigkeit!

Sie könnten aber mit der Agentur für Arbeit einen Termin vereinbaren und sich nach dem aktuellen Sachstand erkundigen und sich dort vom zuständigen Sachbearbeiter gründlich beraten lassen.

Ihre Ärztin hatte ihr noch vorgeschlagen in einer Einrichtung zu arbeiten, in der Behinderte arbeiten...dürfte sie da arbeiten ? Obwohl sie krankgeschrieben ist???<

Antwort:

Hier besteht ein eklatanter Widerspruch in sich!

Auf der einen Seite ist Ihre Mutter seit 1,5 Jahren sehr krank und auf der anderen Seite soll Ihre Mutter in einer Behinderteneinrichtung arbeiten.

Beides zu gleicher Zeit geht aber nicht, wenn die volle Erwerbsmindeurngsrente angestrebt wird.

Da stehen die "unter 3 Stunden pro Arbeitstag, auf Dauer" im Wege.

** in einer Einrichtung zu arbeiten, in der Behinderte arbeiten**<

Antwort:

Mit der Aussage Ihrer Ärztin ist es natürlich nicht so einfach getan.

Schließlich müßte ja dann auch geklärt werden, wer die Kosten für den Aufenthalt in dieser sogenannten Behinderteneinrichtung übernimmt?

Wer soll die Kosten für die Unterkunft bezahlen?

Wenn bei Ihrer Mutter keine finanziellen Eigenmittel vorhanden sind, muß das Sozialamt involvert werden.

Hierbei kommen auch die Einkommen der Kinder auf den Prüfstand und wenn diverse Einkommens-Freibeträge überschritten werden, müßen heutzutage auch die Kinder mit Kostenbeteiligungen rechnen.

Weit.Infos hierzu erhalten Sie bei Kontaktaufnahme mit einer psychiatrischen Einrichtung in der Nähe Ihres Wohnortes.

Hier ist der Sozialdienst Ihr Ansprechpartner.

Bei weiteren Fragen, bitte melden!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesund

also erstens.: Anlaufpunkt ist das Sozialamt Abteilung behinderte Menschen ( über 50 Jahre) mache dich kundig woh das für deinen Wohnkreis ist, mache da einen Termin zur Vorsprache lasse dir gleich am Telefon sagen was unbedingt benötigt wird und lasse dich da beraten. Die Leute da sind ganz umgänglich und Kompedent, die füllen auch Anträge aus und schicken diese dann auch gleich dahin wo sie hingehören. Das sind Probleme die man nicht aus der Ferne beurteilen kann ich hoffe das hat dir geholfen!!! Viel Glück

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