Von Gericht wegen Alkohol zwangseingewiesen werden hat man noch Freiheit?

3 Antworten

Das Gericht kann, muss aber nicht, eine Entzugstherapie anordnen - an Stelle einer Freiheitsstrafe. Wenn Du also so eine angeordnete Therapie von Dir aus abbrichst, kommt die Freiheitsstrafe zum Tragen.

An Deiner Stelle würde ich mich jetzt schon mal um mein "Problem" kümmern, wenn Du schon selbst erkannt hast, dass dies Dein eigentliches ist. Geh zu einer Suchtberatung, such Dir eine Selbsthilfegruppe und - mach vorher einen Entzug. In einer Klinik - nicht "kalt", also selber zu Hause, das wäre zu riskant. Zum Einen macht es einen guten Eindruck vor Gericht, wenn Du Dich von Dir aus schon kümmerst. Und zum Anderen ist es vor Allem für Dich hilfreich. Einen Platz in einer Therapieeinrichtung zu bekommen ist nicht so leicht und nicht von Heute auf Morgen zu bekommen. Hierfür müssen einige bürokratische Hürden für genommen werden (Sozialprognose etc).

Eine Therapie dauert meistens ca. 12 Wochen. In der Klinik sind dann diverse Regeln zu beachten, die überall ähnlich sind: Die erste Zeit (meist 2-3 Wochen) darf man das Klinikgelände nicht verlassen, danach nur in Begleitung/Gruppen, zum Schluß auch alleine. In den Kliniken, die ich kenne, ist das Rauchen zwar erlaubt (in Raucherbereichen), aber nicht unbedingt erwünscht. Meist versucht man, neben der Alkohol- auch die Nikotinsucht zu "bearbeiten". Ansonsten ist so eine Therapie vor Allem geprägt von Einzel- und Gruppengesprächen. Aber auch Ergo-Therapie (Arbeitstherapie) und Sport stehen auf dem Programm. Ob es in der jeweiligen Klinik nun ein "Sportstudio" gibt ... Sportmöglichkeiten sind aber überall vorhanden und auch - wie schon gesagt - Therapiebestandteil.

Eins sollte Dir aber bewusst sein: Damit so eine Therapie auch etwas bewirken kann (sie ist kein Allheilmittel gegen Sucht!!!!), muss man sich nicht nur darauf einlassen, sondern es auch WOLLEN. Denn sonst führt der Weg danach fast sofort wieder zur Flasche - und der Sch..ß fängt wieder von vorne an. Und es wird - wenn man sich darauf einlässt - kein Sanatoriumsaufenthalt zum relaxen: da muss man schon hart (an sich selbst) arbeiten.

Abschließend kann ich Dir nur Folgendes raten: Such Dir eine Selbsthilfe-Gruppe und frag die Leute dort nach ihren Erfahrungen (auf ihrem Weg zur Trockenheit mit all den Problemen und Lösungen sowie mit Therapien) aus. Denn die Betroffenen können Dir hierzu viel mehr erzählen, als eine Suchtberatung. Die wiederum kann Dir helfen, die grundsätzlichen Fragen zu klären (was muss man alles erledigen, um einen Therapieplatz zu bekommen, wo gibt es welche Selbsthilfegruppen etc.).

Ich selbst bin jetzt seit 5 Jahren trocken. Und in meiner Gruppe haben wir auch jemanden, dem es so ähnlich wie Dir ging. Allerdings hat er keine Therapieauflage vom Gericht bekommen. Trotzdem hat er als Freigänger den Weg zu sich und uns gefunden und ist mittlerweile schon über ein Jahr trocken ...

Gefängnis ist Gefängnis und Entzug ist Entzug. Welche Freiheiten du bekommen wirst liegt im Ermessen des Gerichts und -selbstverständlich in Zusammenhang mit deinem Verhalten während des Entzugs- im Ermessen der behandelnden Ärzte, die deinen Entzug beaufsichtigen und den Erfolg beurteilen; also schlussendlich kannst du an deinen Freiheiten aktiv selber mitwirken!

Geh mal davon aus, dass Rauchen innerhalb öffentlicher Einrichtungen nicht gestattet ist, ausserhalb jedoch schon.

Fitnessstudio?? Würde mich doch sehr erstaunen. Aber irgendeine Art von Gesprächs- und/oder Beschäftigungstherapie gibt es bestimmt. Kann nicht sein, dass die Leute dort vor Langeweile sterben...

Da Du eh damit rechen kannst, vom Gericht her in eine Therapie gesteckt zu werden, würde ich dem an Deiner Stelle zuvor kommen. Außerdem würde sich das auch strafmildernd auswirken, weil es von Einsicht zeugt und man würde Dir das auch durch harte Strafen nicht kaputtmachen wollen.

Ich würde schnellstens die nächste Drogenberatungsstelle aufsuchen und das mit denen besprechen. Doch ein weiterer wichtiger Rat, sage denen, dass Du sie nicht nur deswegen kontaktierst, weil das mit dem Gericht ansteht, sondern auch, wie Du ja schreibst, Weil Du es selbst einsiehst, dass etwas geschehen muss.

Du hättest dann alle Trümpfe in der Hand. Erstens weißt Du dann, dass es keine Zwangseinweisung geben wird und zweitens kannst Du Dir mit dem Drogenberater dann was aussuchen, (so weit wie möglich), wo es das gibt, was Du ganz gerne in deren Angebot hättest.

Nur, je spezieller Deine Wünsche, um so länger wohl die Wartezeit. Ich würde das an Deiner Stelle nehmen, wo schnell was frei wird. Denn das ist auf jeden Fall besser, als mit Gerichtsbeschluss weg zu kommen.

Natürlich gibt es auch da die erste Zeit Ausgangsverbot und wahrscheinlich auch Kontaktverbot zu Deinen Angehörigen. Doch das wird mit der Zeit alles gelockert, bis hin, dass es Ausgang und eventuell auch Heimaturlaub gibt.

Auch sind da die Therapeuten besser, bis hin, wie die soziale Schicht der Patienten ausfällt. In den LKH´s sind meist die so genannten hoffnungslosen Fälle, die dort auch schon seit Jahren immer wieder einlaufen. Manche morgens entlassen und werden nachmittags auf der Trage wieder eingeliefert. Sie kamen nicht weiter, als bis zum nächsten Kiosk.

Fazit! Du hättest also durchweg nur Vorteile. Also, schnellstens zur Drogenberatung! Es kann schon ausreichen, dass Du einen Platz in Aussicht hast, dass Du dann auch dahin kommst, selbst wenn die Verhandlung eher ist.

Solltest Du noch Fragen haben, kannst Du mich gerne anschreiben.
Viel Glück. ; - )

Da Du eh damit rechen kannst, vom Gericht her in eine Therapie gesteckt zu werden

Da würde ich mich aber nicht darauf verlassen! Ich würde eher sagen "darauf hoffen kannst". Wir haben in meiner SHG jemanden, der hat nicht die Möglichkeit einer Therapie bekommen (allerdings bekam er gleich Freigang).

Ansonsten stimme ich Dir auf jeden Fall zu!

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@Greenfox05

Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel und in jeden Beruf gibt es auch bekloppte. Seit dem man damals die Abhängigkeit als Krankheit anerkannt hat, (ich glaube es war in den ´60ern),da steht Therapie und Wiedereingliederung über Strafe. Vielleicht hatte derjenige auch nur einen schlechten Rechtsbeistand gehabt, der es zu dem versäumte, in die Berufung zu gehen, etc.. Auf jeden Fall ist das nicht normal und gewiss nicht die Regel. Aber dankeschön für Deinen Hinweis. So weiß er wenigstens, auf was alles zu achten ist.

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