Von Freundin mit BL verlassen: wie kommunizieren, dass ich für sie da bin? Zeit habe?

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2 Antworten

Puh, das ist schwierig. Nach den ersten Sätzen hätte ich dir erstmal ein gutes Buch ans Herz gelegt - "Ich hasse dich, verlass mich nicht.". Vielleicht ist es aber trotzdem sinnvoll, wenn du das mal liest, es setzt sich im Wesentlichen mit der Borderline-Störung auseinander und enthält auch viele gute Tipps zur Kommunikation mit Borderline-Erkrankten.

Auch, wenn die Frage jetzt vielleicht ein bißchen daneben ist... Sie war nie in Therapie? Warum ist es dann so sicher, dass sie wirklich Borderline hat? Aber okay, tut letztendlich in deinem Problem nichts zur Sache, zumal sie, wie ich das sehe, doch schon so ein paar Ansätze davon aufweist.

Ich muss dir ehrlich sagen, egal, wie "krank" sie ist, sie hat eine Eigenverantwortlichkeit. Wenn sie nicht will, will sie nicht. Bedräng sie nicht, dann wird sie sich immer weiter zurückziehen. Weißt du, Borderliner neigen dazu, Menschen nur schwarz oder weiß zu sehen und genau so scheint es mir hier auch - sie sieht dich komplett schwarz - daher auch die Frage nach den Bankbelegen usw. Letztendlich ist es wahrscheinlich egal, was du tust, ohne, dass sie lernt, ihre Empfindungen selbstständig zu reflektieren und damit umzugehen, Realität reinzubringen, wird sich dich entweder als A-schloch oder als Traummann erleben. Sie muss dringend in Therapie, aber dafür muss sie selbst aufwachen. Ich denke, du bist da derzeit der letzte, der ihr helfen kann.

Wenn du ihr etwas schenken möchtest, tu das, aber erwarte keine Freudensprünge oder überhaupt irgendeine positive Reaktion. Wenn sie dich derzeit so abwertet, wird sie auch dieses Geschenk abwerten, auch, wenn es eigentlich etwas ist, was sie extrem gern hat. In der Welt der Borderliner gibt es nur Extreme...

Wenn du es ihr nicht schon längst gesagt hast, sag ihr, dass du da bist, aber dass du sie jetzt erstmal machen lässt. Warte ab, ob sie kommt, begib dich in den passiven Part. Sie braucht Ruhe, um aus der Abwertung rauszukommen. Nutze diese Zeit, um dich zu informieren, selbst auch dazu zu lernen. Vielleicht kommt sie dann irgendwann und bittet um Verzeihung, vielleicht auch nicht. Und wenn nicht, hast du trotzdem etwas fürs Leben gelernt!

Ich wünsche dir wirklich alles alles erdenklich Gute. Pass auf dich auf, ja?

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Kommentar von Desire11
07.07.2011, 23:50

Vielen Dank für deine Antwort! Ein Buch hatte ich mal gelesen, es war aber nicht "Ich hasse dich, verlass mich nicht." Ich muss den Titel nachschauen... Über die Kommunikation war leider nichts drin. Es waren mehr Geschichten, was so ablaufen kann, wie es zu Borderline kommen kann usw. Ich kaufe mir das empfohlene Buch. Sehe es auch so, dass ich daraus sicher was fürs Leben lernen kann.

Die Frage ist schon ok, ich frage ja auch und bin auch wirklich froh um Antworten. Sie erzählte mir schon ziemlich am Anfang ihrer Beziehung, dass bei ihr als sie jünger war Borderline diagnostiziert wurde. Ich nehme an, damals wurde schon eine Therapie versucht, dass sie später dann aber nicht mehr wollte. Im Detail hat sie mir das leider nicht genau erzählt. Es schien auf jedenfall etwa so zu sein.

Die typischen Symptome usw. sind mir schon bekannt (z.B. Eifersucht usw.). Wir waren ca. 3 Jahre zusammen. Es gab viel schöne Dinge die wir erlebt haben. Wir hatten extrem viele gemeinse Interessen. Ihre Freunde wunderten sich alle, dass sie zum ersten mal eine längere Beziehung eingegangen war und dass sie sich von jemandem die Hand halten liess. So hätte man sie gar nicht gekannt. Das hätte sie vorher nie gemacht.

Als ich festgestellt habe, dass es nichts bringt, Kontakt zu suche, hab ich ihr dann nicht mehr geschreiben. Der Brief im Feb. mit derAbrechnung usw. war der letzte Kontakt. Seither und auch schon zuvor, hatte ich darauf verzichtet (war nicht einfach).

Soll ich ihr das telefonisch mitteilen? Oder schreiben oder um ein kurzes Gespräch bitten? Ich hatte zuletzt extra nur noch per Brief kommuniziert. Ich fand es wäre weniger frontal...

Das mit der Reaktion ist mir bewusst, dass es auch eine abwertende oder gar keine sein kann...

Lernen kann ich auf jedenfall etwas. Sei es auch nur als Horizonterweiterung. Das sehe ich durchaus auch so.

Ja, ich passe auf mich auf. Danke für die vielen Worte. Ich bin wirklich froh um solch sozialen Menschen! Wäre selbst auch einer dieser Sorte...

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Kommentar von Desire11
16.07.2011, 20:28

Ich habe das Buch vor wenigen Tagen Buch erhalten.

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Hmm du liebst sie noch.. Versuch sie zu vergessen du machst dir doch nur unnötig Hoffnungen :(

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Kommentar von Desire11
07.07.2011, 01:34

Ja das ist so in meinem Inneren liebe ich sie noch immer. Das mit dem vergessen funktioniert bei mir nicht. Habe schon alles mögliche versucht. Iregndwann holt es mich immer wieder ein. Das wäre gelogen, wenn ich was anderers schreiben würde...

Hoffnungen mache ich mir keine. Damit kann ich leben. Zu verlieren habe ich aber auch nichts. Die Person ist mir einfach wichtig und ich möchte ihr auch was zurückgeben, schliesslich war es für mich nicht irgendwer.

Naja ich Suche antworten auf meine Fragen...

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