Von Ersparnissen leben?

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5 Antworten

Hallo.

Eine solche Person müsste sich selber Kranken versichern. In Deutschland besteht eine Kranken Versicherungs Pflicht.

Steuern braucht diese Person nicht zu zahlen, wenn Sie keine Einnahmen hat. Sollten Zinserträge aus  dem Vermögen anfallen, dann sind dies Einnahmen, die nach geltendem Recht zu versteuern sind. Hier gibt es Freibeträge, die ich aber nicht kenne.

Er gilt nicht als Freiberufler, es sei denn er geht einem Beruf nach, der in diese Kategorie fällt.

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Kommentar von Mojoi
19.07.2016, 12:18

Wenig hinzuzufügen, außer zur Steuerpflicht.

Es ist wichtig, WIE derjenige an die 300.000,- gekommen ist. Aus der Art des Zuflusses könnte sich eine Steuerpflicht ergeben (nur ein Beispiel: Schenkungssteuer).

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Wer rein aus seinen Ersparnissen lebt, ist tatsächlich nicht steuerpflichtig.

Allerdings wird das so ja wohl kaum jemand machen. Diese 300.000 € würden angelegt und bringen (auch heute 3 %) Ertrag. Dieser Ertrag ist dann zu versteuerndes Einkommen.

Bei der Krankenkasse ist er dann freiwilliges Mitglied und zahlt seinen Beitrag ebenfalls entsprechend seines "Einkommens" oder den Mindestbeitrag von ca 170 €

Er ist dann ohne Beruf (veraltet: Rentier)

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Kommentar von SwissDiss15
19.07.2016, 12:21

Ohne Beruf wird man ein Rentier? verrückt was man sich vom staat alles gefallen lassen muss

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Kommentar von Vampire321
19.07.2016, 12:26

3% auf 300.000€ im Jahr??? Garantierst du die? Wenn ja melde dich!

Die 9000€ nehm ich mit! 

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Von diesen 300.000 könnte man locker leben. OHNE sie aufzubrauchen.

Im Schnitt darf man bei Anlage dieses Kapitals in Indexfonds so etwa jährliche 6% erwarten, wovon grob ein Drittel auf Dividenden entfällt und als Ausschüttung eingestrichen werden kann.

Im Modell würde man also jährlich Bares in Höhe von 6000 erhalten, während der Wert der Fonds um 12000 wächst.

Leben und wohnen kann man für etwa 10.000 im Jahr. Für eine freiwillige Krankenversicherung fielen etwa 1800 € im Jahr an. So grob müsste die Modellperson also im ersten Jahr Fondsanteile von 6000 Euro verkaufen.

Steuerlich könnte man sich beim Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung besorgen und würde keinerlei Steuern auf Kapitaleinkünfte bezahlen. Ansonsten würden auf Beträge oberhalb des Freibetrages 25% Steuern anfallen, die man sich später über die Einkommensteuererklärung zurückholen kann.

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Kommentar von Reschersche
20.07.2016, 08:53

Müssen die nicht versteuert werden ("zu versteuerndes Einkommen")?

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Kommentar von aurata
21.07.2016, 09:22

> Leben und wohnen kann man für etwa 10.000 im Jahr.

Echt jetzt? Wo denn das? Im Hunsrück? Die Summe ist doch unter dem Existenzminimum.

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Also im Buch sollte derjenige den ein oder anderen Selbstständigen im Bekanntenkreis haben. Von diesem läßt er sich ganz offiziell für 500,- € brutto als z.B. Bürohilfe einstellen ohne tatsächlich zu arbeiten. Sein AG hat nun Personalkosten von 600,- €. Diese gibt er seinem AG natürlich jeden Monat im voraus. Er bekommt dann seinen Lohn von ca. 400,- € überwiesen und ist für 200,- € komplett Sozialversichert. Sein AG freut sich, hat er doch nun jährlich zusätzlich 7200,- € Betriebskosten, ohne real dafür etwas aufgewendet zu haben. Eine häufig verbreitete winwin Situation. Von seinem Geld sollte er, nach gründlicher Recherche, alle 5 Jahre 150.000,- € in Kunst investieren. Mit keinem anderen Produkt auf der Welt lässt kontinuierlich mehr Geld verdienen. Wer innerhalb von 5 Jahren weniger als 100℅ Ertrag erzielt, hat etwas falsch gemacht. Wie das geht, muss der Mann in deinem Buch aber selber herausfinden.

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Kommentar von Mojoi
20.07.2016, 15:17

"...ohne real dafür etwas aufgewendet zu haben."

Watt? Dat musst du mir aber mal erklären.

Wenn das hier kein Tippfehler ist: "Diese gibt er seinem AG natürlich jeden Monat im voraus.", dann fließen ihm von den 7.200,- Betriebskosten auch 7.200,- wieder in den Betrieb zurück, die er als irgendwas deklarieren muss, im Zweifel als Ertrag / Erlös. Somit in der GuV eine Nullrechnung.

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Naja, es gibt immer ein paar Wenige, die es nicht verstanden haben und das ist eben auch der Unterschied zwischen "Diesen" und den Erfolgreichen.

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