Von deutscher Bundesrepublik zum deutschen Königreich?

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Hallo,

ich wüsste zwar nicht, welche Länder, ob nun Monarchien oder nicht, Deutschland den Rat gegeben hätten, wieder einen König, Kaiser o.ä. an die Spitze des Staates zu setzen.

Aber selbst wenn, könnte ich es mir nur dann vorstellen, wenn es abläuft wie bspw. in Norwegen. Da verzichtet die Königsfamilie zum Großteil auf den von GB bekannten Prunk und Glanz und mischt sich eher selten in die Politik ein.

Dazu müsste es aber auch eine parlamentarische oder zumindest konstitutionelle Monarchie sein. Bei einer paralmentarischen Monarchie hat der König/Kaiser,... nichts zu sagen, in einer konstitutionellen Monarchie kann der König/Kaiser... bspw. ein veto gegen Gesetzesbeschlüsse des Paralemnts einlegen.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Wahlmonarchie, wie bspw. in Malaysia. da wird alle fünf Jahre einer der Könige vom Volk zum "Ober-König" gewählt.

Kurz: Monarchie könnte ich mir nur mit demokratischen Elementen und Bescheidenheit der Königsfamilie vorstellen.

MfG

Steven Armstrong

Es geht schonmal damit los, dass Deutschland im Falle der Rückkehr zur Monarchie kein Königreich, sondern ein Kaiserreich unter Führung des Hauses Hohenzollern wäre. Oder, falls es zu einer "großdeutschen" Einigung mit Österreich käme, vielleicht unter den Habsburgern. Die Bundesländer hätten in diesem Fall den Rang von Königreichen.

Das wird allerdings nicht passieren, da es einerseits verfassungsrechtlich bedenklich wäre, und andererseits keine breite gesellschaftliche Unterstützung für die Wiederherstellung der Monarchie besteht.

Ich glaube auch nicht, dass ein solcher Schritt wirklich zukunftsweisend wäre. Und andere Länder würden uns zu dieser Entwicklung sicher auch nicht gratulieren, die haben nämlich zum größten Teil eher schlechte Erfahrungen mit den Hohenzollern gemacht.

Ach, ihr Monarchieromantiker.  :-))

"Andere Länder behaupten ja, wir sollen wieder ein Königreich werden ..."  -  nein, kein Land empfiehlt der Bundesrepublik, wieder eine Monarchie zu werden!

Dass "ein König, der an die Verfassung gebunden ist, .. günstiger als ein Bundespräsident" sei, behauptet wer? Und inwiefern "günstiger"?

Der Bundespräsident ist zweifelsfrei wie ein konstitutioneller Monarch an die Verfassung gebunden. Seine Befugnisse sind denen eines Monarchen vergleichbar, aber er darf mehr, nämlich öffentlich reden und politische Entwicklungen loben oder tadeln! Auch amtiert er nur auf Zeit, und eine unfähige Persönlichkeit verliert sein Amt auch vorzeitig, wie das Beispiel des ehem. Bundespräsidenten Wulff belegt. Ein Monarch dagegen fällt, wenn er unfähig ist, dem Staat lebenslänglich zur Last und behindert die Regierung. Allein vor diesem Hintergrund ist ein Bundespräsident in jedem Falle für den Staat und die Bevölkerung "günstiger" als ein erblicher Monarch. Im Prinzip ist ja auch der Bundespräsident ein "Monarch", allerdings ein demokratisch auf Zeit gewählter.

Dieser unschätzbare Vorteil des Amtes des Bundespräsidenten dürfte selbst finanziell "günstiger" als eine Monarchie sein, die einen ganzen Familienclan versorgen muss.

MfG

Arnold

Doch, tatsächlich sollen in der Vergangenheit Länder, die selbst eine konstitutionelle Monarchie als Staatsform haben, diesen Rat/Wunsch geäußert haben.

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Du mußt aber bedenken, daß auch ehemalige Bundespräsidenten noch Anspruch auf eine "angemessene" Pension haben, zudem noch Dienstwagen, Büroräume etc.

Unfähige Monarchen mag es geben, aber Thronfolger werden schließlich von Geburt an auf ihre zukünftige Rolle vorbereitet.

Als größten Vorteil der Monarchie sehe ich, daß keine Wahl nötig ist, damit keine Kandidatensuche, in der die Parteien ihre Finger drin haben, kein Gezerre, das dem Amt des Bundespräsidenten letztlich erheblichen Schaden zufügt.

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@woflx

Wir haben in Deutschland einschließlich des amtierenden noch vier Bundespräsidenten. Da kommen sicherlich mehrere Millionen Euro zusammen, Allerdings sind z. B. die Kosten des britischen Königshauses beträchtlich höher ( http://www.sueddeutsche.de/panorama/englisches-koenigshaus-millionen-pfund-fuer-queen-elizabeth-ii-1.1638908 ).

Ein Staatsoberhaupt wie der Bundespräsident hat eben den Vorteil, dass es gewählt wird. Bei einem erblichen Monarchen hat man keine Wahl, und gerade in einer Demokratie ist es nicht das Schlechteste, wenn ein erfahrener Politiker in das Amt kommt! Denn der Bundespräsident wird in seiner Bedeutung für den Staat und das Funktionieren unserer Demokratie gemeinhin unterschätzt. Unter dem Strich ist die Bundesrepublik mit ihren Präsidenten bisher gut gefahren, nur einen politischen Totalausfall hat es gegeben, der aber schnell sein Amt verlor. Es gibt keinen rationalen Grund, zu einer Monarchie zurückzukehren.

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Als Schweizer Jura in Deutschland studieren?

Guten Tag zusammen. Jetzt kommt eine abenteuerliche Geschichte betreffend meiner Berufswahl:

Ich bin 20, Schweizer und mein grösster Traum ist und war es, Richter zu werden. Leider war ich nicht im Stande, diesen Weg von Begin an einzuschlagen (schwierige Familienverhältnisse, wenig Unterstützung, Mangel an Disziplin, ...). Deshalb habe ich als "Notlösung" eine Lehre/Ausbildung als Informatiker in Fachrichtung Applikationsentwicklung absolviert. (Softwareentwickler)

Ich mag meine momentane Tätigkeit auch sehr fühle aber, dass Software-Entwicklung nicht das ist, mit dem ich 8h+ am Tag beschäftigt sein will. Ich habe mich schon immer für Recht bzw. Gesetze im Allgemeinen interessiert, da eine gewisses Rechtsverständnis auch für Normalbürger nützlich ist. Gerade in der Schweiz kommt durch die Abstimmungen noch eine vertiefte Auseinandersetzung mit konkreten Gesetzestexten dazu.

Ich habe mir vorgenommen die Matura (Äquivalent zum deutschen Abitur) nachzuholen. Da ich das allerdings berufsbegleitend machen muss, dürfte das locker 5 Jahre dauern. Ich wäre dann also 25. Ein Jura Studium in der Schweiz kommt für mich nicht in Frage, da das Richteramt in der Schweiz an Wahlen gebunden ist. Das heisst, dass man in einer politischen Partei sein muss, um überhaupt Richter zu werden (finde ich sinnlos, da die Rechtssprechung parteiunabhängig sein sollte). Ausserdem gibt es dort relativ wenige Gerichte, die Bedarf an neuen Richtern haben.

Zurück zur Frage: Mit 25 würde ich also, an einer deutschen Uni Jura studieren. Das dauert dann wahrscheinlich mit den beiden Examen ca. 7 Jahre, sprich ich wäre dann 32 (Examen müssen dann natürlich top sein). Da ich kein Deutscher bin, müsste ich noch Deutscher werden (Dürfte kein Problem sein. Deutschland und die Schweiz unterscheiden sich nicht so sehr) und genügend Geld beiseite Legen, um studieren zu können.

Ihr seht also, dass alles ziemlich verzwickt ist.

Zur eigentlichen Frage:

Findet ihr das eine gute Vorgehensweise? Gibt es eventuelle Stipendien für EU-/EFTA Bürger, damit ich als Schweizer "günstiger" an eine deutsche Uni komme? Habt ihr Inputs für mich?
Ich habe da echt keinen Überblick und bin dankbar für eure Zeit und Hilfe!

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Bisher kannte ich das 5-Pfennig-Stück der Bundesrepublik/der Bank deutscher Länder nur aus Messing plattiertem Stahl (mit dem üblichen messingfarbenen Glanz). Jetzt ist mir eine 5-Pfennig-Münze, geprägt 1949 in Stuttgart (F) in die Hände gefallen, die eher kupferfarben, keinesfalls aber gelblich glänzt (s. Fotos, jeweils links). Im Netz kann ich nichts dazu finden, dass 5-Pfennig-Stücke 1949 in Kupfer-Legierung geprägt wurden. Weiß jemand, ob dies doch der Fall war? Oder habe ich nur eine sehr abgegriffene Münze in Händen, der der Zink-Anteil an der Stahl/Kupfer-Zink-Legierung abhanden gekommen ist?

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