Von der Schule das Handy abgenommen bekommen

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11 Antworten

Ich kann dich gut verstehen! Du hast schon Recht mit dem, wenn dir was passieren würde.. Aber die Schule darf das wenn das in der Schulordnung steht da kann man definitiv nichts machen. :/ Aber tröste dich bei mir an der schule ist es 8 Tage weg wenn du erwischt wirst..und du bekommst einen Brief nach hause den deine Eltern unterschreiben müssen. Pass beim nächsten Mal am besten besser auf oder beschränke die Benutzung deines Handys auf nur außerhalb der Schule.

Ganz gut zu beantworten. Wenn du zum Beispiel aus Sachsen kommst gibt es ja die so genannte "Sächsische Schulregelung". Und dort müsste so etwas auch drin stehen. Bei uns gilt die Rgelel für den Verbot der Nutzung von Handy's und co. während der Schulzeit. Bei Verstoß wird das Handy einesackt und man muss es abholen.

Fazit: Das es ein persönlicher Gegenstand ist, ist schon richtig, aber laut der "Sächsischen Schulregelung" darf dies gemacht werden. Egal ob es ein privates Handy oder so ist.

So sind die Regeln -_-

Einfach nur das Wort "Diebstahl" zu googlen, hätte einen Großteil deiner Frage schon beantwortet. Will der Lehrer sich mit deinem Handy denn bereichern? Steht es schon auf ebay? Oder postet er gerade mit deinem Handy auf Facebook? Wenn das nicht der Fall sein sollte, ist deine Behauptung völliger Blödsinn.

Im Übrigen behält er es ja nicht einmal für einen bestimmten Zeitraum, sondern nur solange, bis deine Erziehungsberechtigten endlich beim ihm aufkreuzen. Wenn die das als nicht so dringend erachten, solltest du mit denen darüber diskutieren.

Und bevor du dir Gedanken darüber machst, was der Lehrer alles darf und was nicht, solltest du lieber nachdenken, gegen welche Regeln und Gesetze du verstößt, wenn du das Handy in der Schule benutzt. Denn es gibt (zumindest in Bayern, von anderen Bundesländern kann ich das nicht sagen) ein Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen, in dem ausdrücklich steht, dass Handys in der Schule ausgeschaltet sein müssen. (Art. 56 Abs. 5 BayEUG.)

Und ganz am Ende: Unzählige Generationen vor dir mussten OHNE HANDY aufwachsen und - stell dir vor - sie haben jeden Tag ihren Schulweg trotzdem überlebt!

Mindermeinung 01.12.2013, 23:25

Gem. Art 56 Abs. 5 Satz 3 BayEUG ist jedoch das Einbehalten nur vorübergehend zulässig. Nach Sinn und Zweck der Norm, dass Unterricht und Schulbetrieb nicht gestört werden sollen, insbesondere die Nutzung des Mobilfunkgeräts für illegale Aktivitäten verhindert werden soll, lässt sich das jedoch durchaus so auslegen, dass das in Verwahrung genommene Gerät spätestens am Ende des Unterrichtstages herauszugeben ist.

Der Zweck ist dann nämlich erreicht. Ein Einbehalten über diesen Zeitraum hinaus wird und kann den Zweck der Norm schon gar nicht mehr erfüllen, weil in dieser Zeit kein Unterricht oder Schulbetrieb mehr stattfindet. Sofern sich ein Schüler fortwährend nicht daran hält, und man ihn deshalb unbedingt meint gängeln zu müssen, wird das wohl über den Weg der Erziehungsmaßnahmen oder Ordnungsmittel zu tun sein. Ob ein Eintrag im Zeugnis wie "Benutzte mehrfach sein Smartphone in den Pausenzeiten" für die Offenheit der Schule, und die Technikfreundlichkeit des Schulsystems steht, sei dahingestellt.

Ansonsten kann man über solche absurde gesetzliche Regelungen, deren Verfassungsmäßigkeit ohnehin noch nicht überprüft wurde, durchaus streiten.

Das Verbot greift in die Grundrechte des elterlichen Erziehungsrechts, der Eigentumsfreiheit und der Meinungsfreiheit von Erziehungsberechtigten und Schülern ein.

Das es in gewisser Weise eine etwas seltsame Norm ist, zeigt auch, dass "der räumliche Anwendungsbereich des Verbots auf das Schulgebäude und das Schulgelände im Übrigen begrenzt" ist. "Die Vorschrift betrifft hingegen nicht schulische Veranstaltungen außerhalb des räumlichen Umgriffs der Schule und sonstiger schulischer Anlagen". (Vgl. Gesetzesbegründung, Lt.-Drs. 15/5674 dort unter § 1 Nr. 16).

Gleichwohl in diesen "sonstigen Schulischen Anlagen" oder bei den genannten schulischen Veranstaltungen ja genau die gleichen "Gefahren" drohen.

Auch der bayrische Gesetzgeber hat wohl erkannt, dass es womöglich Gründe geben kann, das Einschalten und Betreiben des Mobilfunkgerätes zu erlauben. Denn Art. 56 Abs. 5 Satz 2 räumt der entsprechenden Lehrkraft Ermessen ein, Ausnahmen zu gestatten. Dieses Ermessen ist auch auszuüben. In der Gesetzesbegründung ist insbesondere das Telefongespräch mit den Eltern zur Tagesplanung genannt, was ein Grund für diese Ausnahme wäre. Sollen also tatsächlich 600 Schüler jeden Tag ihre Lehrer um diese Erlaubnis bitten? Wenn das alle Schüler an einer Schule einen Monat lang tun, von ihren Rechten also Gebrauch machen - mal sehen, wie lange die Lehrer das aushalten. :-D

Auffällig und äußerst bedenklich ist an diesem Gesetz, dass alle Schüler unter einen Generalverdacht gestellt werden.

Deine Argumentation, dass unzählige Generationen zuvor ohne Handy aufwachsen mussten, ist doch wohl nicht ernst gemeint?

Mit dieser Argumentation könnte man auch sämtliche Kraftfahrzeuge aller Bundesbürger einziehen. Oder deren Kühlschränke. "Unzählige Generationen vor dir mussten ohne PKW und Kühlschrank aufwachsen und leben - und stell dir vor - sie haben trotzdem überlebt.".

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Trevrizent 02.12.2013, 00:45
@Mindermeinung

Achtung: Ich habe nicht gesagt, dass sämtliche Handys aller Bundesbürger eingezogen werden sollen. Ich bin nur auf die hier immer wiederkehrende Aussagen von Schülern eingegangen, dass man es ihnen nicht zumuten könne, einen Tag ohne Handy zu sein, da das ja viel zu gefährlich sei. Ein Tag ohne Handy ist aber sehr wohl zumutbar, auch wenn heute fast jeder ein Handy hat. Zu deinem Beispiel: Auch der Staat mutet es Bundesbürgern zu, nach bestimmten Vergehen eine Zeit lang auf ihr Kraftfahrzeug verzichten zu müssen. Also sollte es Schülern auch zugemutet werden können, einen Tag auf ihr Handy verzichten zu müssen.

Und es hat nichts mit Technikfreundlich- oder -feinlichkeit zu tun, wenn man Schülern verbietet, in der Schule das Handy zu benutzen. Es gibt auch genügend andere Orte, an denen Handys aus verschiedenen Gründen verboten sind. Es würde jetzt zu weit führen, alle Argumente zu nennen, warum Handys oder generell alle elektronischen Speichermedien in der Schule nicht eingeschaltet sein dürfen. Wenn Schüler gegen ein solches Verbot mutwillig verstoßen, müssen sie mit Konsequenzen rechnen. Wenn dein Handy zum Beispiel im Gerichtssaal klingelt, zahlst du 50 oder 100 Euro Strafe. Da beschwert sich auch keiner über die Technikfeindlichkeit des Gerichtssystem oder den Eingriff in die persönlichen Grundrechte auf. Meinungsfreiheit etc. Natürlich sollte der Einzelfall beachtet werden. Klingelt ein Handy, weil ein Schüler es vergessen hat, auszuschalten, ist ein anderer Fall, als wenn ein Schüler zum wiederholten Male ermahnt wird, weil er heimlich SMS schreibt oder im Internet surft. Wenn Schüler heimlich ein nicht zum Unterricht gehörendes Buch oder Comic lesen, wurde ihnen das bisher auch abgenommen. Beim Handy verhält es sich genauso. Zwar ist ein Handy ungleich wichtiger als ein Buch - aber bevor man auf den bösen Lehrer schimpft, der einfach das Handy einzieht, sollte man bedenken, dass dies nur die Antwort auf eine Regelverstoß des Schülers war.

Zu der Auslegung des Gesetzes hier eine Erläuterung des bayerischen Staatsministeriums:

"*In Bezug auf die Dauer des Einbehaltens eines Handys im Sinne des Art. 56 Abs. 5 Satz 3 BayEUG hat sich das Staatsministerium bewusst gegen eine genaue Festlegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der "vorübergehenden" Einbehaltung entschieden. Grund hierfür ist, dass der unbestimmte Gesetzeswortlaut nach dem gesetzgeberischen Willen, eine zweckmäßige Lösung im Einzelfall ermöglichen soll. Die Dauer des Einbehaltens liegt im pädagogischen Ermessen der Lehrkraft, die unter Beachtung der situations- und persönlichkeitsbedingten Umstände, der pädagogischen Wirksamkeit und des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes entscheidet. Die Schule hat dabei zu berücksichtigen, dass die Entziehung der Nutzungsmöglichkeit einen Eingriff in das ebenfalls grundrechtlich geschützte Eigentum darstellt. Der Schule kommt damit von Gesetzes wegen ein Ermessensspielraum zu. Genau das würde konterkariert, wenn das Staatsministerium, die Literatur und Rechtsprechung von dem jeweiligen Einzelfall losgelöste pauschalierte Vorgaben erteilten.**

Auch mehrtägiges Einbehalten ist erlaubt - allerdings sollte der Lehrer schon begründen können, warum das geschieht (Hier wären wir wieder bei dem Schüler, der vergessen hat, das Handy auszuschalten oder auf dem Schulgelände während der Pause telefoniert auf der einen - und dem, der während des Unterrichts chatet oder heimlich Lehrer und Mitschüler fotografiert auf der anderen Seite).

Und in vielen Schulen wird es auch so gehandhabt, dass das Handy zwar jederzeit zurückgegeben wird - aber nur an die Erziehungsberechtigten. Wenn es Eltern und Schüler also so wichtig ist, müssen sie am Nachmittag in die Schule kommen und es dort abholen. Dabei geht es vor allem darum, den Eltern mitzuteilen, dass ihr Kind - statt aufzupassen - sich mit dem Handy beschäftigt. Und ganz nebenbei: Auch Eltern dürfen ihrem Kind für mehrere Tag das Handy entziehen. Auch das hat nicht mit Technikfeindlichkeit zu tun. Und das Kind wird trotzdem weiterleben. Den ein Handy ist vielleicht doch nicht so wichtig wie der Kühlschrank.

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Wenn es dir öfter als 3 mal weggenommen wurde, warum schickst du nicht deinen Eltern es zu holen? Wie die Sache rechtlich aussieht kann ich dir leider auch nicht sagen.

Aber wenn das Handy doch MEIN Besitz ist dann wäre das doch Diebstahl.

Nein, Du hast es ja sicherlich freiwillig herausgegeben.

Deine Eltern sollten die Schule schriftlich unter kurzer Fristsetzung auffordern, das Handy an dich herauszugeben.

CoreTec 30.11.2013, 21:55

was glaubst du was passiert wenn ich denen das nicht gebe.Dann grig ich ne Standpauke

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jurafragen 30.11.2013, 22:00
@CoreTec

was glaubst du was passiert wenn ich denen das nicht gebe.

Vermutlich nichts. Ganz so blöd sind Lehrer nämlich doch nicht.

Davon abgesehen ist es eben per Definition kein Diebstahl, wenn die Sache freiwillig herausgegeben wird.

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Mindermeinung 01.12.2013, 23:41

... und im Übrigen können sie gleich dazu schreiben, dass sie Dir auch für zukünftige Fälle das eigenständige Abholen ausdrücklich erlauben, und darauf hinweisen, dass die Verwahrung ausschließlich vorübergehend zu erfolgen hat, bis der Zweck, Störungen des Unterrichts oder der schulischen Ordnung zu vermeiden, erreicht ist. Weshalb sie darauf hinweisen, dass eine Wahrung über das Ende der Unterrichtszeiten hinaus rechtswidrig ist.

Deine Eltern können es auch mal mit dem Antrag probieren, Dir die Benutzung des Telefons z.B. zu zwei Zeiten außdrücklich zu erlauben, da sie in dieser Zeit fernmündlich die Tagesplanung mit Dir besprechen wollen. Die Ablehnung eines solchen Antrags kann man (und sollte man dann) dann im Widerspruchsverfahren und ggf. gerichtlich überprüfen lassen.

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An unserer schule ist das genauso Ich hab schonmal gelesen das lehrer das eig nicht wegnehmen dürfen wenn am ende des schultags/unterrichts wieder zurück geben müssen. Aber dagegen tun kannst du auch nichts

Du hast auch das Recht, die Regeln zu respektieren und ein zuhalten, die uwischen Schule und Schülern vereinbart sind.

Nein, das ist kein Diebstahl. Wenn das so in den "Regeln" steht dann hätte ich das Handy mal nicht rausgeholt... Bist selbst Schuld

Halt dich an die Regeln, dann passiert soetwas nicht. Das ist kein Diebstahl.

WIe wärs wenn du dein Handy während der Schulzeit einfach nicht benutzt ???

longnights 30.11.2013, 22:06

Schafft die Jugend von heute doch gar nicht mehr ;-)

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wieso denken die schüler heutzutage sie hätten alle rechte und dürften alles und die lehrer nix. fnde ich voll in ordnung und is auch richtig so. es ist eine regel und wer sich ich dran hält muss die konsequenzen tragen.

CoreTec 30.11.2013, 21:57

Nein es ist anders rum genau so , die Lehrer heutzutage werden immer schlimmer , beschimpfen die Schüler , erpressen sie (bei uns jedenfalls, einer wurde solang erpresst bis er die Schule gewechselt hat..),...

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