Von der privaten Krankenversicherung zurück in die Gesetzliche: Geht das bei Geldmangel?

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14 Antworten

Dann bezahlt er wie alle anderen auch immer mehr für seine Krankenversicherung. Auch die Beiträge zur Gesetzlichen steigen. Allerdings fällt das nicht so auf weil die GKV laufend Leistungen streichen kann. Das kann die PKV nicht weil sie einen Vertrag mit dem Versicherten hat. Es gibt grundsätzlich selbstverständlich auch Wege zurück in die Gesetzliche, die sind allerdings sehr streng geregelt und das ist auch gut so. Bei den bisher vorliegenden Informationen ist eine zuverlässige Auskunft nicht möglich. Lasst euch (dein Bruder) bitte beraten und dann kann er entscheiden was er machen will. Grundsätzlich kann er in die GKV zurück wenn er als Angestellter unter die JAEG fällt oder aus einer Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis geht. Vorausgesetzt er hat das 55ste Lj. noch nicht erreicht ist das problemlos und sogar ein Muss.

Nein.

Es muss einen Statuswechsel geben, heißt er muss entweder

  • versicherungspflichtig irgendwo angestellt werden (mind. 5.400,- € und maximal 52.200,- € brutto im Jahr), oder
  • die Voraussetzungen für eine kostenlose Familienversicherung liegen vor (Ehepartner pflicht- oder freiwillig versichert in der GKV)
  • auch muss er unter 55 sein.

alle Privatversicherer bieten inzwischen auch billige Tarife an, die nahezu mit denen der gesetzlichen gleich sind. Er soll sich doch zuerst mal dort erkundigen. Ich bekomme jährlich von meiner Privatversicherung Angebote mit geringeren Tarifen - allerdings natürlich auch mit geringeren Leistungen.

Das ist soweit ich weiß nicht möglich. Dann wären ja alle wenn die Jung sind und nicht viel Zahlen müssen privat versichert und wenn im alter die Beiträge höher werden würden sie einfach wieder wechseln.

Wer zurück in die gesetzliche Kasse möchte, muss jedoch bestimmte Regeln beachten. Es gibt zwar in der gesetzlichen Kranken­versiche­rung nicht nur Pflicht­mitglieder, sondern auch freiwil­lig Versicherte. Der freiwil­lige Beitritt ist jedoch nur möglich, wenn jemand zuvor schon gesetzlich versichert war, zum Beispiel über eine Pflicht­versicherung als Arbeitnehmer oder über die Familien­versicherung beim Ehepartner. In den meisten Fällen müssen Privatversicherte daher erst einmal wieder versicherungs­pflichtig werden. Ihren freiwil­ligen Beitritt müssen sie dann inner­halb von drei Monaten nach Ende der Versicherungs­pflicht bei der Kasse beantragen. Ab 55. Lebens­jahr ist Rückweg versperrt

Arbeitnehmer haben es relativ leicht, versicherungs­pflichtig zu werden, sofern sie das 55. Lebens­jahr noch nicht erreicht haben: Sie müssen nur ihr Einkommen für ein Jahr unter die Versicherungs­pflicht­grenze von 50 850 Euro brutto im Jahr senken, das sind 4 237,50 Euro im Monat. Für diejenigen, die bereits am 31. Dezember 2002 privat versichert waren, gilt eine nied­rigere Grenze von 45 900 Euro brutto im Jahr. Ab dem 55. Geburts­tag sind die Regeln strenger, dann kommen selbst Gering­verdiener oder Arbeits­lose nur noch in wenigen Ausnahme­fällen in die gesetzliche Kranken­versicherung zurück.

das ist kaum möglich, zurück in die gesetzliche zu gehen. Ohne INformationen zu Gehalt, evtl. selbstständigkeit, Alter und ähnlichem über deinen Bruder kann man dir hier nicht helfen. deshalb am besten direkt zur KV gehen und fragen ob sie ihn aufnehmen

Ja, wenn er ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis eingeht und unter 55 ist. Bleibt er selbständig, kann er sich bei seiner PKV im Basistarif versichern lassen, der ist günstiger.

kevin1905 30.06.2013, 17:42

Basistarif kostet das gleiche wie der Höchstbeitrag der GKV, also ca. 670,- € im Monat.

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gegnhang 30.06.2013, 20:03
@kevin1905

Quatsch!!! Ich bin privat versichert und bezahle320 € im Monat und das ist KEIN Basistarif!!!!

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RHWWW 04.07.2013, 11:31
@gegnhang

Bei den meisten (allen?) Privatversicherungen wird für den Basistarif der Höchstbeitrag von 610 Euro monatlich berechnet (zuzüglich Beiträge zur Pflegeversicherung). Bei Bezug von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II wird der Beitrag auf Antrag halbiert.

http://www.pkv.de/positionen/basistarif/

Einzelheiten zum Basistarif:

.pkv.de/recht/allgemeineversicherungsbedingungen2009/allgemeineversicherungsbedingungenbasistarifmbbt2009pdf.pdf

Für die Beitragshöhe aller anderen Tarife gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Viele PKV-Tarife sind günstiger als der Basistarif.

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Zu wenig Infos, ist dein Bruder selbstständig? Liegt er über der Beitragsbemessungsgrenze? Ist die Familie mit versichert?

Habt ihr denn schon mal in den Vertrag geschaut, da dürfte eigtl. auch was bzgl. Kündigung drinstehen?

lg, jakkily

kevin1905 30.06.2013, 17:40

Eine Krankenversicherung ist unkündbar es sei denn der Nachweis der Weiterversicherung wird ebracht.

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Was hindert ihn daran bei einer gesetzlichen KV zu fragen ob sie ihn aufnimmt?

kevin1905 30.06.2013, 17:41

Rechtliche Bestimmungen z.B. SGB V.

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wie alt ist er? was macht er beruflich? mfg

Hallo, generelll ist alles möglich wenn man weiß wie !

Rechtlich gesehen aufgrund des Beitrages: NEIN

Auch die Empfehlung hier mit dem Basiatarif ist (sorry dafür) quatsch. Der Beitrag liegt beim Hoechstbeitrag der Kassen. Ausser er ist mit seinen Einnahmen auf Sozialhilfe Niveau.

Ein Makler der sich in Krankenversicherung richtig auskennt kann deinem Bruder helfen.

Der Versicherer ist nicht der richtige Ansprechpartner !

Wie gesagt, es gibt immer Möglichkeit en wenn man diese kennt.

Liebe Grüße MANFRED BÜTTGENBACH

Soviel ich weiß, ist das fast unmöglich.

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