Von der Mutter vernachlässigt/beschimpft/geschlagen...

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11 Antworten

Hallo,

das hört sich wirklich schlimm an. Du solltest da aufjeden Fall etwas unternehmen. Ich glaube auch, dass das Jugendamt helfen kann, allerdings sollte das nicht das einzige bleiben. Es geht weniger darum deine Schwester zu bestrafen, als vielmehr darum wie man dir Ratschläge geben kann, um deiner Nichte zu helfen. Das Jugendamt berät in solchen Fällen eher weniger, sondern ist stattdessen mehr fürs Grobe zuständig. Hilfe bekommst du auf jeden Fall beim Kinderschutzbund http://www.dksb.de/content/start.aspx oder bei sonstigen Einrichtungen für Jugendlich, oftmals bietet die Kirche da auch Hilfe an. Dort sollte man dich beraten und mit dir zusammen das weiter Vorgehen planen.

Ich glaube auch, dass es wichtig ist das Jugendamt zu benachrichtigen. Dort werden natürlich erstmal einige Gespräche geführt, es werden nicht sofort Familien auseinandergerissen. Erstmal werden vermutlich andere Maßnahmen ergriffen, jedoch geht es dort eher um rechtliche Dinge.

Aber am wichtigsten ist, dass deine Nichte nicht noch weiter abrutscht. Da helfen auch keine Sozialarbeiter oder Psychologen. Sie braucht jemandem mitdem sie über diese Dinge reden kann. Ernsthaft. Keine Freunde, die sich gegenseitig bemitleiden und ritzen, sondern jemandem dem sie sich anvertrauen kann, der einen Guten Einfluss auf sie hat. Du sagtest, dass du weiter entfernt wohnst. Was ist mit den Großeltern? Weiß der Rest der Familie davon? Woher weißt du von der Geschichte, wenn du gar keinen Kontakt bekommst? Trefft euch doch mal bei ihren Großeltern, ohne ihr Mutter. Vielleicht bekommt ihr so einen besseren Draht zueinander. Sie braucht eine alternative, wo sie hingehen kann, wenn es zuhause wieder drunter und drüber geht. Ihre Freunde scheinen da nicht geeignet zu sein....

yosami 18.06.2011, 03:14

*Trefft euch doch mal bei ihren Großeltern, ohne das ihre Mutter großartig davon weiß

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Joey1812 18.06.2011, 03:28

Danke für deine Antwort. Das gibt mir schon etwas Hoffnung.

Also wenn meine Schwester mal notgedrungen zu einem Familienfest kommt, benimmt sie sich immer wieder unmöglich, ist absolut widerlich zu ihr, selbst in Gesellschaft. Ich höre das auch immer wieder von meiner Mum, dass Hanna einfach mal nach der Schule zu ihr kam und sich ausgeheult hat. Dafür gabs dann auch direkt wieder Ärger.

Aber auch wenn wir Hanna helfen können, hab ich auch Angst um meinen Neffen. Was Anne ihr damit antut, muss sie doch erkennen, aber dann frage ich mich, hält sie es später bei dem Kleinen genauso?

Ich hab bald Urlaub und werd dann nach Hause fahren. Ich hoffe, dass es dann zu einer Aussprache kommt. Ansonsten werden Beratungsstellen das nächste Ziel sein bzw. das Jugendamt in letzter Konsequenz.

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Ich kann dir und deinen Eltern nur dringend raten zum Jugendamt zu gehen. So wie du es schilderst ist deine Schwester vollkommen überfordert und nicht in der Lage das Kind zu erziehen, bzw. den Pflichten die sie für das Kind hat nach zu kommen.

Eindeutig haben Eltern kein Recht Kinder zu schlagen, oder ihnen GENERELL etwas zu verbieten, oder weg zu nehmen, oder das Kind zu etwas zu zwingen.

Gesetzliche Regelung

Am 2.11.2000 wurde das »Gesetz zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung und zur Änderung des Kindesunterhaltsrechts« (BGBl. I, S. 1479) verabschiedet. Sein die Ächtung der Gewalt in der Erziehung betreffender Teil trat am 8. November 2000 in Kraft und hat § 1631 Abs. 2 BGB wie folgt gefasst:

»Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.« In § 16 Abs. 1 Satz 3 SGB VIII wurden die Angebote der Jugendhilfe zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie um folgende Aufgabe erweitert:»Sie sollen auch Wege aufzeigen, wie Konfliktsituationen in der Familie gewaltfrei gelöst werden können.«

Zielsetzung der gesetzlichen Neuregelung ist es, nicht nur die Gewalt in der Erziehung zu ächten, sondern zugleich Eltern (und anderen Personensorge-Inhabern) Wege zur gewaltfreien Erziehung aufzuzeigen und sie dabei zu begleiten.

Gewalt wird meist verharmlost Gewalt in der Erziehung wird meistens nicht nur von Eltern als rechtens angesehen, sondern durchweg auch von der Umwelt gebilligt. Zumindest werden immer noch »ein Klaps« und »eine Ohrfeige« (z.T. aber sogar auch die ominöse »berechtigte Tracht Prügel«) in weiten Kreisen der Bevölkerung (und zwar in allen Schichten !) als normales Erziehungsverhalten betrachtet und gerne mit abgegriffenen Redewendungen gerechtfertigt wie: »das hat noch keinem Kind geschadet« – z.T. noch bedenkenlos ergänzt um »bei mir war es genauso und aus mir ist ja auch etwas geworden«. Dabei wird (natürlich) verschwiegen, dass erwiesenermaßen auf »eine« Ohrfeige (oder Klaps) leicht zwei, drei, ja viele folgen und sehr schnell Schläge zum ganz selbstverständlichen Erziehungsmittel werden, wenn es darum geht, Kinder »zur Vernunft zu bringen« oder von unerwünschten Handlungen abzuhalten.

Körperliche Bestrafung ist unzulässig Die Ächtung jeglicher Körperstrafen war notwendig, um der Gewaltanwendung »schon von Kindheit an« jegliche Legitimation zu nehmen, denn sie stellen – unabhängig von ihrer Intensität – für Kinder stets eine Demütigung dar (ebenso: Gesetzesbegründung BT-Drucks. 14/1247, S. 8), die die Würde des Kindes verletzen.

Beispiele für unzulässige »körperliche Bestrafungen«: Jegliches Schlagen - und zwar nicht nur die ominöse »Tracht Prügel«, sondern auch »eine Ohrfeige« oder »ein Klaps« (in das Gesicht, auf Arm/Hand/Finger, Rücken, Gesäß), das Treten, aber auch heftiges Schütteln oder festes Drücken, Schubsen, Stoßen eines Kindes (meist beschönigend »hartes Zupacken« genannt), das »Ohr umdrehen«, an den Haaren ziehen, sowie das Anbinden oder Fesseln.

Bei wiederholtem Auftreten derartigen elterlichen Fehlverhaltens kommen Eingriffe des Familiengerichts in das Elternrecht gemäß §§ 1666, 1666a BGB bis hin zu Beschränkungen oder Entzug des Sorgerechts in Betracht und strafrechtlich stellen solche Verfehlungen – spätestens jetzt – stets Körperverletzungen bzw. Nötigungen dar.

Mit freundlichen Grüßen

Michael

Das die Mutter ihr Kind nicht schlagen darf ist ja logisch, die Reaktion des Kindes sind auch vollkommen normal in einer derartig schlimmen Situation. Das Jugendamt einzuschalten währe zwar eines der Besten Möglichkeiten zum Schutz des Kindes doch, dass dieser Schritt sehr hart ist, ist ebenso logisch.Es gibt allerdings gewisse Hilfsorganisationen, die die Kinder für einige Zeit anonym aufnehmen und ihnen helfen ohne das Jugendamt einzuschalten. Mit der Mutter währe vermutlich ein Gespräch das Beste nur sollte man dabei versuchen möglichst ruhig zu bleiben,da sie selbst vermutlich garnicht erkennt, dass sie was falsch macht. Zu hoffen ist nur dass sie es einsieht. Kontaktmöglichkeiten währen beispielsweise, dass sie sie einfach mal nach der Schule abholen oder Ähnliches falls dies möglich ist.Mehr fällt mir zu dieser fatalen Situation nicht ein. (Falls sie die Nummer eines der genannten Organisationen wünschen so sende ich ihnen gerne eine zu) Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen und wünsche das Beste für die ganze Familie :)

Das erinnert mich stark an "Familien im Brennpunkt". Aber jetzt zur Sache: Anne hat eventuell Probleme mit ihrem Arbeitgeber oder gar psychische. Sie lässt es sich sicher nicht sagen, sie solle zum Psychologen. Jedoch könnte ein Besuch zusammen mit Ihren Eltern Ihrer Schwester helfen. Als letzten Ausweg könnte man das Jugendamt einschalten. Ich habe aber keine Erfahrungen damit gemacht und kann Ihnen nicht sagen, dass es gut oder schlecht wäre. Auf jeden Fall ist es richtig, dass Sie sich besorgt fühlen.

Geht bitte sofort zum Jugendamt, dem Kind geht es ja auch nicht besser, nur weil ihr ihrer Mutter noch eine Chance gebt. Es klingt als hätte sie die genug gehabt und wenn erst einmal etwas schlimmeres passiert, gerade weil das Kind auf eine schlechte Bahn zu rutschen droht, machen sich alle Vorwürfe. Also geht zum Jugendamt, die kommen ja auch nicht sofort und reißen das Kind aus dem Umfeld (denke ich jedenfalls). Ein bisschen Beobachtung scheint der Mutter ganz gut zu tun.

Ich wünsche euch ganz viel Kraft!

ohjee :/ aber ich denke, wenn hanna so abrutscht, hilft echt nur noch das jugendamt. wenn anne nicht mit sich reden lässt, klappt dass reden auch nicht. das jugendamt einzuschalten ist vielleicht im ersten augenblick blöd, aber es geht ja nur um hanna.:( viel glück :)

Es bleibt wohl nur das Jugendamt, mit dem Ziel deine Mutter als Sorgeberechtigte einzusetzen. Selbst, wenn das nicht sofort durchzusetzen ist, wäre ein vorrübergehender Heimaufenthalt immer noch besser als eine Mutter, die sich so verhält.

Wie steht es eigentlich mit dem Vater? Besteht da Kontakt und hat er ebenfalls das Sorgerecht?

Joey1812 18.06.2011, 02:45

Der Vater, ja... Die beiden leben zusammen, aber er ist ständig auf Montage, bekommt das gar nicht mit, weil Anne in seiner Gegenwart nicht auf Hanna "losgeht". Er weiß davon, Hanna hat es ihm erzählt. Aber nach der Auseinandersetzung mit Anne hat sie ihn aus der Wohnung geworfen, später wieder reingelassen. Seitdem versucht er nur noch zu mildern, wenn Anne wieder über die Stränge schlägt. Er hat Angst seine Kinder zu verlieren, wenn er nochmal zu ihnen statt zu Anne hält... ob diese Ängste berechtigt sind oder nich, sei dahin gestellt, aber er schaut quasi nur noch weg...

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Allizze 18.06.2011, 02:49
@Joey1812

Er hätte also derzeit die Möglichkeit, sich die Kinder zu schnappen und bei deiner Mutter unter zu kommen? Na, dann mal los! Und anschließend sofort das Jugendamt einschalten. Wenn ihm seine Kinder wichtig sind, darf er einfach nicht wegsehen. Da hilft auch die Arbeit als Ausrede nichts.

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Hey,

Wenn das schon so schlimm ist ... habt ihr eigentlich schon ne Verantwortung dem Kind gegenüber zu handeln.

Und das heißt, dass Jugendamt einschalten. Irgendwann könnte das zu spät sein.

Vor allem da sie schon selbst verletzt, leidet dieses Kind doch offentsichtlich.

Da nützt auch kein Aufbauen mehr. Sie steckt schon tief in der Sch .... ums mal deutlich zu sagen. Das Kind braucht unbedingt Hilfe, auch von psychologischer Seite aus.

Irgendwann kann man nicht mehr handeln...

Liebe Grüße, Flupp

In so einem Fall ist es wirklich das Beste, wenn du das Jugendamt einschaltest.

So schwer es auch sein mag, ihr habt schon alles Menschenmögliche versucht deine Schwester zur Vernunft zu bringen. Das hat nichts geholfen, also musst du zu anderen Mitteln greifen. Vor allem wenn das Kind geschlagen wird und anfängt sich selbst zu verletzen (so was kann nämlich in schweren psychologischen Problemen enden).

Viel Glück.

Das sind Menschen wie ich sie verachte.

Während ihr hin und her überlegt, was ihr machen könnt wird das Kind gedemütigt, psychisch und physisch misshandelt, und das nur, weil ihr nicht Manns (oder Frau) genug seid endlich zu handeln.

Stattdessen werden schlechte Erfahrungen, von denen man über 5 Ecken gehört habt vorgeschoben.

Du erreichst sie nicht?

Den Großeltern wird fast der Kontakt untersagt?

Wie wäre es, wenn ihr einfach hinfahrt, euch das Kind schnappt und mit ihr zum Jugendamt geht?Oder fürchtet ihr mögliche Konsequenzen für euch so sehr?

Das Kind braucht keinen Erwachsenen, der ihr nur erzählt, alles würde wieder gut, es braucht einen, der dafür sorgt.

Wann wollt ihr denn handeln? Nach der ersten Alkoholvergiftung? Nach einem Selbstmordversuch?

Allizze 18.06.2011, 02:35

Das Einreden von Schuldgefühlen ist hier vollkommen fehl am Platz. Ich denke, die Rat- und Hilflosigkeit, die Joey und ihre Mutter empfinden dürften, sind schon hart genug, da musst du nicht noch eins oben drauf geben.

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BaumfroschQuak 18.06.2011, 02:38
@Allizze

Man kann und muss ihr solange Schuldgefühle einreden, bis diese so stark werden, dass sie endlich etwas unternimmt.

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Flupp66 18.06.2011, 02:42
@BaumfroschQuak

Das Kind wird irgendwann ganz untergehen ... ich muss da leider auch baumfrosch recht geben.

Weil irgendwann ist es tatsächlich zu spät... Dann hat sich das nämlich von selbst erleidigt -.-

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Allizze 18.06.2011, 02:45
@BaumfroschQuak

Die Frage ist doch nicht, ob und wann etwas unternommen werden soll (die Entscheidung scheint mit bei Joey eindeutig), sondern in welcher Form. Von daher sind die Schuldgefühle wirklich unnötig.

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Flupp66 18.06.2011, 02:47
@Allizze

Das sollte aber auch nicht die Frage sein in der Situation... das Kind verletzt sich schon selbst...trinkt, raucht ..etc..

Da muss man zum Jugendamt gehen oder zur Polizei .. oder zu sonst wem.

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Joey1812 18.06.2011, 02:50
@Flupp66

Erstmal Danke an Allizze, da scheint mich jemand zu verstehen.

BaumfroschQuak, meinst du, mir fällt das leicht? Und meinst du, es ist schön, sowas von jemandem zu hören, den ich gar nich kenne? Natürlich muss da was getan werden, aber deine Ausdrucksweise ist ja wohl unnötig, wenn alle anderen auch antworten können, ohne jemanden gleich fertig zu machen...

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Flupp66 18.06.2011, 02:52
@Joey1812

Sicherlich Joey ... aber bitte ihr müsst da was tun ... und das jemanden mitteilen ...

Das Kind wird immer mehr absacken .. und anscheinend kann man mit der Mutter nicht reden...

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Allizze 18.06.2011, 02:53
@Flupp66

Vollkommen korrekt. Für Beschwichtigungen und Gesprächsversuche ist es zu spät, da würde auf Seiten der Mutter eh nichts Klick machen. Es bleiben nur noch die Behörden, so weh es auch tut, die eigene Schwester/Tochter damit "in die Pfanne zu hauen".

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Flupp66 18.06.2011, 02:56
@Allizze

Genau das mein ich ja nur, Alizze =)

Man muss unbedingt die Behörden einschalten. Zum Wohle des Kindes.

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BaumfroschQuak 18.06.2011, 02:58
@Allizze

Es ist nicht meine Art vorsichtig und zurückhaltend zu schreiben, wenn ich der Meinung bin, dass sich ein Erwachsener sehr zum Schaden den Kindes seiner Verantwortung entzieht.

Und ich stehe zu jedem einzelnen Wort.Während du verbal fertig gemacht wirst muss das Kind wesentlich schlimmeres erdulden, ohne die wirkliche Möglichkeit es selber zu ändern. Du hast sie.

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Allizze 18.06.2011, 02:59
@Allizze

Übrigens: Mach dir um Gottes Willen jetzt keine Gedanken darum, ob das Jugendamt zu schlechten Erfahrungen führen könnte. In jedem Fall müssen die Kinder erstmal von der Mutter weg. Alles weitere lässt sich dann auch noch regeln.

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Allizze 18.06.2011, 03:04
@BaumfroschQuak

Deine Meinung ist ja auch vollkommen in Ordnung. Gut, dass du sie hast und andere Menschen eben eine andere. Stell dir vor, wir hätten alle dieselbe Meinung. Am Ende würden wir vllt alle unsere Kinder schlagen...

Ich hatte ja nur anmerken wollen, dass deine Beschuldigungen (nicht negativ auffassen, mir fiel nur kein anderes Wort für deine Äußerungen ein) hier nichts bringen, da die Entscheidung zu helfen ja bereits getroffen wurde.

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Jugendamt -dringend einschalten!

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