Von der Arbeitslosigkeit ins Arbeitsleben - Finanzielle Ungewissheit?

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4 Antworten

Wenn du einen Vertrag ab 4.10. hast, musst du für die Überbrückung bis zur ersten Gehaltszahlung noch Grundsicherung beantragen, Das geht NICHT automatisch. 

Falls du dein erstes Gehalt noch am 31.10. auf deinem Konto hast, musst du dieses Geld dann in 6 Raten zurück zahlen. Sollte die Auszahlung erst im November erfolgen, brauchst du NICHT zurück zahlen.

Hey Du.

Sollte sich nichts geändert haben, folgendes:

Regulär war es meines Wissens so, daß Du im Folgemonat, also im Oktober noch einmal ALGII bekommst. Weil ALGII im Zuflußprinzip gezahlt wird, genauso wie Einkommen im Zuflußprinzip angerechnet wird.

 Allerdings bleibt das trotzdem genau zu erfragen. Nur ist es schon logisch, daß Du mir erstem Lohn im November natürlich im Oktober finanziell vor dem Aus stehst/ stehen würdest und damit die Arbeit in Umsetzung völlig gefährdet ist, gleichermaßen alle Kosten betreffend.

Auch bitte beachten, daß einige Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein können.

Also hoffen wir mal, daß die Regelung wie von mir eben geschrieben, noch aktiv ist. Der Knackpunkt selbst, besteht aber trotzdem im November, wenn Anfang des Monats deine Kosten wie bisher abgehen, Du aber erst meinetwegen Mitte November deinen Lohn bekommst. Da ist bei allen Beteiligten (Vermieter etc.) bissl Diplomatie und Verständnis gefragt.

Diese Konstellation ist die Schwierigste dabei, leider. Aber um Absicherungsdarlehen zu bitten, ist definitiv eine Möglichkeit um eine wenn auch vorübergehende Verschuldung zu vermeiden.

Wenn Du natürlich mit diesem neuen Lohn durch die neue Arbeit aus dem Jobcenter völlig rausfällst, hast Du trotzdem noch die Möglichkeit, dich auf der Wohngeldstelle zu melden, um Mietkostenzuschuß zu beantragen.

Dieser Antrag rechtzeitig gestellt, würde auch einen längerfristigen Engpass, durch die Neuaufnahme der Arbeit eingrenzen. Das kommt aber definitiv auf die Höhe deines Lohnes an! Wenn der Lohn nur wenig über dem ALGII liegt und Du aber aus dem Jobcenter rausfällst, lohnt sich der Gang zur Wohngeldstelle.

Sollte dein Lohn richtig gut ausfallen - was ich Dir aufrichtig wünsche - dann brauchst Du den Anlauf zur WgSt. nicht erst nehmen und wärst ja ziemlich fix aus dem Zahlungsloch wieder raus.

Sollte übers Jobcenter keine Möglichkeit für ein Darlehen bestehen, versuche es bei der Bank mit einer kurzfritigen Überziehung.

hoffe, erstmal ein klein wenig hilfreich.

LG

Kommentar von ChloeSLaurent
15.09.2016, 20:58

Versuche deine Versicherungen etc. kurzfristig auf monatlich umzustellen! Du kannst ja hieb- und stichfest erklären, warum das so dringend nötig ist und somit einen nicht durch dich verursachten fehlenden Versicherungsschutz trotzdem verhindern möchtest. regulär sollte das möglich sein, auch wenn auf monatliche Beiträge ein paar Prozent oben draufkommen erstmal. Somit hälst Du aber deine Wirtschaftlichkeit einigermaßen im Lot.

Hier egal was beim Jobcenter rauskommt - wenns vor allem negativ ausfallen sollte - solche Dinge jetzt noch in Angriff nehmen. Auch wenn das bissl streßig zusätzlich wird, lohnt sich aber solche Schritte zu gehen.

LG

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Es gibt wirklich unterschiedliche Arten, wie die Jobcenter damit umgehen.

Eine Möglichkeit: 

du wartest, bis du einen schriftlichen Vertrag hast (kann ja durchaus schon in den nächsten Tagen sein). Erst wenn du den hast, machst du eine Veränderungsmeldung an das Jobcenter, dass du ab 04.10. in Arbeit bist.

Dann holst du dir von deinem Chef eine Bestätigung, dass dein erster Lohn erst im November kommt und legst diese dem Antrag gleich bei. Und bittest um eine Weiterzahlung für den Monat Oktober.

Selbst wenn die das ablehnen sollten - in den allermeisten Fällen ist am 20./ 21. des Monats Deadline, um an den regulären Zahlungsanweisungen noch was zu drehen.

Wenn du das am 25. 09. abgibst, kannst du fast zu 100% sicher sein, dass du das Geld erst mal kriegst für Oktober.

Bei manchen JC bekommt man den einen Monat ohne Rückforderung noch bezahlt, bei anderen kann man das als Darlehen bekommen und muss es in Raten zurückzahlen. Das unterscheidet sich aber von Bundesland zu Bundesland.

Was den November betrifft - einfach mal mit dem Vermieter reden, ob er einer ein-oder zweimaligen Verschiebung des Zahlungstermins auf "nach Lohnzahlung" zustimmt. Wenn man mit den Leuten vernünftig redet, sind die meistens sehr entgegenkommend. Weil das als viel positiver empfunden wird, als ein säumiger Mieter, der erst erklärt, wenn er schon angemahnt wurde.

Ich wünsch dir ganz viel Glück in deinem neuen Job.

Kommentar von Thomas94116
16.09.2016, 16:54

Problem is das ich am 21.9 im Jobcenter nen Termin hab.. und die ja dann wissen wollen was Sache is.. Den Arbeitsvertrag für 4.10 hab ich heute unterschrieben in der Arbeit.

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Du kannst im Jobcenter um ein Darlehen bitten.......

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