Von Aushilfe zur Teilzeit, ändert sich was beim Kindergeld?

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4 Antworten

Das würde ich an deiner Stelle schön lassen,denn das hat nur Nachteile für dich / euch !

Wenn du dauerhaft mehr als 450 € pro Monat verdienen würdest und das ist bei Teilzeit normalerweise der Fall,dann könntest du über deine Mutter nicht mehr in der Familienversicherung sein.

Du müsstest dann selber Beiträge zur Kranken und Pflegeversicherung abführen.

Dazu könnte dann meiner Ansicht nach noch kommen,dass deine Mutter bzw.du dann keinen Anspruch mehr auf Kindergeld habt,denn wenn du ab deinem 18 - 21 Lebensjahr noch zur Schule gehst,dann musst du dich normalerweise bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden und das mit einer Schulbescheinigung nachweisen.

Wenn du aber jetzt mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten würdest,dann giltst du meiner Meinung nach nicht mehr als arbeitslos und so könnte dann ggf.kein Anspruch mehr auf Kindergeld bestehen.

Das Einkommen hingegen spielt schon seit dem 01.01.2012 keine Rolle mehr.

Dazu käme dann noch,dass deine Eltern dein Einkommen auf deinen Unterhaltsanspruch anrechnen können,was sie auch jetzt schon mit deinem Minijob machen könnten,wenn du da mehr als ein übliches Taschengeld nebenbei verdienst und das dauerhaft.

Da du aber in der Schule oder als Student nicht verpflichtet bist einer Berufstätigkeit nachzugehen,dürfen die Eltern dann nicht alles anrechnen.

Dir würden dann zunächst vom Nettoeinkommen eine Pauschale zwischen 60 € - 90 € abgezogen,diese ist für die Aufwendungen wie Fahrkosten gedacht,lägen diese Aufwendungen tatsächlich höher,dann müsstest du das nachweisen und könntest den tatsächlichen Betrag geltend machen.

Vom Rest stünden dir dann noch mal 50 % ohne Anrechnung auf deinen Unterhaltsanspruch zu.

An der Steuerklasse deiner Mutter würde das denke ich nichts ändern.

Was meinst du denn mit staatlicher Unterstützung ?

Wenn ihr noch eine ALG - 2 Aufstockung vom Jobcenter bekommt,dann sieht die Sache nämlich noch mal ganz anders aus.

"Was meinst du denn mit staatlicher Unterstützung ?"
War Kindergeld mit gemeint.

-Nebenbei: Ich gehe zurzeit 52std. monatlich arbeiten (Aushilfe) und komme auf knapp 450Euro, d.h. mein Vater könnte jetzt schon theroritisch mit dem Geld was ich kriege es verechnen lassen?


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@Gorse45

Deine Eltern sind dir ab deinem 18 Lebensjahr beide zum Barunterhalt verpflichtet !

Das bedeutet,dass es auf das unterhaltsrelevante Nettoeinkommen beider Elternteile ankommen.

Dieses müsste dann addiert werden und dein Unterhaltsanspruch laut Düsseldorfer Tabelle abgelesen werden und davon würde erst mal dein volles Kindergeld von derzeit noch 184 € abgezogen.

Der Rest würde dann noch an Bedarf anfallen und davon könnte dann von deinen ca. 450 € nach Abzug der angenommenen 90 € Pauschale für deine Aufwendungen,noch ca.180 € ( 50 % ) als anrechenbares Einkommen zum Kindergeld addiert werden.

Das würden dann also ca. 360 € ergeben,um diese würde sich dein Anspruch verringern.

Je nach dem wie viel jedes Elternteil dann an unterhaltsrelevanten Nettoeinkommen hätte,würde die Differenz dann zu deinem Bedarf prozentual aufgeteilt werden müssen.

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So lange du im Status "Schüler" bist, wird sowohl das Kindergeld als auch der Unterhalt weiter fällig. Allerdings kann dein Vater dein eigenes Einkommen auf den Unterhaltsanspruch anrechnen

Ok verstehe, gilt dies bei einem bestimmten Betrag den ich monatlich/jährlich verdiene oder wie wird das berechnet?

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Solange du in Schule oder Ausbildung bist (bis zum 25. Lebensjahr), bekommt deine Mutter für dich auch (unabhängig von deinem eigenen Einkommen) Kindergeld. Und solange sie für dich Kindergeld bekommt, und du in ihrem Haushalt lebst, hat deine Mutter auch das Anrecht auf Steuerklasse 2.

Liebe/r passaufdichauf,

unbedingt beachten: ab einem Einkommen von 405 € mtl. oder mehr als einem 450-Euro-Minijob entfällt die kostenlose Familienversicherung über die Mutter für den Krankenschutz!!!

Also unbedingt genau nachrechnen und informieren, ob sich ein Teilzeitjob finanziell überhaupt lohnt wg. einer eigenen Krankenversicherung, Anrechnung Unterhalt usw. usw.

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Nein, das Kindergeld bekommt jeder.

Ok, sprich also bis ich eine eine Aubildung habe oder das 25. Lebensjahr überschreite, richtig?

Und wie siehts mit dem Unterhalt was mein Vater bezahlt, ändert sich da was?

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@Gorse45

"Und wie siehts mit dem Unterhalt was mein Vater bezahlt, ändert sich da was?"

Ja, da du volljährig bist, bist du ja erst einmal selbst für deinen Unterhalt verantwortlich. Wenn du nun ein höheres Einkommen hast als dein Unterhaltsanspruch (der wäre max. 670 Euro), dann kann dein Vater seinen Unterhalt entsprechend kürzen....deine Mutter übrigens auch ;-)

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@passaufdichauf

Als Schüler oder Student ist man nicht verpflichtet einer Beschäftigung nachzugehen und für seinen Unterhalt so gut es geht selber zu sorgen,da gelten bei der Anrechnung andere Bedingungen !

Der Unterhaltsanspruch richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle und nach dem relevanten Nettoeinkommen der Eltern ( ab 18 ) die 670 € Unterhalt stünden einem Azubi / Student zu,wenn sie / er nicht mehr im Elternhaus leben würden.

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