Vom Hauptmieter zum Untermieter?

2 Antworten

Nun hat sich der Vermieter bereit erklärt Mieter A zum alleinigen
Hauptmieter zu machen, die vorraussetzung dazu ist allerdings das Mieter
B & C damit einverstanden sind.

Es ist korrekt, daß alle Beteiligten mit einer solch gravierenden Vertragsänderung ausdrücklich einverstanden sein müssen.

Meine Frage wäre nun ob das rechtlich überhaupt geht und was auf A als
Hauptmieter und vorallem als Vermieter der pateien B & C zukommt.

Generell macht der Gesetzgeber keinen Unterschied zwischen Mieter und Untermieter oder Hauptvermieter und Vermieter, das BGB kennt nur Mieter und Vermieter.

Mieter A würde als alleiniger Hauptmieter gegenüber dem Vermieter für  alles haften, wie z.B. Mietrückstände, Schadenersatz, fristgerechte Räumung und Übergabe bei Beendigung des Mietverhältnisses. Mieter A wäre auch selbst verantwortlich evtl. Mietrückstände usw. gegenüber seinen Untermietern geltend zu machen.

Weiter hätte Mieter A gegenüber seinen Untermietern die gleichen Rechte und Pflichten wie ein Vermieter. Er bräuchte z.B. für eine ordentliche Kündigung einen berechtigten Kündigungsgrund, wie z.B. Eigenbedarf. Er könnte allerdings, vorausgesetzt er wohnt noch mit Untermieter A + B in einer Wohnung von seinem erleichterten Kündgiungsrecht gem. § 573a BGB Gebrauch machen. Das heißt, er könnte ohne Angabe von Gründen das Mietverhältnis gegenüber seinen Untermietern kündigen.  Allerdings hätte er dann eine um 3 Mon. längere Künigungsfrist also (nach Mietdauer) min. 6 Mon. bis max. 12 Mon. zu beachten.

Hey danke für deine Antwort. Also wenn sich Mitbewohner B bzw. C dazu bereit erklären , wäre es möglich Mieter A auch nachträglich zum Hauptmieter zu machen, wenn ich das richtig verstanden habe ? 

Lg Mischi

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@Mischrainbow

Also wenn sich Mitbewohner B bzw. C dazu bereit erklären , 

... und der Vermieter. Versagt auch nur einer der 4 die Zustimmung geht das nicht.

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@anitari

Alle Beteiligten des gemeinsamen Mietvertrages müssen zustimmen. Also alle 3 Mieter und auch alle Vermieter (z.B. bei einem Ehepaar) vorhanden sind.

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Wenn alle am Vertrag beteiligten Personen, also A,B,C und der Vermieter, zustimmen ist das möglich.

Was auf A zukommt?

Er wird alleiniger Hauptmieter, haftet allein dem Vermieter gegenüber und wird Vermieter von B und C.

Zudem muß sich A von seinem Vermieter die Erlaubnis zur teilweisen Weitervermietung seiner Wohnung von seinem Vermieter einholen.

Was auf B und C zukommt?

Sie bekommen einen neuen Vermieter, nämlich A. Ansonsten ändert sich für die beiden wenig. Außer das ihnen A, da er selbst mit in der Wohnung wohnt, ohne wichtigen Grund kündigen kann. Kündigungsfrist dann aber mindestens 6 Monate, sofern die Zimmer unmöbliert vermietet sind.

Sind die Zimmer möbliert vermietet genießen B und C so gut wie keinen Mieterschutz.

Was auf den Vermieter zukommt?

Er verliert gleich 2 Schuldner (B und C). Darum kann ich mir nicht vorstellen das er diesem Konstrukt zustimmt.

Übrigens würde es für A auch dann nicht so einfach werden den "ungeliebten Mitbewohner" los zu werden. Denn er könnte ihm, mal von o. g. Möglichkeit, nur aus wichtigem, rechtlich zulässigem Grund kündigen.

Denn auch für sog. Untermietverhältnisse gilt das Mietrecht.

Hey danke erstmal. vom Vermieter haben wir das okay schon, damit A eigenbedarf anmelden kann wenn sich der Mitbewohner weiterhin nicht an die Regeln hält. 

Das hört sich fies an , aber mittlerweile gibt es einfach keine andere Möglichkeit und der Vermieter steht da auch hinter da er Angst um seinen Wohnraum hat. Die Umstände sind halt ein bisschen schwierig. 

Lg mischi

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@Mischrainbow

Dann bleibt nur zu hoffen das auch der "ungeliebte" Mitbewohner die Vereinbarung/Vertragsänderung unterschreibt.

A soll sich eine Kündigung wegen Eigenbedarf aber nicht so einfach vorstellen.

Statt der angestrebten, doch recht komplizierten, Lösung gäbe es eine einfachere.

Offensichtlich sind sich ja 2 der WGler mit dem Vermieter einig.

Dann würde ich vorschlagen den Mietvertrag gemeinsam zu kündigen und mit dem Vermieter einen neuen Mietvertrag ohne den ungeliebten Mitbewohner abzuschließen.

Im E-Fall kann der ungeliebte auf Zustimmung zur Kündigung verklagt werden. Dann ersetzt das Urteile seine Unterschrift unter die Kündigung. Das soll relativ schnell gehen. Erkundigt Euch mal beim Amtsgericht.

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