Vom Fohlen zum Deckhengst?

7 Antworten

Dein Fohlen ist nicht gekört. Er hat eine gute Fohlenbeurteilung bekommen, das bekommen aber viele Pferde. Mit seinen neun Monaten ist er aber eher ein Wallachanwärter als ein Hengstanwärter.

Verstehen kann ich dich allerdings. Auch wenn ich dir abraten werde. Als ich meinen jungen Araber bekam - Wahnsinnsabstammung - überlegte ich auch, ihn zur Körung vorzustellen. Ich sprach deswegen mit dem Züchter seines Vaters - damals zudem Vorsitzender des Araberverbandes. Er hat mir dann erklärt, was alles zu einer Körung gehört. (Damals jedenfalls, bei Arabern ist das LEIDER nicht mehr so). Die Vorstellung des Hengstes, die Hengstleistungsprüfung, die längst nicht jeder Hengst unbeschadet übersteht. Das allein kostete schon mal ordentlich Geld. Und dann braucht man auch Platz, um eventuell Stuten unterbringen zu können.

Ich habe es sein lassen und aus dem Hengst einen Wallach gemacht. War er unglücklich deswegen? Nein, denn er konnte in gemischten Herden unbeschwert herumlaufen. Die Hengste, die ich so kenne, die armen Tiere, stehen meist in der Box. Jedenfalls, wenn sie in einem Einstellerstall stehen. Um einen Hengst hinreichend vernünftig halten zu können, muss man schon seinen eigenen Stall haben mit genügend Weidefläche.

wenn es ein reinbluthaflinger wäre, würde ich sagen, verkauf ihn an einen hengstaufzüchter.

edelbluthaflinger gibts wie sand am meer. der zuchtschwerpunkt geht aber seit 2008 vermehrt zum reinbluthaflinger zurück, so dass edelbluthaflinger seitdem - so hübsch und talentiert sie sein mögen - niedriger gehandelt werden. das macht sie für die zucht weniger interessant - allenfalls für einen klientel, die crossover palominos züchten kann ein bestimmter typ sehr viel wert haben.

dass ein 9 monate alter hengstabsetzer interesse an stuten zeigt, ist normal. manche hengste können bereits mit 8 monaten erfolgreich decken.

legen lassen sollte man einen hengst gewöhnlich zwischen 1,5 und 2 jahren - es sei denn, es handelt sich um einen spätentwickler - aber das sieht man. aufwachsen sollte ein hengstfohlen in dem alter entweder in einer hengstgruppe oder in einer gemischtaltrigen wallachgruppe oder - wenn die möglichkeit besteht, mit 2-3 gleichaltrigen hengsten und einem althengst. der althengst übernimmt hervorragend die sozialisierung der überschäumenden jünglinge, so dass man sich eine menge arbeit spart.

es gibt auch genug hengsthalter, die auch gekörte hengste, die erfolgreich gezüchtet haben, im nachhinein noch legen lassen. die gründe sind vielfältig: entweder vererbt er sich nicht wie erwartet, zeigt charakterprobleme oder im genpool der zur verfügung stehenden stuten ist die blutlinie schon zu häufig vertreten und führt zu problemen.

da du ein prämiertes fohlen hast, das sich sicher gut bewegt, lass ihn noch eine weile wachsen und lass ihn dann legen. dann legst du - wenn du gleichzeitig noch wert auf die artgerechte haltung uns sinnvolle und fachgerechte erziehung legst, den grundstein dafür, dass du in ein paar jahren ein tolles reitpferd hast.

Herzlichen Glückwunsch zum Usermod Junior, ponyfliege!

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@FelixFoxx

vielen dank. sind schon fast 8 monate.

mir wärs ohne die schärpe hinter jeder antwort lieber gewesen. wenn ich könnte, würde ich das fähnchen mit dem status ausblenden.

das icon fand ich weniger aufdringlich.

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Mit 9 Monaten kann ein Hengstfohlen noch gar nicht gekört sein, das geschieht normalerweise mit 2,5 Jahren. Vermutlich wurde das Fohlen auf der Fohlenschau prämiert und hat damit Chancen, vielleicht mal gekört zu werden. Wenn Du mit Hengsten keine Erfahrung hast, dann lass ihn legen. Meinen Sven (Welsh A, 13) habe ich als Absetzer bekommen und hatte eigentlich vorgehabt, ihn mit 2,5-3 Jahren legen zu lassen. Er war aber in der Pubertät so heftig, dass er schon mit 16 Monaten kastriert wurde, das war die beste Lösung. Besser ein glücklicher Wallach als ein unglücklicher Hengst. Deckhengste gehören in erfahrene Hände.

Ja Entschuldigung, die Fohlenschau war es. Ok, wenn er jetzt schon so hengstig ist, ist es wohl besser. Vielen Dank!

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Ich kenne einen sehr prominenten Westernreiter und Quarterhorsezüchter mit großem eigenen Stall. Er hatte damals einen tollen Deckhengst gehabt, der auch kreuzebrav war. Ich habe den Dreijährigen mal von der Weide geholt, ihn durch die Stallgasse an Stuten vorbeigeführt. Kein Problem. Er hat nur geblubbert. Er war einfach lieb. Da er auch noch ein gutes Turnierpferd war, ist er viel gebucht worden.

Dann Jahre später habe ich einen Freund getroffen, auch bekannter Westertrainer und Reitlehrer und ihn nach diesem Hengst gefragt. Denn man hörte nichts mehr von ihm. Der Freund von mir sagte, dass es dem Pferd gut gehe, dass er aber nun Wallach sei.

uuppsss warum das denn?

Er erklärte mir, der Hengst sei so schwierig geworden, dass man mit ihm nichts mehr anfangen konnte. Nicht auf Turnieren und auch sonst war er einfach gefährlich. Und man muss bedenken, dass sein Besitzer einer der bekanntesten Westerntrainer Deutschland ist. Hackl ist gegen ihn ein kleines Würstchen. An fehlerhaftem Umgang konnte es also nicht gelegen haben.

Und wenn der seinen guten Hengst schon wegen Unhändelbarkeit legen lässt......

Man steckt nicht drin. Wenn dein Haflingerhengst den Büffel auspackt - und in jedem Haflinger steckt auch ein Büffel - na ich danke.

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Fohlen absetzer hengst gekauft wie mach ich es richtig?

Hallo,

ich habe mir einen Hengstabsetzer vom Züchter gekauft, wir bleiben auch dort am Stall stehen und natürlich bekomme ich von denen auch Hilfe und unterstützung, er wird auch mit anderen Hengsten zusammen stehen, also keine arme Einzelhaltung. da ich bis jetzt noch nie ein Fohlen hatte, möchte ich mir hier einige Tipps und Ratschläge erhoffen wie es in Sachen Erziehung und beschäftigung aussieht. Für mich denke ich das ich ein junges Pferd genauso Erziehen muß wie einen Hund. Lieb konsequent und nicht überfordern. Fürs erste würde ich ihn in Ruhe ans Halfter gewöhnen, Hufe geben , natürlich putzen und das man ordentlich bis zur Koppel geht und nicht rumzerrt. Dann würde ich ihn an den Roundpen gewöhnen um dort mit ihm "zeit" zu verbringen das er mich kennen lernt und mir vertraut. Also nix arbeiten einfach gesellschaft leisten etc. wie man das mit nem jungen Hund auch macht. Mit nem Jahr dann einfach mal 2-3 Runden um den reitplatz im Schritt laufen, damit er das auch langsam lernt..jenachdem 1-2 mal die Woche. 2jährig würde ich ihn an den Longiergurt gewöhnen und anfangen zu longieren. Natürlich nicht 6 mal die Woche sondern ganz easy und langsam. das er die kommandos schritt trab und galopp lernt, mit ihm auch spazieren gehen damit er sich an die Umwelteinflüsse gewöhnen kann. Also möglichst abwechslungsreich und ach nicht täglich, will ihn weder überfordern noch unter fordern..werde versuchen den goldenen mittelweg zu finden:-) Er bleibt auch Hengst, da er zur Körung vorgestellt werden soll, dafür bekomme ich auch Hilfe vom Züchter. Ich möchte das jetzt nicht diskutieren ob es sinnvoll ist oder nicht, es ist mit dem Züchter so besprochen und er wollte das gerne so. dies soll jedeglich zur info gelten.

was haltet ihr davon? was würdet ihr anders machen?

Würde mich wirklich über antworten freuen

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Hallo, eine Bekannte von mir will ihre 20-jährige Stute das erste mal decken lassen!?! Ich weiß da nicht so ganz, aber jetzt will ich eure meinung wissen! Sie ist gesund, aufgeweckt und binimmt sich wie drei. Sie ist irgend was in der art von einem Araber. TA hat gesagt, dass das noch machbar währe. Jetzt ihr.

Lg

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