Vom Christentum zum Judentum wechseln?

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19 Antworten

Wie ich sehe, hast du (wie ich es schon erwartet hatte) leider schon mehrere falsche Auskünfte von Usern bekommen. Das ist bei Fragen zum Judentum sehr häufig der Fall, da die meisten scheinbar davon ausgehen, die Juden seien eine Art erzreaktionäre Steinzeitmenschen, die niemanden in ihren "Stamm" aufnehmen, der nicht "reinen Blutes" ist. Das ist absoluter Unfug.

Nochmal: es ist absolut möglich, als Christ/Atheist/Muslim zum Judentum zu konvertieren. Der Unterschied zum Übertreten in eine andere Religion besteht darin, dass das Judentum nicht missionarisch tätig ist und nicht aktiv nach neuen Gläubigen sucht. Was wiederum daran liegt, dass nach jüdischem Glauben auch nicht-Juden "in den Himmel" gelangen können. Man muss kein Jude sein, um von Gott angenommen zu werden.

Du solltest allerdings beachten, dass es verschiedene "Konfessionen" im Judentum gibt. Es gibt Liberale, Reformierte, Konservative und die Orthodoxie. (Es gibt auch noch Untergruppen innerhalb dieser Gruppierungen...).

Wenn du beispielsweise unter einem reformierten Rabbinat konvertierst, wird das nur von Liberalen und Reformierten anerkannt, nicht aber von den "strengeren" Konservativen und Orthodoxen. Nur die Konvertierung unter einem streng-orthodoxen Rabbinat wird von allen Gruppen anerkannt. Du solltest dich also im Vorfeld informieren, welcher Richtung die fragliche Synagoge angehört, sonst wirst du selbst nach deiner Konvertierung von den meisten Juden weiterhin nicht anerkannt.

Der Prozess der Konvertierung ist auch kein Zuckerschlecken. Das Glaubensbekenntnis oder das Vortragen eines auswendig gelernten Textes reichen nicht aus, um Jude/Jüdin zu werden. Du musst unter Beweis stellen, dass es dir ernst mit deinem Wunsch ist, und dass du nicht nur aus "modischen" Gründen übertreten willst. Der eigentliche Grund, dass es dir nur um einen einheitlichen Glauben in der Familie geht, wird wahrscheinlich von keinem noch so modernen Rabbiner akzeptiert werden. Wenn du nicht mit Herz und Seele dahinterstehst, wird das sofort festgestellt, und dein Anliegen wird abgelehnt werden.

Du solltest also gut darüber nachdenken, ob du dir nicht zu viel vorgenommen hast.

Also ich persönlich würde nicht konvertieren.
Eine telefonisch muss man leben. Und es ist doch super, wenn jeder eine Religion hat, ihr könnt euch so super ergänzen.
Meine Eltern haben es ähnlich und ich durfte mit 4-5 Jahren gottesdienste in beiden Kirchen mit machen um mich selber zu entscheiden.
Ich wurde vorher in einem wertschätzenden Umfeld erzogen, sehr wohl auch in dem Gedanken, an Gott zu glauben, zu lieben und den Werten und Normen der Bibel zu folgen.

Das ist nicht ganz so einfach. 

Erstens einmal würdest du zwei Mal rituell abgelehnt, erst beim dritten Mal in den Gijur-Kurs aufgenommen. Und darin müsstest du mindestens ein Jahr lang lernen, z.B. die Gebote (über 600!) oder die Gebete (auf Hebräisch). 

Das zweite Problem an der Sache ist aber, dass du eigentlich orthodox konvertieren solltest, damit es von allen akzeptiert wird. Aber im orthodoxen Judentum sind homosexuelle Beziehungen nicht vorgesehen 

Von daher kannst du es im Prinzip auch sein lassen. Warum bleibst bzw. wirst du nicht Bat Noach (Tochter Noahs)? Das sind alle Angehörigen anderer Religionen, die sich an die wichtigsten Gebote halten. Diese wichtigsten Gebote entsprechen mehr oder weniger unseren 10 Geboten. 

Wenn ihr Kinder habt, dann sind ihre Kinder ja sowieso jüdisch, und deine eben nicht. 

Bei meinem letzten Besuch in einer Synagoge wurde von unserer Besuchergruppe auch so eine Frage gestellt...wie man zum Judentum konvertiert.

Wie ich noch weiß, waren die Kernaussagen des Rabbiners:

A.)

Grundsätzlich ist jede/r Jude, dessen Mutter Jüdin ist, unabhängig vom Glauben des Vaters

B.) 

Es ist nicht möglich durch Heirat Jude/Jüdin zu werden

C.)

Es ist jedoch für alle Menschen möglich, zum Judentum zu konvertieren.

Voraussetzung ist, dass jemand für mindestens ein Jahr zu den vorgegeben Zeiten die Synagoge besucht. 

Zusätzlich die Schriften studiert, an Unterweisungen teilnimmt, und die jüdischen Regeln lernt.

Das betrifft u.a. die Speiseregeln, die 613 Gebote, sowie den gesamten gesellschaftlichen Umgang, den ein Jude/Jüdin wie zu haben hat.

Nach diesem Jahr, und wenn sich jemand bereit fühlt, wird vor einem Gremium die Konvertierung geprüft.

Es werden eine Anzahl von Fragen gestellt, die jedoch im voraus nicht bekannt sind, und selbstredend auch nicht bei jeder Kovertierung gleich sind.

Kommt das Gremium zur Auffassung, dass es sich um wahre Glaubensabsicht handelt ( sowie bei Männern die Beschneidung) und dass wirklich eine innere Zugehörigkeit zu den Juden vorhanden ist, wird entsprechend entschieden....

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btw.. ich hatte nicht nachgefragt, ob und wie oft ein "Wiederholungsversuch" vorgesehen ist, mache ich aber beim nächsten Mal

Jüdin kannst du eigentlich nur werden, wenn du von einer jüdischen Mutter geboren wirst.

Konvertieren kann du jedenfalls nicht bei allen jüdischen Gemeinden. Bei anderen geht es, ist aber schwierig. Deine Freundin soll dich mal mit zu ihrem Rabbi nehmen. Dann könnt ihr euch mit ihm darüber unterhalten.

Gehe einfach deinem gefühl nach , das ist das wichtigste und deine kinder sollten  auch frei entscheiden (wenn sie alt genug sind ) welcher religiin sie angehören möchten

Warum der Aufwand, in eine andere Religion zu wechseln, wenn du sowieso nicht an Religion interessiert bist?

Ich bin ja interessiert. Ich glaube ja an Gott und mir ist der Glaube sogar sehr wichtig!

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@blakee

Ich meine wir glauben ja an den selben Gott und all die biblischen Geschichten interressieren mich nicht gross. Wichtig ist für mich wer Gott ist. Das ganze "Darumherum" ist mir eigentlich ziemlich egal.

Wenn du konvertierst, dann doch wohl wegen des "Drumherums", von dem du vorhin noch gesagt hast, es würde dich nicht interessieren. 

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Glaubst du am den auferstanden Jesus?

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Wenn du dich mit Religion beschäftigst und dir überlegst zu konvertieren, solltest du auch hinter dieser Religion stehen. Du solltest auch genug Wissen über diese Religion haben, wie willst du sonst dein Kind religiös erziehen?

Jesus und sein Leben, sein Wirken hat für Dich also keine Bedeutung? Denn genau das ist es, was im Judentum fehlt.

Du hast wohl einen Glauben, den Du Dir selbst zusammengebastelt hast.

Wenn jeder so denkt, gibt es bald keine Christen mehr. Wieso muss eigentlich immer der Christ konvertieren?  Verstehe ich nicht. Ist geradezu ein Massenphenomän. 

Warum bleibt nicht jeder was er ist? Und für die Kinder einigt ihr euch welche es wird. 

Ich denke uns zu einigen wird schwierig. Ich möchte mein Kind nicht in einer Religion grossziehen, die ich nicht kenne und zu der ich nicht gehöre und meine Freundin möchte das auch nicht

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@blakee

@blakee: Aber du willst dein Kind in einer Religion gross ziehen, an die du nicht glaubst?

Denn die Überzeugung kommt ja nicht mit der Tatsache, dass deine Freundin Jüdin ist. Und wie du sagst, ist dir der Inhalt der Religionen "wurscht", also glaubst du weder an die christliche noch an die jüdische Lehre. Eine Konversion wäre also reine Heuchelei.

Und warum musst du konvertieren, um etwas über das Judentum zu wissen? Wissen kannst du dir auch ohne Konversion aneignen. Ausserdem müsstest du es schon haben, denn die jüdischen "Geschichten" sind ja auch Teil des Christentums.

Das, was du "Geschichten" nennst, macht eben den Unterschied zwischen beiden Religionen aus. Wenn dir die am A... vorbeigehen, macht weder eine Konversion Sinn, noch, dass du deinen Kindern diese Geschichten erzählst.

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Ich halte es für sinnlos seine religion wegen einer Frau zu ändern. Wenn du eine andere religion annehmen möchtest gibt es nur einen sinnvollen grund und der nennt sich überzeugung. Ihr könnt euer kind solange mit beiden religionen großziehen bis es seine entscheidung selber trifft welcher es angehören möchte.

Du hast natürlich Recht. Das wäre am sinnvollsten. Aber nicht am einfachsten, aber wenn ich es mir recht überlege, muss es ja nicht unbedingt einfach sein.

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Wenn du glaubst, sowieso an den gleichen Gott zu glauben - wieso solltest du dich dann umorientieren? Da dich das alles eh nicht interessiert - was willst du denn einem Kind beibringen? Soll es von dir lernen, dass Unehrlichkeit in Glaubensfragen Ok ist?

Lass es oder beginne dich mit Fragen nach Gott auseinanderzusetzen. Alles andere ist Mummenschanz.

Ich frage mich, ob der christliche Glaube dir eigentlich etwas bedeutet.

Wer ist Jesus Christus für dich? Bist du dir bewusst was genau das Juden- vom Christentum unterscheidet, welche Freiheiten wir Christen durch Jesus haben?

Ausserdem scheint deine Freundin nicht so streng jüdisch zu leben, sonst wäre das eher abschreckend. (Auch wenn ich die jüdische Religion wirklich interessant finde.) Informiere dich mal nur über die Speisegesetze.

Zusätzlich: Jüdisch wird man nicht einfach mal so. Das würde nur Sinn machen wenn du einen jüdischen Mann finden würdest. Und ob du mit der Freundin dein Leben lang befreundet sein wirst, ist nochmal eine andere Sache.

Edit: Bist du jetzt  männlich oder weiblich?

sonst wäre das eher abschreckend.

Inwiefern abschreckend und was haben die Speisegesetze denn damit zu tun? Es braucht einen ja nicht zu interessieren, was andere essen. 

Und der christliche Glaube bedeutet ihr ja offensichtlich nicht viel. Das ist auch okay so. 

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@Clarissant

Die jüdischen Speisegesetze gehören zur Religion.

Hat sie damit nichts am Hut, sollten beide eher aus ihrer jeweiligen Religion austreten. Wie du ja selber bemerkt hast, bedeutet der Fragestellerin ihr christlicher Glaube ebenfalls wenig bis nichts.

Eine Antwort von der Fragestellerin hätte ich allerdings besser gefunden.

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ich würde sagen informiere dich in den Schriften statt im Internet und was gesagt wird, denn das sind diese sind zuverlässig.

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jede religion ohne den christus wird in der zukunft vergehen

Ich kann deine Gedanken nachvollziehen, es wäre ja wirklich kein Problem, wenn es derselbe Gott wäre. 

Der Gott der Christen, Jesus' himmlischer Vater, ist aber nicht derselbe wie der Gott der heutigen Juden. Jesus meinte selbst: "Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin von Gott ausgegangen und komme von ihm" (Johannes 8:42) 

"Ihr kennt weder mich noch meinen Vater; wenn ihr mich kennet, so kennet ihr auch meinen Vater." (Johannes 8:19) 

Am besten ist es, wenn man Kinder mit Religion nicht überfordert. Es ist  sehr umstritten, ob es gut für die psyche von Kindern ist, sie zu früh zu sehr mit Religion zu konfrontieren.

Warum glaubst du, dass es nicht in ordnung sei, Kindern zu sagen, dass Mutter und Vater unterschiedliche Religionen haben?

Ob der Gott der Juden und der , der Christen, der gleiche ist, ist ein schwieriges Thema.

Du bist Christin und willst Kinder mit einer Jüdin bekommen? Wie wollt ihr denn das anstellen?

Das hat keiner eurer beiden Götter vorgesehen.

Doch ich denke schon. Es gibt viele Wege für uns Kinder zu bekommen.

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@blakee

@blakee: Nein, ihr könnt als Paar keine Kinder bekommen.

Aber jede von euch kann mit einem Mann Kinder bekommen, die ihr dann gemeinsam aufzieht.

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wir haben nicht zwei Götter sondern nur einer. Es ist derselbe.

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@blakee

Naja, der eine Gott hat einen Sohn, der andere nicht. Kann also nicht ganz derselbe sein.

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@zicke: da trollt nur jemand

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Du siehst sehr gut: Es gibt nur einen (wahren) Gott (Jes.45,22), jedoch auch den "dieser Welt" (Satan - Offb.12,9), der die ganze Menschheit verführt (Offb.17,1-14).

Jesu wird uns in Bälde von diesem erlösen (Offb.20,2) und Gottes Reich aufrichten. Dann benötigst du nur noch "Glauben" (Joh.17,17; 1.Joh.5,4).

Was sollen diese Antworten immer? Sag doch einfach, was du meinst. 

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@Clarissant

@Clarissant: fricktorel ist unfähig, einen eigenen Satz zu bilden. Er kann sich nur mit Bibelzitaten ausdrücken.

Ich habe ihn schon gefühlte fünfzigmal gefragt, was er unter "Bälde" versteht, da die von ihm in jedem Beitrag erwähnte "Bälde" schon seit 2000 Jahren auf sich warten lässt. 

Eine Antwort habe ich nie bekommen. Ich glaube, er sucht noch nach einem Bibelzitat, das sich als Antwort eignen könnte.

Trauriger Fall.

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Die wahren Christen sind die messianischen Juden (oder auch messianische Christen).
Sie halten die Feste Gottes, nehmen Jesus aber als ihren Retter an.
Wechsel nicht zum Judentum, steige aber von der Kirche aus. Lebe und Wandle nach Jesus. Halte die Gebote und Feste Gottes. Dann wird alles kein Problem sein! Die Kinder sollte man prinzipiell nach der Bibel erziehen!
Also: Gottes/Jüdische Feste feiern und heiligen und an Jesus glauben!
Gottes Segen!

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