Vom Autokauf beim Händler nach erfolgter Anzahlung zurücktreten, kein schriftlicher Vertrag?

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10 Antworten

Nicht, wenn keine vom Händler verschwiegene gravierende Mängel gefunden werden, mit der Anzahlung hast du einen mündlichen Vertrag abgeschlossen. Schau mal ins BGB.

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Wie blauäugig muss man eigentlich sein, sich für ein Auto im Internet zu entscheiden, das man nie in echt gesehen und Probe gefahren hat und vor allem einem Autohändler Geld zu überweisen, ohne etwas dafür in Händen zu halten wie Fahrzeugpapiere oder Schlüssel.

Da kannst du ja gleich einen Aufruf starten: "Gibts vielleicht jemanden, der Lust hat, mich abzuziehen? Stelle mich gerne dafür zur Verfügung."

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Alles ueber Internet und Fernkommunikation? Bei einem Haendler und du bist Verbraucher (wolltest das Auto fuer dich privat)?

Dann hast du doch sowieso ein vierzehntaegiges Widerrufsrecht.

Es ist zudem fraglich, ob hier ueberhaupt schon ein Kaufvertrag zustande gekommen ist. Die Anzahlung spricht eher dafuer, die Absicht zum Abschluss eines schriftlichen Vertrages eher dagegen.

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Kommentar von Maximilian0296
13.07.2017, 07:09

Naja ein Vertrag kommt zustande durch Angebot und Annahme. Das Angebot war das angebotene Auto zu einem bestimmten Preis, die Annahme die Vorauszahlung. Es ist also ein Kaufvertrag entstanden.

An das Widerspruchsrecht hatte ich aber gar nicht bedacht, er kann also vom Vertrag zurücktreten.

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Kommentar von tonupboy68
13.07.2017, 07:21

Euch allen schon mal vielen herzlichen Dank!

Ja, bisher war der Kontakt nur fernmündlich und per whatsapp. Das Fahrzeug wäre mein Privatfahrzeug wenn ich es denn wollen würde.

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Kommentar von AalFred2
13.07.2017, 13:40

Nein, das ist kein Fernabsatzgeschäft. Deshalb gibt es auch kein Widerrufsrecht.

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Es ist bereits ein Vertrag zustande gekommen zwischen dir und dem Händler, wenn auch nur ein mündlicher. Ihr seid euch wohl einig geworden, was deine überwiesene Anzahlung wohl auch bestätigt. Evtl ist der Händler kulant und erstattet dir deine Anzahlung zurück. Ich würde allerdings darauf bestehen das du das Auto kaufst und komplett bezahlst. Vermutlich wird der Händler ebenso handeln.

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Kommentar von DerCaveman
13.07.2017, 07:08

Sofern tatsaechlich ein Vertrag zustande gekommen ist, warum dann kein Widerrufsrecht gem. BGB 312g?

Anscheinend hat hier doch ein Verbraucher von einem Haendler gekauft, ausserhalb der Geschaeftsraeume und dann anscheinend auch noch im Fernabsatz. 

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Kommentar von Maximilian0296
13.07.2017, 08:27

Das hatte ich nicht bedacht, siehe aber auch in die Kommentare unter deiner Antwort ;-)

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Sofern es tatsächlich nach dem Fernabsatzgesetz zu beurteilen ist:

http://www.fernabsatz-gesetz.de/Widerrufsrecht/Fernabsatzvertrag.htm

Dann hättest Du ab Zahlungseingang - vermute ich - 14 Tage gesetzliches Rücktrittsrecht............ich empfehle aber, einen Anwalt zu konsultieren und schnellstmöglich zu handeln, die Frist ist hoffentlich noch nicht um.

cheerio

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Kommentar von Antitroll1234
13.07.2017, 09:28

Die Frist des Widerrufs kann frühestens mit Zugang der Widerrufsbelehrung beginnen, und nicht vor Lieferung des Fahrzeuges.

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Wenn du vom Kaufvertrag zurücktreten kannst, siehst du deine Anzahlung wohl nicht mehr. Genau darum wurde ja eine Anzahlung geleistet, dass der Verkäufer immerhin etwas hat, wenn du wieder abspringst.

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Kommentar von LinksistKot
13.07.2017, 06:55

er kann überhaupt nicht zurücktreten, wenn der verkäufer will, besteht er auf vollen kaufpreis und abnahme

er kann gar nicht abspringen, auch nicht unter zurücklassung seiner anzahlung, wenn der verkäufer es so will

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Kommentar von Antitroll1234
13.07.2017, 09:31

Er brauch vom Kaufvertrag gar nicht zurücktreten, er muss diesen in dem Fall lediglich widerrufen.

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Ich habe im Internet bei einem Händler ein Auto gesehen und nach telefonischem und whatsapp-Kontakt diesem 1000€ Anzahlung überwiesen

Schon alleine für diese Aktion, sollte man Dir eine zusätzliche Strafe wegen Dummheit aufbrummen. Man kann doch kein Auto kaufen, was man noch nie gesehen hat. Du hast ihm das Geld überwiesen, Vertrag kam zustande und den wirst Du nicht mehr lösen können.

Aber da Du Dich heute neu angemeldet hast, klingt das nach einem Troll. Denn so dämlich kann man doch wohl nicht sein.

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Vielen Dank für eure Antworten!

Wenn ich das richtig sehe, kann ich mich wohl nur auf das Fernabsatzgesetz berufen. Ausdrücklich ausgeschlossen ist ja Autohandel aus diesem Gesetz nicht. Ich werde berichten!

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Keine Chance! Im Ernstfall würde der Verkäufer sagen, dass er keine Anzahlung bekommen hat, da kein Vertrag zustande kam.

Also kauf die Karre oder sag tschöö zu den 1000€.

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Kommentar von GoodFella2306
13.07.2017, 07:25

Bullshit. 1. Fernabsatzgesetz, 2. durch Angebot und Annahme ist ein Vertrag zustande gekommen (konkludentes Handeln) 3. bei einer Überweisung existiert immer ein Nachweis durch die Bank.

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