vom arbeitnehmer wieder zum schüler - was beachten?

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3 Antworten

Hallo,

wenn die Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung sind, kann man bis zum 25, Geburtstag in die kostenlose Familienversicherung nach § 10 SGB V wechseln. Wichtig ist, dass die Einkünfte 395 Euro monatlich (bei Arbeitnehmern 450 Euro) nicht übersteigen.

Wenn man eine Fachschule besucht, maximal 20 Stunden in der Woche arbeitet und die Einkommensgrenze überschreitet, gilt in der gesetzlichen Krankenversicherung der Schülerbeitrag von 78 Euro. Bafög-Bezieher erhalten dann auf Antrag einen Zuschuss von ca. 70 Euro.

Wenn man eine andere Schule besucht und die Einkommensgrenze von 450 Euro übersteigt, wird man als Arbeitnehmer versichert (wie bisher als Azubi).

Gruß

RHW

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Kommentar von farinurlaub127
15.06.2014, 14:22

Besten Dank erst mal!

Und wie sieht es mit dem Zeitraum zwischen dem Austrittsdatum und dem ersten Schultag (s.o.) aus? Muss ich mich arbeitslos melden um ggf. eine lückenlose Beitragszeit in RV zu erhalten?

LG und DH

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... dass ich bei meinem aktuellen arbeitgeber auf teilzeitbasis (also minijob oder gleitzone) weiter beschäftigt sein werde...

Also da solltest du dich oder dein Chef sich schon vorher entscheiden: Beim Minijob auf 450-Euro-Basis bist du nicht sozialversichert (keine KV u. PV sowie Al-Versich.), sondern nur mal erst rentenversich.pflichtig mit 3,9% Beitragssatz vom Bruttoverdienst!

Arbeitest du jedoch in der Gleitzone von mehr als 450 Euro mtl. Bruttoverdienst bis max 850 Euro Bruttolohn, dann bist du komplett sozial- u. rentenversichert, also RV-, KV-, PV-Pflichtmitglied sowie auch arbeitslosenversichert!

    die fachholschulreife zu machen um danach zu studieren. was muss ich jetzt beim wechsel vom Arbeitnehmer zurück zum schüler beachten?

Nachdem du eine erste Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hast, solltest du unbedingt auf die 20-Wo-Stdn.-Regel achten: Einmal wegen dem Kindergeldanspruch, da ein Hinzuverdienst über diese 20-Wo-Stdn-Regel kindergeldschädlich wäre und später auch dein Studentenstatus gefährdet!

Also mußt du dich unbedingt entscheiden: nachzulesen in der minijob-zentrale.de unter Mi­ni­jobs im ge­werb­li­chen Be­reich -> Besondere Personengruppen -> Studenten

wie z.B.: Ordentlich Studierender ist demnach, wer

während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeitet. In der vorlesungsfreien Zeit (Semesterferien) kann die Beschäftigung ohne versicherungsrechtliche Folgen auf mehr als 20 Stunden in der Woche ausgeweitet werden. 

Gruß siola

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Kommentar von farinurlaub127
18.06.2014, 18:54

Hallo Siola,

vielen Dank für deine sehr umfangreiche Antwort/-en. Wie Gleitzone und Minijob grundsätzlich funktioniert ist mir klar, nur hatte ich gehofft, dass ich ein wenig mehr Stunden machen kann, denn die 20 Stunden in der Woche werde ich in der Regel auch nicht knacken, allerdings wäre es in interessant in den Schulferien gewesen. Aber wenn es unschädlich wäre bzw. werden könnte, lasse ich diese paar Stunden lieber bleiben...^^

LG und vielen Dank nochmal

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Hi,

also deine Eltern bekommen dann wieder Kindergeld für dich. (da unter 25 und in Ausbildung)

du kannst wieder in die kostenlose Krankenversicherung zu deinen Eltern (da unter 25 und in Ausbildung)

Deine Eltern sind dir gegenüber noch unterhaltspflichtig. Sie müssten dich also mitfinanzieren, wenn sie können. Den Minijob kannst du machen und find ich auch super.

ansonsten ändert sich nur das Offensichtliche (kein gehalt mehr etc)

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Kommentar von farinurlaub127
14.06.2014, 15:08

Hey, vielen Dank für die Antwort!

Kannst Du mir sagen, ob ich mich zwischenzeitlich arbeitslos melden muss? (Vollzeit bis 31.08.2014; "Einschulung" im Juli 2014 und erster Schultag ist glaube ich der 13.09.2014)

Und wie wäre es, wenn ich jetzt in der Gleitzone beschäftigt wäre (bis 451€ - 850 €)?

LG und DH ;)

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Kommentar von siola55
15.06.2014, 18:08
... du kannst wieder in die kostenlose Krankenversicherung zu deinen Eltern (da unter 25 und in Ausbildung)

Aber nicht bei einem Gleitzeitjob mit einem Bruttoverdienst von mehr als 450 € bis max. 850 € mtl. Bruttoeinkommen! Hier wäre er über diese Tätigkeit komplett selbst abgesichert!!!

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