Vom Arbeitgeber ungefragt Urlaub eingetragen?

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4 Antworten

Das ist nicht rechtens. Der Arbeitnehmer muss dafür weder Urlaub nehmen, noch darf der Arbeitgeber es automatisch von den Urlaubstagen oder vom Zeitkonto abziehen.

Der Arbeitgeber ist in Annahmeverzug. hat er keine Arbeit muss er den Arbeitnehmer trotzdem bezahlen.

Er kann den Arbeitnehmer fragen ob er Stunden vom Zeitkonto abfeiern will und braucht das Einverständnis des Arbeitnehmers.

 

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Es ist nicht rechtens . Er hat nicht UE gefehlt also liegt auch kein Grund für eine Abmahnung vor.

Tage ohne Einsatz müssen trotzdem bezahlt werden. Urlaub ist nicht dafür gedacht.

Es entstehen durch Nichteinsatz übrigens auch keine Minusstunden.

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Da keine Verwandschaft 1. Grades bestand sind die ersten 3 Urlaubstage gerechtfertigt. Ansonsten währ nur Frei ohne Bezahlung oder Minusstunden möglich.

zu den anderen 3 Tagen, ja der Chef kann festlegen wann Urlaub genommen werden soll. Allerdings hätte er euch vorher informieren müssen, das diese Tage Urlaubstage sind. Weil es auch sonst hier auf Minusstunden hinausläuft, die anderweitig wieder reingearbeitet werden müssen.

Unentschuldigte Fehltage sind es nicht, denn er wurde ja von der Arbeit freigestellt.

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Kommentar von Maximilian112
23.12.2015, 14:27

 ja der Chef kann festlegen wann Urlaub genommen werden soll 

Seit wann denn das??

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Kommentar von Familiengerd
24.12.2015, 00:26

@ berlina76:

Da keine Verwandschaft 1. Grades bestand sind die ersten 3 Urlaubstage gerechtfertigt.

Da Du hier offensichtlich den Anspruch auf Sonderurlaub meinst: Mit "Verwandtschaft 1. Grades" hat das nichts oder weniger zu tun.

Für den generellen Anspruch auf Sonderurlaub kommt es darauf an, ob es zum Sonderurlaub überhaupt arbeits- oder tarifvertragliche Regelungen gibt oder ob - falls das nicht der Fall sein sollte - das Bürgerliche Gesetzbuch BGB § 616 "Vorübergehende Verhinderung" heran gezogen werden kann.

Wenn vertragliche Regelungen keinen Sonderurlaub für den Tod eines Angehörigen vorsehen, der nicht zum engeren Familienkreis gehört, dann besteht auch kein Anspruch; ist dagegen
BGB § 616 anzuwenden, so ist Sonderurlaub in diesem Fall aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen, sondern es kommt auf den konkreten Einzelfall an, ob auch dann Anspruch besteht (z.B. bei engem persönlichen Verhältnis, bei Haushaltsgemeinschaft).

Grundsätzlich ist es aber richtig, dass hier /nach den geschilderten Umständen) 3 Urlaubstage zu berechnen sind - aber das ist ja auch nicht der Streitfall.

zu den anderen 3 Tagen, ja der Chef kann festlegen wann Urlaub genommen werden soll.

Das allerdings ist - unter den geschilderten Voraussetzungen - falsch! Hier ist der Antwort und dem Kommentar von Maximilian112 zuzustimmen!

Wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer nachhause schickt, weil er keinen Bedarf an dessen Arbeitskraft hat (sofern sich das auf die vereinbarten Arbeitsstunden auswirkt), dann ist das das Problem des Arbeitgebers: er darf dann keine Urlaubstage anrechnen, er gerät im Gegenteil mit der Annahme der Arbeitsleistung des Arbeitnehmers in den Annahmeverzug nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 615 "Vergütung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko" und hat den Arbeitnehmer so zu bezahlen, als wenn er tatsächlich gearbeitet hätte. Denn es gehört zu den arbeitsvertraglichen Hauptpflichten des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer im vereinbarten Umfang Arbeit zu zuzuweisen; kann er das nicht - aus welchen Gründen auch immer (auf ein "Verschulden" des Arbeitgebers kommt es dabei nicht an) -, so ist das sein Risiko.

Was den Urlaub angeht, so ist der Arbeitgeber dabei der Schuldner des Arbeitnehmers; grundsätzlich kann der Arbeitnehmer bestimmen, wann er Urlaub nehmen möchte; der Arbeitgeber ist nur dann nciht verpflichtet, dem zu folgen, wenn dringende (!!!) betriebliche Gründe oder Wünsche sozial bevorrechtigter Arbeitnehmer dem entgegen stehen!

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Zeitarbeitsfirmen stehen ja nicht unbedingt in dem Ruf, die besten und tollerantesten Arbeitgeber zu sein. Die meisten arbeiten mit Tricks die ganz scharf am Rand der Legalität sind. Allerdings haben die schon ihre "Erfahrungen" wie weit sie gehen können.

Soll heißen: Entweder, so bitter es ist, Ihr tanzt den Tanz jetzt mit und speichert das ganze unter "Erfahrung" ab, oder ich sehe für dieses Beschäftigungsverhältnis nicht die besten Zukunfstchancen.  

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Kommentar von Maximilian112
23.12.2015, 14:24

Die Frage ging doch aber ob das rechtens ist! Vom Tanzen habe ich nix gelesen.

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