Volljährigenunterhalt?

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4 Antworten

Beide Eltern können die Steuerklasse behalten, werden aber behandelt als ob sie beide Steuerklasse 4 hätten. Dies gilt solange das Kind priviligiert ist, also bis 21, in allgemeiner Schulausbildung und bei einem Elternteil wohnend. Das Einkommen errechnet sich aus dem Einkommen beider Eltern und das Kindergeld wird voll angerechnet

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Kommentar von hhjung2801
02.03.2016, 18:43

Hi danke für die antwort , das wäre auf jedenfall fair, gibt es dazu ein gesetz ? Oder auf wad beziehst du das oder eigene erfahrung?

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Die gewählten Steuerklassen der Eltern haben nicht wirklich Einfluss auf den zu zahlenden Unterhalt, denn:

Das "unterhaltsrelevante Einkommen" eines Elternteils errechnet sich an seinem Brutto-Einkommen der letzten 12 Monate abzüglich seiner sozialversicherungspflichtigen Abgaben und Steuern - dieses ergibt dann das "Durchschnitts-Netto".

Das bedeutet:

  • Zwar kann durch eine "günstige" oder "ungünstige" Steuerklassenkombination die Höhe des "auszuzahlenden Nettos" beeinflusst werden, dieses entspricht aber nicht unbedingt dem "tatsächlichen Netto über das Jahr verteilt", nach dem der Unterhalt berechnet wird.
  • Wer also versucht, durch eine "für ihn günstige" Steuerklassenkombination den Unterhalt "zu drücken", dessen "tatsächliches Einkommen" kann anhand der Steuererklärung "korrigiert" werden.

Nur bei der Steuerklassenkombination 4/4 werden Ehepartner so "veranlagt", als wären sie "Singles", bekommen also tatsächlich jeden Monat soviel ausgezahlt, wie ihnen nur nach ihrem eigenen Einkommen zusteht.... - deshalb sind Eheleute nur bei der Kombination 4/4 auch nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.

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Kommentar von hhjung2801
01.03.2016, 21:43

Würde ich dann nach 3 oder fünf berechnet werden ? Und noch eine frage werde ich in der ddt runtetgesuft um eine stufe , wenn ich 3 leuten gegenüber eunterhaltsverpflichtet bin nämlich meiner frau die berentet ist, daher nur 400 netto hat, meiner tochter 14 jahre alt bei mir wohnend und meiner tochter 18j alt  bei der km wohnend, die ddt tabelle sieht doch nur 2/unterhaltspflichtige vor oder?

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Warum soll die Mutter auf Steuerklasse 3 gerechnet werden, wenn sie 5 hat?

Der Vater hat doch schließlich die Vorteile der besseren Steuerklasse. Wofür sollte dann die Mutter nochmals "bestraft" werden? 

Der Unterhalt wird nach der Steuerklasse berechnet, die derjenige auch tatsächlich hat.

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Kommentar von hhjung2801
29.02.2016, 06:41

Ganz einfach weil das Gesetz es so vor sieht ! möchte nur wissen ob hier welche den Fall haben bzw. hatten, denn wenn einer nach 3 und ein anderer nach 5 berechnet wird ist es unausgeglichen.

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Kommentar von claudialeitert
29.02.2016, 14:35

jeder kann seine Steuerklasse wählen und 5 heißt es muss man mann geben der die 3 hat. es gibt nur eine 3 zu 5 . . .

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Kommentar von claudialeitert
29.02.2016, 14:37

in einer Ehe gibt es die Regelung der m her verdient nimmt natürlich die 3 uns der wenig Verdienst die 5. ist eigentlich vorgeschrieben. beide die 3 geht nicht.

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Es gilt der gesetzlich vorgeschriebene Unterhalt. Ab 1.1.2016 ist das 735 ,-€ Davon zahlt jeder die Hälfte.
Wenn das kind bei einem elternteil wohnt, dann wird Wohnen und Essen als Unterhalt angerechnet.

http://www.finanztip.de/unterhalt-volljaehrige-kinder/

Wenn jemand Barunterhalt leisten muss und wegen der Steuerklasse nicht leistungsfähig ist, muss eben eine andere Steuerklasse her. Kindesunterhalt ist immer vorrangig zu behandeln. Man kann auch nicht den Unterhalt umgehen, indem man weniger Stunden arbeitet, um dadurch weniger Einkommen zu haben.

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Kommentar von hhjung2801
29.02.2016, 08:41

soweit so gu, aber müsste die mutter nicht grundsätzlich in stk 3 gerechnet werden, schon alleine weil der vater ja anteilsmäßig weniger zahlen müsste

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Kommentar von DFgen
01.03.2016, 11:14

Es gilt der gesetzlich vorgeschriebene Unterhalt. Ab 1.1.2016 ist das 735 ,-€

Nein.

Dieser Betrag gilt nur für den Fall, dass das Kind nicht mehr im elterlichen Haushalt leben kann, weil sein Weg zur Schule sonst unzumutbar wäre....

Ist das - wie hier - nicht gegeben, errechnet sich der "unterhaltsrechtliche Bedarf" des Kindes am Gesamteinkommen beider leiblicher Eltern (orientiert sich an der "Düsseldorfer Tabelle") und liegt dann zumeist unterhalb der 735 Euro.

Auf den ermittelten "Bedarf" wird dann das Kindergeld in voller Höhe angerechnet (davon abgezogen).

Davon zahlt jeder die Hälfte.

Auch das stimmt nicht. 

Die Eltern zahlen nicht je zur Hälfte, sondern anteilig im Verhältnis ihrer Einkommen zueinander.

Der Elternteil, bei dem das Kind ggf. noch wohnt, kann seinen errechneten Anteil dann in Form von Kost und Logis statt Bargeld erbringen....

Wenn jemand Barunterhalt leisten muss und wegen der Steuerklasse nicht leistungsfähig ist, muss eben eine andere Steuerklasse her. 

Unsinn....

In diesem Fall kann anhand der Steuerbescheide der betreffenden Elternteile ermittelt werden, wie hoch die  "tatsächlich zu zahlende Steuer" ist, die jeder für sich allein von seinem Einkommen im Jahresdurchschnitt zahlen müsste - und woraus sich dann das jeweilige "unterhaltsrelevante Einkommen" ergibt....

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