Vollen Resturlaubsanspruch bei Kündigung oder nicht?

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6 Antworten

Nach meiner Rechnung hat Deine Chefin falsch gerechnet, Du aber auch.

In Deinem Arbeitsvertrag gibt es die Zwölftelvereinbarung über den Urlaub. Das bedeutet, Du hast beim Austritt aus dem Arbeitsverhältnis Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs.

Das sind bei 28 Urlaubstagen 8/12 des Jahresurlaub, ergibt 18,66 Urlaubstage da Urlaub nur für voll gearbeitete Monate erworben wird.

Da aber das Bundesurlaubsgesetz sagt dass beim Ausscheiden in der zweiten Jahreshälfte der volle Urlaubsanspruch erworben wird, stehen Dir 24 Urlaubstage zu. Das ist der gesetzlich vorgeschriebene Mindesturlaub wenn Urlaub in Werktagen gerechnet wird und Du für eine Woche Urlaub 6 Urlaubstage einsetzen musst.

Bräuchtest Du für eine Woche Urlaub nur fünf Urlaubstage, würde Dein Anspruch 20 Urlaubstage betragen.

Ohne die bei Dir vereinbarte Zwölftelregelung hättest Du Anspruch auf den kompletten Urlaub von 28 Tagen gehabt.

Krabappel1981 26.07.2016, 13:01

Wow erstmal vielen Dank für deine Umfassende Antwort. Ich habe bis heute schon 14 Tage Urlaub im diesem jahr gehabt + 7 Tage Resturlaub aus dem Vorjahr, würde ja heissen ich kann noch 4 Tage nehmen , oder hebelt das Gesetz die Zwölftelverienbarung auf'?? Ach ja und ich brauch nur 5 Tage Urlaub  pro Woche. Sorry wenn ich mich etwas blöd anstelle aber ich habe von sowas nicht viel Ahnung :(

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Hexle2 26.07.2016, 13:04
@Krabappel1981

Der Urlaub aus dem letzten Jahr spielt hier keine Rolle.

Wenn Du für eine Woche Urlaub fünf Urlaubstage brauchst, hast Du Anspruch auf den Mindesturlaub von vier Wochen, in diesem Fall von 20 Urlaubstagen.

Diesen Anspruch kann Deine Chefin nicht durch die Zwölftelregelung mindern. Das ist gesetzlich vorgeschrieben.

Du kannst also noch 6 Urlaubstage nehmen.

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DarthMario72 26.07.2016, 13:07
@Krabappel1981

oder hebelt das Gesetz die Zwölftelverienbarung auf'??

Ja, die 20 Urlaubstage (= in deinem Fall 24 Werktage) stehen dir auf jeden Fall zu.

Ach ja und ich brauch nur 5 Tage Urlaub  pro Woche

Dann hast du ja auch keine 28 Urlaubstage, oder? Falls doch, ist das in deinem Arbeitsvertrag falsch formuliert.

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Hexle2 26.07.2016, 13:11
@DarthMario72

Falls doch, ist das in deinem Arbeitsvertrag falsch formuliert.

Das habe ich hier schon öfter erlebt, deshalb bin ich auch auf beide Möglichkeiten eingegangen.

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Krabappel1981 26.07.2016, 13:14
@DarthMario72

In meinem Arbeitsvertrag steht:" Der Mitarbeiter hat im Kalenderjahr Anspruch auf 28 Werktage Urlaub". So, wenn ich sagen wir mal, ich möchte von Montag zu Montag Urlaub haben, muss ich dafür nur 5 Tage Urlaub nehmen zb.

Um es auf den Punkt zu bringen :)) : Stehen mir jetzt noch nach meiner Kündigung 6 Tage zu, richtig ?

Übrigens Danke an alle die sich hier so beteiligt haben :))

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Hexle2 26.07.2016, 13:17
@Krabappel1981

Um es auf den Punkt zu bringen :)) : Stehen mir jetzt noch nach meiner Kündigung 6 Tage zu, richtig ?

Genau so ist es.

Du kannst Deiner Chefin mal das Bundesurlaubsgesetz empfehlen, falls sie es nicht glaubt (oder glauben will). Sie hat doch bestimmt auch jemanden, der es ihr erklären kann.

Es ist für die Berechnung des Mindesturlaubs wichtig ob ein AN fünf oder sechs Urlaubstage für eine Woche Urlaub braucht, da der Mindesturlaub immer vier Wochen beträgt. Das sind bei 5 Tagen Einsatz eben 20 Urlaubstage, bei 6 Tagen 24 Urlaubstage.

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Also wenn ich mich richtig entsinne stehen mir doch, wenn ich ab den 1.07.eines Jahres kündige der volle Resturlaub zu oder nicht?

Nein, der volle gesetzliche Mindesturlaub, das ist ein wichtiger Unterschied. Bei einer 6-Tage-Woche sind das 24 Tage, bei einer 5-Tage-Woche 20 Tage. Für den darüber hinaus gehenden Urlaub kommt es darauf an, was im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt ist - hier gibt es eine Zwölftelregelung, also nur anteilig.

Hast du eine 5- oder eine 6-Tage-Woche? Der Begriff "Werktage" bezieht sich immer auf die 6-Tage-Woche.

Um Doppelansprüche zu vermeiden, steht dir der genommene gesetzliche Urlaub bei einem neuen AG aber nicht mehr zu.

Krabappel1981 26.07.2016, 13:08

Habe eine 5 Tage Woche. Auf den Doppelanspruch kommt es mir ja gar nicht an, wichtig ist mir nur das mich meine jetzige Arbeitstelle nicht abzieht was mein Urlaub angeht...

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Du leider nicht.

Auf jeden fall bekommst du anteilig vom Jahr noch Urlaubstage

Bsp. bei 24 Urlaubstagen hast du wenn du zum 01.07 Kündigst noch 12 Tage die du nehmen kannst

d.h. wenn du schon Urlaub hattest kann es gut sein das dir nur noch 3 Tage zustehen.

DarthMario72 26.07.2016, 13:13

Du leider nicht.

Du aber auch nicht. Kennst dich ja offensichtlich nicht mit dem BUrlG aus.

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"Bei Eintritt oder Ausscheiden während eines Kalenderjahres wird der Urlaub anteilig gewährt."

Wenn vom Urlaub noch alles über ist (Urlaub aus dem Vorjahr zählt nicht):

 19 Werktage (Mo-Sa) Urlaubsanspruch.


DarthMario72 26.07.2016, 13:02




19 Werktage (Mo-Sa) Urlaubsanspruch.

Falsch! Das widerspricht dem BUrlG

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Resturlaub aus dem Vorjahr steht dir immer ganz zu.

Hexle2 26.07.2016, 12:50

Es geht doch nicht um den Resturlaub vom Vorjahr sondern um den aktuellen Urlaubsanspruch

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LeroyJenkins87 26.07.2016, 12:53
@Hexle2

Das stimmt. Aber es wurde erwähnt, obwohl dies keinen Einfluss hat. Deswegen wollte ich dies noch ergänzen.

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