Volksbegehren „Rettet die Bienen“ – eure Meinung?

Das Ergebnis basiert auf 91 Abstimmungen

Unterstütze das Volksbegehren voll und ganz. 75%
Artenschutz ja, aber dieses Volksbegehren nein, weil… 10%
Finde ich vollkommen unsinnig, weil… 7%
Finde ich gut, habe aber folgende Kritik: 5%

41 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Finde ich vollkommen unsinnig, weil…

Völlig unsinnig. Es werden mal wieder blödsinnige Forderungen, die nicht umsetzbar (%Vorgabe Ökokram) oder verfassungsrechtlich bedenklich sind mit sinnvollen, aber schlecht dargelegten/unsinnig ausformulierten Forderungen (größerer Biotopanteile) verknüpft, so dass am Ende eh nichts dabei herauskommt.

Besser wäre es ganz konkrete Forderungen zu stellen wie z.B.:

  • Verbot von Neonikotinoiden
  • Eindämmumng der Nitratdüngung und klare Strafen beim Überschreiten von Maximalmengen
  • Vorgabe von Mindestgrünstreifen an Ackerflächen.
  • Reduzierung von Biogasanlagen (Einstellung der Subventionen).
  • Änderung der schwachsinnigen Lichtraumprofile an Straßen (und damit Schluss mit den radikalen Rückschnitt von Gesträuch, Hecken etc. an Straßenränder

usw.....

Die %-Vorgabe ist auch Ziel der CSU/FW geführten Regierung. Die peilen "mittelfristig" auch 20% an.

Mehr Bio ist sinnvoll. Konventionelle Produkte haben nämlich höhere externe Kosten (Grundwasserverschmutzung), die jedoch vom Steuerzahler bezahlt werden.

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@BIOwarFIRE

Eine solche Vorgabe ist aber unsinnig. Wem gibt man denn was vor? Dem Bauer, teures Zeug anzubauen auf dem er dann sitzen bleibt? Oder dem Verbraucher, einfach mal zum Bio kaufen zwingen? Es müsste erst mal ein sinnvoller, ideologiefreier "Bio"-Begriff eingeführt werden (weg von den "absoluten Werten" einer grünen Phantasiewelt und der hysterischen Ablehnung von Gentechnik...).

Außerdem ist dieses ideologische "Bio" nicht zwingend qualitativ besser oder umweltfreundlicher.

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@PeterJohann

Naja die "BIO"-Zertifizierung ist auf jeden Fall ideologiefrei und sinnvoll.

Dass ich nicht mit dem Ökowahn der Grünen übereinstimme, ist eine andere Sache ;D Das Begehren ist aber mMn richtig und wichtig.

Die Bauernlobby- eher Agrarlobby aus landwirtschaftlichen Gigabetrieben hat sonst in der bayrischen Gesetzgebung zuviel Spielraum.

Da kann man mit demBegehren einen Strich durch setzen.

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Biogas hat an sich nichts mit Acker zu tun. Das haben sie nur weil der eigentliche Zweck der Anlagen pervertiert wird, wegen der Effizienz. Sie waren an sich für Abfälle und Gülle gedacht. Der Kapitalismus zerstört das ganze aber, weil nur Leistung zählt, Optimale Leistung.

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@PlueschTiger

Das Grüngut/Raps/Mais mit dem Biogasanlagen gespeist werden ist halt das genaue Gegenteil von ökologisch und führt zu Monokulturen und damit indirekt zum Insektensterben (Erosionsproblem mal dahingestellt). Die Ursache für das Problem hier hat weniger mit Kapitalismus zu tun, sondern mit der völlig überzogenen Ökostromsubventionierung die Hand in Hand mit den zusätzlichen Subventionen für unsere tapferen Ackerer geht (eigentlich das genaue Gegenteil von Kapitalismus, weil der Markt komplett ausgehebelt und durch eine eher sozialistische Planwirtschaft ersetzt wurde)

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@PeterJohann

Nein das was den Markt aushebelt ist die Finanzwirtschaft. Die Wirtschaft ist es welche jede ach so kleine Subvention auf letzte ausreizen tut. Das ist weit entfernt von Planwirtschaft, denn wenn da auch nur im geringsten was "plan" dahinter wäre dann würde das hganze nicht in die richtung gehen die du kritisierst.

Nebenbei siehe dir den Grünen Punkt und Recycling an. alles Planwirtschaft? Alles Öko oder was? Siehe in den Spiegel 4/2019 19.01.2019 da siehst du wie viel Öko da drin ist. Nur betrug seitens Wirtschaft, die 50%+ Recyclingquote ab 2019, ist Utopie, da nicht mal bis ende 2018 die etwa 35% Marke erreicht wurde. Real lag sie bei knapp 6%. Der Grund ist schlich der das zu wenig Kontrollen und zu wenig Plan dahinter ist.

Die Subventionen sind doch aber nicht das Problem. Die Biogas Anlagen könnten auch ohne die Nahrungsmittel laufen. Letztlich ist es doch nicht der Staat oder die Subvention welche die Anlage baut und mitunter überdimensioniert, sondern die Wirtschaft. Jeder versuch Öko wird durch Profitgier und Kapitalismus im Keim erstickt und pervertiert.

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@PlueschTiger

Lets agree to disagree :)

...aber ich denke Du verwechselst Ursache und Wirkung, sowie Korrelation und Kausalität. "Wirtschaft" als bewusst handelnde Entität gibt es nicht (oder nur im links-ideologisierten Umfeld). Profitgier und kriminelles Handeln ergibt sich nicht aus der "Wirtschaft" sondern dem bewussten Agieren von Individuen.

Betrug in der Recyclingwirtschaft sehe ich auch nicht. Was wir haben ist eine von grünen Wirrköpfen geforderte Welt, die von der allgemeinen Politik als realisierbar dargestellt wird, um den mehr oder weniger durch dumme Propaganda leicht erregten Teil der Gesellschaft ruhig zu stellen. Dadurch klaffen Realisierbarkeit und Anforderungen immer weiter auseinander, was dann von jeder Seite gerne, auch mit diametral gegeneinander stehender Motivation, angeprangert wird.

Recycling in Deutschland ist auf einem extrem hohen Stand was die Müllentsorgung entweder durch die Rückführung von Rohstoffen oder die thermische Verwertung angeht. Der Anteil an genehmigten Exporten von Verpackungsmüll ist relativ gering (und geht sowieso überwiegend in die Verwertung). Ungenehmigte mithin illegale Entsorgung ist bedauerlich, aber rein mengenmäßig auch nicht wirklich relevant.

Am sinnvollsten wäre es meiner Meinung nach den ganzen Plastikkram in den Hausmüll zu geben und dann in ganz normalen automatisierten Anlagen die verwertbaren Anteile raus zu fischen und den Rest zusammen mit den anderen kompostierten brennbaren Rückständen zur Energiegewinnung zu verbrennen.

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@PeterJohann
Am sinnvollsten wäre es meiner Meinung nach den ganzen Plastikkram in den Hausmüll zu geben und dann in ganz normalen automatisierten Anlagen die verwertbaren Anteile raus zu fischen und den Rest zusammen mit den anderen kompostierten brennbaren Rückständen zur Energiegewinnung zu verbrennen.

Dir ist klar das dies ein Eigentor wäre? Verpackungen werden kostenlos über den Grünen Punkt eingesammelt. Wenn das alles über Hausmüll entsorgt wird, dann steigen die Müll Gebühren durch mehr Leerungen explosionsartig an. Den Umweltaspekt ignoriere ich da. Ich habe im Jahr vielleicht 2-3 Mülltonnen an Müll, dafür 10-20 Säcke mit Verpackungen. Unterm Strich würde das die Entsorgungsgebühren für mich, bis zu 10-20 multiplizieren. Zudem die einzigen verwertbaren Anteile in solch einen Mischmasch sind Metalle und da auch nur das Billigste, Eisen/Stahl, da dies von Magnete separiert werden kann. Kupfer, Alu, und Co, gehen verloren weil sich ein von Hand Separieren nicht lohnt.

Recycling in Deutschland ist auf einem extrem hohen Stand was die Müllentsorgung entwe..... illegale Entsorgung ist bedauerlich, aber rein mengenmäßig auch nicht wirklich relevant.

Glaubwürdige Nachweise?

...aber ich denke Du verwechselst Ursache und Wirkung, sowie Korrelation und Kausalität. "Wirtschaft" als bewusst handelnde Entität gibt es nicht (oder nur im links-ideologisierten Umfeld). Profitgier und kriminelles Handeln ergibt sich nicht aus der "Wirtschaft" sondern dem bewussten Agieren von Individuen.

Diese Individuen sind aber Teil der Wirtschaft und Einflussreiche. Du machst den Fehler anzunehmen das Geld (zum Beispiel) keinen Verstand und Intelligenz hat. Klar es ist nur eine Münze, Zahl oder Papierschein, doch wir Menschen sind dessen Verstand. Wir selbst geben etwas Totem einen Kollektiven Verstand.

Die Wirtschaft handelt bewusst, durch diese Individuen. Doch jeder Teil der Wirtschaft individuell, das heißt auch gegen andere Teile der Wirtschaft. Genau da kommen wir zu folgenden Punkten.

  1. Das was auch beim Grünen Punkt unterlassen wurde. Es kam das Gesetz und Fertig. Normalerweise hätte gleichzeitig der handel verpflichtet werden müssen Verpackungen so zu Produzieren das sie leicht Recycelbar sind. Genau die Vermischung und schlechte Trennbarkeit von verschiedenen Kunststoffen macht das Recycling schwer. Das beweist ja das es kein vernünftigen Plan gab.
  2. Die Wirtschaft schadet sich mit dem Selbst. Gerade Seltene Erden, Edelmetalle, oder aber auch Rohöl aus dem die Kunststoffe hergestellt werden würden weit Günstiger sein, wenn man sie von Anfang an Wiederverwerten würde. Heute wird selbst aus Goldlegierungen Silber teilweise immer noch mit dem Kupfer verbrannt um das Gold zu bekommen.
  3. Die Wirtschaft selbst hat mit dem was sie macht all die Gesetze verursacht über die sie Schimpft. Viele Dinge, über welche die Wirtschaft jammert wären heute nicht existent, wenn man nicht Böden verseucht hätte, Medikamente wie Contergan und vieles andere auf die Welt los gelassen hätte, oder Rechtzeitig die Notbremse gezogen hätte.
Betrug in der Recyclingwirtschaft sehe ich auch nicht. Was wir haben ist eine von grünen Wirrköpfen geforderte Welt, die von der allgemeinen Politik als realisierbar dargestellt wird, um den mehr oder weniger durch dumme Propaganda leicht erregten Teil der Gesellschaft ruhig zu stellen. Dadurch klaffen Realisierbarkeit und Anforderungen immer weiter auseinander, was dann von jeder Seite gerne, auch mit diametral gegeneinander stehender Motivation, angeprangert wird.

Dann denkst du also das die Wirtschaft aus Grünen Wirrköpfen besteht? Denn inzwischen halten sogar Konzerne wie BASF mit diesen Wirrköpfen Händchen und hunderte andere Unternehmen auch. Wie du siehst verrät dich deine Wirtschaft gerade. Bei der Realisierbarkeit gebe ich dir auf kurze Zeiträume gesehen recht, denn wenn man etwas solches machen will muss man erst mal sehen was mit drinsteckt und dann das System Schrittweise aufbauen und Erweitern, anpassen und Optimieren.

Recycling ist keine Utopie von Grünen Wirrköpfen sondern eigendlich auf für die Wirtschaft, langfristig billiger, denn es gibt Rohstoffe welche fast nur in der Hand einzelner Länder wie China sind und die können dann den Preis diktieren. Zudem kann gerade der Chemie Industrie Recycling oder nicht Recycling egal sein, die machen in beiden fällen Geschäfte.

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Artenschutz ja, aber dieses Volksbegehren nein, weil…

Vermutlich unterschreibe ich nicht. Gründe:

  • Mir gefällt schon mal der plakative Aufmacher "Rettet die Bienen" nicht. Erstens sind die abgebildeten Honigbienen noch am allerwenigsten von allen Insekten gefährdet und zweitens störe ich mich sehr daran, dass mal wieder die Honigbiene als emotionaler Aufhänger dienen soll, um Leute zur Unterschrift zu bewegen. Drittens kann man mit einer Unterschrift die Bienen nicht retten. Wichtiger wären andere Maßnahmen.
  • Im Volksbegehren wird sehr stark auf die Landwirtschaft abgestellt und sehr wenig auf den Normalbürger. Dabei könnte jeder einzelne insektenfreundliche Maßnahmen ergreifen. Statt z.B. auf Monokulturen in der Agrarwirtschaft zu schimpfen, könnte man seinen eigenen Garten insektenfreundlicher gestalten. Stattdessen sind Betonwüsten in Mode und das letzte bisschen Grün wird mit Mährobotern kurz gehalten. Statt grünen Hecken, in denen z.B. auch Vögel nisten könnten, werden Gabionen als Begrenzung verwendet. Auch einen Obstbaum könnte jeder Gartenbesitzer pflanzen. Und Balkonbesitzer könnten ihren Balkon mit insektenfreundlichen Pflanzen begrünen, anstatt nur Geranien. Außerdem könnte jeder einzelne gegen Pestizide kämpfen, in dem er einfach mehr Obst und Gemüse regional und bio einkauft.
  • einige der vorgeschlagenen Maßnahmen treffen vor allem die kleineren landwirtschaftlichen Betriebe, die eigentlich noch am ehesten ökologisch wirtschaften.
  • Im Volksbegehren wird z.B. auch gefordert, dass schon nächstes Jahr 10% der Grünflächen erst nach dem 15. Juni gemäht werden dürfen. Für viele Milchviehbetriebe ist das existenzgefährdend, da sie das Grünfutter dringend für ihre Tiere brauchen. Was wird der Bauer also tun? Die Bauern, die es sich leisten können, werden zufüttern, z.B. mit Soja aus Südamerika. Wirklich super für den Planeten, die Umwelt und so weiter. Klar könnte er auch seinen Viehbestand reduzieren, aber dann hat er weniger Milch zu verkaufen und weniger Einnahmen. Hinzu kommt noch, dass gerade Kühe Gras, das lange gewachsen ist, nicht gut vertragen (Pferde im übrigen schon). Die Groß-/Massenbetriebe werden Futter im großen Stil zukaufen und kleine Betriebe werden aufgeben.
  • einfach nur mehr Ökolandbau zu fordern, ist blauäugig. Wenn der Bedarf da wäre, gäbe es mehr Ökolandbau. Aber viele Verbraucher sind nicht willens, die höheren Preise zu bezahlen.

Viele Befürworter dieses Volksbegehrens haben sich nach meiner Einschätzung noch gar nicht richtig darüber informiert, sind aber "schon irgendwie für den Artenschutz" und unterschreiben deshalb. Danach setzen sie sich in ihren Betongarten auf ihre Betonterrasse und essen Billigsteaks aus dem Discounter vom 300€Grill, mit dem Gefühl "echt was für die Umwelt" getan zu haben *Polemik Ende*

Natürlich wären alle Maßnahmen (weniger Monokulturen, mehr Blühwiesen, usw....) wünschenswert, aber dafür braucht es in erster Linie kein Volksbegehren, sondern ein gesamtgesellschaftliches Umdenken. Der Pro-Kopf-Fleischverzehr liegt bei 60 Kilo pro Jahr, also mehr als EIN Kilo Fleisch pro Woche. Das wächst nun mal nicht auf den Bäumen, sondern muss irgendwo her kommen. Aus Agrarbetrieben, die so groß und durchoptimiert sind, dass sie trotz niedriger Fleischpreise Gewinne abwerfen.

Und jetzt wieder der Bogen zu dem Volksbegehren: Einfach nur pauschal auf die Landwirte zu schimpfen, ist zu wenig. Jeder einzelne kann was für Insekten und Natur tun.

Natürlich will niemand Pestizide im Essen haben und der Aufschrei ist groß, wenn mal wieder irgendwo PSMs drin sind, wo keine drin sein sollen. Aber die Konsequenz, zukünftig nur noch Bio zu kaufen und den konventionellen Anbau nicht mehr zu unterstützen, ziehen viel zu wenige Menschen.

Woher ich das weiß:Hobby – Ich imkere seit 2008.

Hier wurde wohl wieder fleissig rumgelöscht! Unglaublich!

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@Elli113

Gab hier nen längeren Thread zwecks der Biene (Wildbienen vs. Imkervölker, etc...)

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@Elli113

Oh, das sind zwei Fragen...
Dann ist in diesem Fall ja alles gut. Danke

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Artenschutz ja, aber dieses Volksbegehren nein, weil…

Biolandbau heißt nicht automatisch Artenschutz. Bio geht auch im Riesenmaßstab, das sind dann halt Biomonokulturen, aber immernoch Monokulturen. Eine Biene kann mit Biomais bis zum Horizont nicht viel mehr anfangen, als mit konventionellem Mais bis zum Horizont.

Eine starre Bioquote würde zu einem höheren Durchschnittspreis für im Inland produzierte landwirtschaftliche Güter führen. Die Konsequenz wäre, dass die großen Agrar- und Handelskonzerne noch mehr als heute in Länder ausweichen würden, in denen es wenig Regulierung gibt. Bio hier würde durch Umweltzerstörung wo anders erkauft.

Ein Verbot der Umwandlung von Grünland in Ackerland würde vor allem kleinere Bauern treffen, weil es ihnen dringend benötigte Flexibilität nimmt. Sie können nicht durch Masse überleben, sie sind darauf angewiesen, schnell und flexibel auf Veränderungen zu reagieren.

Im Zusammenhang mit dem Sterben kleiner Höfe und der Konzentration der Anbauflächen auf immer größere Höfe werden ehemals kleine Felder zu immer größeren Einheiten zusammengelegt. Hecken und Bäume, die auf den ehemaligen Grenzen lagen, werden gerodet. Hier gehen wichtige Lebens- und Rückzugsräume für Tiere und Wildpflanzen und Schutzwälle gegen Wassererosion verloren. Gleichzeitig erhöhen solche hindernisfreien Landschaften die durchschnittliche Windgeschwindigkeit am Boden, wodurch Winderosion und Verdunstung zunehmen. An dieser Stelle müsste angesetzt werden. Es müsste für die Agrarlandschaft einen maximal zulässigen Abstand zwischen Feldhecken und Bäumen geben. Um Verbindungskorridore zwischen den Hecken zu erhalten, müsste vorgeschrieben werden, dass zwischen der weitgehend vegetationsfreien (verdichteten oder befestigten) Fahrspur eines Feldwegs und der daneben liegenden Ackerfläche ein mindestens 1 Meter breiter Grün- oder Blühstreifen verbleiben muss. Als Ausgleich für den dabei entstehenden Verlust von Anbauflächen müssten die Flächen, die für Feldhecken, Bäume, Grün- und Blühstreifen benötigt werden, von sämtlichen Steuern und Abgaben befreit werden.

Zur Schonung des Bodens und seiner Lebewesen wäre zu prüfen, ob es einen spürbaren Vorteil hätte, wenn man die maximale Flächenpressung von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen gesetzlich begrenzt, und/oder z.B. die Tiefe der Pflugsohle gesetzlich begrenzt.

Giftige oder umweltschädliche Pflanzenschutzmittel müssten stärker reguliert werden. So wäre z.B. eine Beschränkung von Totalherbiziden auf höchstens eine Anwendung pro Jahr und Fläche denkbar. Wer sich den Zeitpunkt der Anwendung gut überlegen muss, vermeidet vorschnelle oder überflüssige Anwendungen.

Darüber hinaus müsste bei der Ausweisung von Neubaugebieten die Qualität der dadurch verlorenen landwirtschaftlichen Anbauflächen viel stärker berücksichtigt werden als heute. Es darf nicht sein, dass die ertragreichsten Flächen mit den besten Böden in der Umgebung überbaut werden. Für eine sichere und umweltfreundliche Nahrungsversorgung sind wir auf gute Böden angewiesen, die einen Anbau mit wenig Kunstdünger und wenig Pflanzenschutzmitteln ermöglichen.

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