Vogel ist gegen Scheibe geflogen undverletzt! Wie kann ich ihm helfen?

18 Antworten

Der kleine Spatz, der heute morgen gegen unsere Balkontür geflogen war, torkelte 30 cm weit unter einen kleinen Tisch, steif und mit halb ausgebreiteten Flügeln. Die zog er langsam ein, und setzte sich. Daraufhin bewegte er sich fast eine Stunde gar nicht mehr, nur an den Augen sah man, dass er lebte. Er sah so erbärmlich aus, dass wir erwarteten, er würde umfallen. Unser Kind wollte sofort was machen, wir hielten Ruhe für  angemessen. Ich schaute mal ins Internet, die Beiträge hier machten uns Mut, wir bereiteten einen Karton vor, damit das Spätzchen auf den kalten Fliesen nicht auskühlt, falls es länger dauert. Mann und Kind wollten schon in die Zoohandlung um die Ecke gehen und Rat suchen, da bemerkten wir zaghafte Bewegungen des Köpfchens auf und ab und hin und her, als teste er seine Beweglichkeit. 10 Minuten später stand er auf, drehte sich und ging vorsichtig wackelig zum Rand des Balkons und flog dann in den davorstehenden Baum.
Juhu - berappelt.

Es gibt einen Stift mit für Menschen unsichtbarer Farbe, mit der man ein enges Raster aufs Fenster malen kann. Der Stift kann von innen aufgetragen werden, und muss nach dem nächsten Fensterputzen neu aufgetragen werden. Es gibt dort aber auch Aufkleber die bis zu 10 Jahre halten, und die sind so wie der Stift auch fürs Menschliche Auge unsichtbar. Derzeit sterben laut der Website der Wird Pen Entwickler in Europa täglich 250 000 Vögel. Also besser aktiv werden, damit so etwas nicht noch einmal passiert.

Hallo zusammen!

Uns ist heute morgen beim Frühstücken was ähnliches passiert und ich möchte ein bisschen dazu schreiben, da mir viele Nutzer mit ihren Erfahrungsberichten weitergeholfen haben:

Wir sitzen also mitten beim Frühstück in der Nähe der Terrassentür, als ich noch aus dem Augenwinkel sehe, wie ein Vögelchen vom Baum gegenüber hüpft und geradewegs auf uns zu fliegt. Und dann hör ich auch schon dieses „Fffumppp“ an der Scheibe...

Zum Glück hats das arme Ding nicht gleich gekostet und es saß dann ziemlich verwirrt und schwer atmend im Wäschekorb, der unter dem Fenster stand. Wir waren natürlich auch gleich mal kurz in Panik. Da der Grünfink (?) aber an einen geschützen Ort saß, haben wir ihn da sitzen lassen und das Internet befragt. Da auch augenscheinlich alles in Ordnung und kein Flügel komisch abstand oder Blut zu sehen war, haben wir den Rat befolgt, ihn sich einfach ausruhen und zu sich kommen zu lassen ohne weiter zu stören – er saß ja vor Fressfeinen und Regen geschützt... Und siehe da, nach 1,5 Stunden war der Korb leer (bis auf ein großzügiges Häufchen Vogelk***) und wir natürlich sehr froh. Hoffen wir, dass auch wirklich alles in Ordnung war.

Da wir aber nun viel Grünfläche, Bäume und vogelfütternde Nachbarn hinterm Haus und wir letztes Jahr einen „Pech“vogel mit Genickbruch unter der Scheibe gefunden haben, der nicht so viel Glück hatte, hab ich mal recherchiert, wie wir solche Unfälle in Zukunft verhindern können – denn wir mögen und beobachten unsere vielen gefiederten Freunde sehr gerne (zumal das ja schon öfter vorgekommen sein kann, was wir gar nicht mitbekommen haben!). Der erste Gedanke war da ganz spontan die Anschaffung solche schwarzen Raubvogelsilhouetten -Aufkleber. Allerdings habe ich bei der Recherche danach Infos vom NABU und anderen Insitutionen gefudnen, die sagen, dass diese nahezu wirkungslos sind. Da sich die Umrisse/Aufkleber nicht bewegen, nehmen die Vögel diese als ganz normales Hinderniss war und versuchen, nebendran vorbei zu fliegen (Folge: Fffumppp). Die beste Strategie sei dafür zu sorgen, dass die Fenster die gegenüberliegende Natur nicht „spiegeln“ und es für die Vögel nicht so aussieht, als dass man da durchfliegen oder auf einen gegenüberliegenden Baum fliegen kann. Eine Möglichkeit wäre, dafür die Fenster nicht mehr zu putzen (jippie – ich wußte es schon immer!!!), von innen etwas an die Scheibe zu hängen, das für den Vogel als flächiges Hindernis wahrgenommen wird oder etwas von außen, das das Spiegeln verhindert.

Ich werde nun also nachher losfahren und solch einen Fadenvorhang holen. Da die Terrasse überdacht ist, kann ich den gut von außen hinhängen. Zudem kommen im Sommer, wenn die Tür offen ist, weniger Fliegen rein. Und da das nur Fäden sind, stören die den Ausblick auch nur semischlimm. Wenn ich dafür keine kleinen, toten Vögelchen vor dem Fenster finden muss, gegen die ich etwas hätte machen können, stört mich das nicht im Geringsten (lt. NABU scheint „Vogelschlag“ gegen Fenster/Türen mit die häufigste Todesuhrsache zu sein!). So, dann drückt mir und den Kleinen die Daumen, dass wir unseren Garten ein wenig sicherer werden genießen können!

Vielen Dank für's Lesen, liebe Grüße und viel Glück dem Unfallopfer!

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