Vodafone hat Vertrag verlängert und kosten erhöht?

11 Antworten

Es scheint hier eine Terminfrage zu sein, denn die Kündigung bei Vodafone hätte drei Monate vor Ende der Vertragsbindung bei Vodafone eingegangen sein müssen.

12.08.2017 hätte eine Kündigung bis spätestens zum 12.05.2017 erfordert, um eine wirksame Kündigung zum 12.08.2017 bewirken zu können. Wenn Du bei 1&1 einen neuen Vertrag abschließt mit Beantragung der Rufnummernübernahme, kann dies als ein bedingter Abschluß gewertet werden, d.h. der Vertrag sei nur unter der Bedingung geschlossen worden, daß eine Rufnummernübernahme zu Vertragsbeginn möglich sei, was aber eine wirksame Kündigung erforderte. Dann aber wäre es mindestens eine Verletzung von Nebenpflichten aus Vertrag von 1&1 gewesen, nicht mitzuteilen, daß eine Kündigung zum entsprechenden Termin nicht mehr wirksam möglich war und entsprechend auch eine Rufnummerübernahme nicht möglich sei, was dann eine Stornierung des Auftrags ermöglicht hätte.

Ich gehe davon aus, daß der Anruf bei 1&1 vor dem 12.05.2017 war, aber dennoch wird der Auftrag zunächst intern bearbeitet, entscheidend ist, wann die Kündigung Vodafone zuging. Hier würde ich mich schriftlich mit 1&1 in Verbindung setzen (die Hotline ist meist nicht hinreichend kompetent). Sollten meine Annahmen richtig sein, dann könntest Du einerseits die Beendigung des Vertrags mit 1&1 fordern (offener Einigungsmangel bzw. kein wirksames Zustandekommen des Vertrages aufgrund der nicht eingetretenen Bedingung, da der Vodafone-Vertrag sich verlängerte), Ansprüche gegen Vodafone wären zu prüfen, denn wir haben bald Oktober.

Eine Erhöhung des Tarifs eröffnet zwar kein Sonderkündigungsrecht (mehr), aber man kann sich dagegen verweigern und auf die alten Bedingungen bestehen, sofern nicht die AGB eine Preisanpassungsklausel enthalöten, die nach Bekanntwerden wirksam würde, falls kein Einspruch in einer bestimmten Frist (meist 1 Monat) erfolgt, soweit es sich wirklich um eine Preisanpassung handelt, aber durch Nutzung des Vodafone-Tarifs nach dem 12.08.2017 könnte auch auf konkludentes Handeln verwiesen werden, also daß durch de Nutzung die Verlängerung wirksam geworden sei (dies hätte sogar eine eigentlich wirksame Kündigung "überschrieben", sollte die Kündigung rechtzeitig bei Vodafone eingegangen und durch Nutzung des Tarifs nach dem eigentlichen Vertragsende eine Verlängerung wirksam geworden sein, so wäre nichts zu machen, da es dann einzig dein Verschulden gewesen wäre).

Sollte es zu keiner wirksamen Kündigung bei Vodafone gekommen sein, kannst Du, und das wäre die sicherste Variante, den Vertrag bei 1&1 über entweder einen offenen Einigungsmangel oder eine nicht erfüllte Bedingung für unwirksam erklären. Ein Problem wäre hier, wann Du davon erfuhrst, daß der Vodafone-Vertrag sich verlängert hat, denn auch hier kannst Du schuldhaft Termine "verschlafen". Es will mir nicht in den Sinn, daß Vodafone sich erst jetzt meldet, obwohl sich der Vertrag schon vor über einem Monat verlängert hätte. Solltest Du schon länger davon wissen, so kann sich auch 1&1 weigern, Dich aus dem Vertrag zu entlassen.

Was Du machen kannst, hängt damit entscheidend davon ab, wann Du den Vertrag mit 1&1 geschlossen hast und wann die Benachrichtigung von Vodafone über die Verlängerung kam sowie wann Du welchen Tarif nutztest. Alles Informationen, die Du nicht benannt hast. Auch wäre das Wissen erforderlich, wofür die 5 € sind.

  • Wofür sind die 5,- € mehr?
  • Wurde ein reduzierter Preis für die ersten x Monate festgelegt
  • Dass die Kündigung durch 1&1 zum korrekten Zeitpunkt erfolgt ist, könntest du nachweisen?

Gegen die automatische Vertragsverlängerung hättest Du m.W. bereits spätestens bis 25.08.2017 im Rahmen eines evtl. vorhandenen Widerrufsrechts vorgehen müssen, oder andernfalls schon mindestens einen bis max. 3 Monate ( je nach den AGB von Vodafone ) vor seinem Ablauf den alten Vertrag kündigen müssen. ( am besten sowas immer schriftlich mit Zustellnachweis wegen etwaiger Fristen ) 

Was hast Du dahingehend im Vorfeld unternommen und hast Du entsprechende Nachweise ? 

Wozu will Vodafone nun eigentlich 5 Euro mehr ? 

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